CHEMNITZ (kobinet)
Bei der Deutschen Bahn gibt es ein Problem.
Es gibt einen Problem-Zug.
Der Zug heißt: Inter-City 17.
Inter-City bedeutet: schneller Zug zwischen Städten.
Der Zug fährt von Chemnitz nach Dresden.
Der Zug fährt auch zurück von Dresden nach Chemnitz.
Seit Dezember fährt der Zug von Gleis 13 ab.
Das ist ein Problem für Menschen im Roll-Stuhl.
Ein Roll-Stuhl ist ein Sessel mit Rädern.
Menschen können damit fahren wenn sie nicht gehen können.
Gleis 13 hat einen hohen Bahn-Steig.
Ein Bahn-Steig ist der Ort am Gleis.
Dort steigen Menschen in den Zug ein.
Der Bahn-Steig ist 76 Zenti-Meter hoch.
Das ist zu hoch für Roll-Stühle.
Menschen im Roll-Stuhl brauchen dann Hilfe.
Sie müssen einen Tag vorher anrufen.
Das nennt man: Anmeldung bei der Mobilitäts-Zentrale.
Die Mobilitäts-Zentrale ist eine Beratungs-Stelle.
Dort bekommst du Hilfe für deine Reise-Planung.
Die Gleise 5 bis 10 sind besser.
Diese Bahn-Steige sind nur 55 Zenti-Meter hoch.
Da können Menschen im Roll-Stuhl alleine einsteigen.
Das ist barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können überall hin-kommen.
Der Sozial-Verband VdK Sachsen ist dagegen.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen bei Problemen.
Michael Thriemer arbeitet für den VdK.
Er sagt: Das ist nicht gut.
Menschen mit Behinderung sollen spontan reisen können.
Spontan bedeutet: ohne lange vorher zu planen.
Das ist Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Der VdK hat mit der Deutschen Bahn gesprochen.
Die Bahn nennt viele Gründe für das Problem.
Zum Beispiel: Bau-Stellen und Kosten.
Aber der VdK fordert: Der Zug muss barriere-frei sein.
Im Januar gab es noch ein Problem.
Der Teil vom Zug mit den Roll-Stuhl-Plätzen stand falsch.
Er stand im Schnee.
Er war nicht unter dem Dach.
Auch mit Anmeldung war der Ein-Stieg schwer.
Die Deutsche Bahn ändert jetzt etwas.
Sie ändert die Fahr-Plan-Info.
Vorher stand da: Der Zug ist barriere-frei.
Das war falsch.
Jetzt wird das korrigiert.
Die Gespräche mit der Bahn gehen weiter.

Foto: Markus Gebhardt
CHEMNITZ (kobinet) Zum Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn Mitte Dezember gab es für mobilitätseingeschränkte Reisende in der Kulturhauptstadt 2025 eine böse Überraschung: Der InterCity 17 als Verlängerung der Linie Rostock-Dresden und Gegenrichtung nach Chemnitz fährt ohne Vorankündigung wieder von Gleis 13 ab. Damit bleibt diese Zugverbindung für spontanes Reisen für mobilitätseingeschränkte Personen weiterhin unerreichbar.
Nur die Bahnsteige 5 bis 10 verfügen über eine Höhe von 55 Zentimetern und ermöglichen damit einen barrierefreien Einstieg zu den Rollstuhlplätzen im Steuerwagen. Barrierefrei bedeutet dabei, wie der Sozialverband VdK Sachsen betont, unter anderem „selbstständig, zu jeder Zeit und ohne besondere Erschwernisse“, dass heißt auch ohne Hilfe und ohne Voranmeldung. Wenn der Zug allerdings wie aktuell von den Gleisen 11 bis 14 abfährt, die über eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern verfügen, ist immer eine Anmeldung bei der „Mobilitätszentrale“ der Deutschen Bahn erforderlich – mindestens am Vortag. Dies widerspricht dem Gedanken der Inklusion und der Möglichkeit, dass auch Menschen mit Behinderung spontan reisen möchten.
Ein Gespräch mit der Deutschen Bahn konnte dieses Problem leider nicht beheben. „Genannt wurden unter anderem infrastrukturelle, baustellenbedingte, fahrplantechnische, und wirtschaftliche Hindernisse. Diese umfangreichen Punkte können nicht vollkommen außer Acht gelassen werden – dennoch fordern wir weiterhin die barrierefreie Abfahrt am Chemnitzer Hauptbahnhof“, berichtet Michael Thriemer, Leiter des VdK-Projekts „ÖPNV für alle“. Im Rahmen einer Begehung Anfang Januar wurde zudem festgestellt, dass gerade der Teil des Zuges, in dem die Rollstuhlplätze ausgewiesen sind, außerhalb des Bahnhofsdaches und damit im Schnee hielt – ein Zugang wäre auch mit Voranmeldung nur erschwert möglich gewesen.
Geändert wird perspektivisch nur die Auskunft in der Fahrplaninformation: Hier stand, dass der Einstieg in den Zug mit Rollstuhl stufenfrei möglich ist – was so natürlich nicht stimmt. Der Austausch mit allen Beteiligten soll fortgeführt werden.

Foto: Markus Gebhardt
CHEMNITZ (kobinet) Zum Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn Mitte Dezember gab es für mobilitätseingeschränkte Reisende in der Kulturhauptstadt 2025 eine böse Überraschung: Der InterCity 17 als Verlängerung der Linie Rostock-Dresden und Gegenrichtung nach Chemnitz fährt ohne Vorankündigung wieder von Gleis 13 ab. Damit bleibt diese Zugverbindung für spontanes Reisen für mobilitätseingeschränkte Personen weiterhin unerreichbar.
Nur die Bahnsteige 5 bis 10 verfügen über eine Höhe von 55 Zentimetern und ermöglichen damit einen barrierefreien Einstieg zu den Rollstuhlplätzen im Steuerwagen. Barrierefrei bedeutet dabei, wie der Sozialverband VdK Sachsen betont, unter anderem „selbstständig, zu jeder Zeit und ohne besondere Erschwernisse“, dass heißt auch ohne Hilfe und ohne Voranmeldung. Wenn der Zug allerdings wie aktuell von den Gleisen 11 bis 14 abfährt, die über eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern verfügen, ist immer eine Anmeldung bei der „Mobilitätszentrale“ der Deutschen Bahn erforderlich – mindestens am Vortag. Dies widerspricht dem Gedanken der Inklusion und der Möglichkeit, dass auch Menschen mit Behinderung spontan reisen möchten.
Ein Gespräch mit der Deutschen Bahn konnte dieses Problem leider nicht beheben. „Genannt wurden unter anderem infrastrukturelle, baustellenbedingte, fahrplantechnische, und wirtschaftliche Hindernisse. Diese umfangreichen Punkte können nicht vollkommen außer Acht gelassen werden – dennoch fordern wir weiterhin die barrierefreie Abfahrt am Chemnitzer Hauptbahnhof“, berichtet Michael Thriemer, Leiter des VdK-Projekts „ÖPNV für alle“. Im Rahmen einer Begehung Anfang Januar wurde zudem festgestellt, dass gerade der Teil des Zuges, in dem die Rollstuhlplätze ausgewiesen sind, außerhalb des Bahnhofsdaches und damit im Schnee hielt – ein Zugang wäre auch mit Voranmeldung nur erschwert möglich gewesen.
Geändert wird perspektivisch nur die Auskunft in der Fahrplaninformation: Hier stand, dass der Einstieg in den Zug mit Rollstuhl stufenfrei möglich ist – was so natürlich nicht stimmt. Der Austausch mit allen Beteiligten soll fortgeführt werden.




