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Wohnungsmarkt verschärft sich zunehmend

Wohnungen von tribp
Wohnungen
Foto: tribp (Creative Commons BY 2.0)

DÜSSELDORF (kobinet) Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden und sie verschärft sich weiter. Das belegt auch die Jahresbilanz des Mieterverein Düsseldorf, die jetzt vorgelegt wurde. Demnach hat dieser Verein (Stand heute) eine Mitgliederzahl von 34.500. So viele wie noch nie. Im Jahr 2025 traten 3.200 Mieterinnen und Mieter dem Verein neu bei. Die 21 Rechtsberaterinnen und Rechtsberater des Vereins haben rund 31.500 Beratungen in Terminform durchgeführt. Auch das sind Rekordzahlen.

„Einerseits freuen wir uns über diesen gewaltigen Zuspruch, den wir bekommen.“ so Hans-Jochem Witzke, der 1. Vorsitzender des Mieterverein Düsseldorf. Er ist nach seinen Worten auch Ausdruck der Qualität unserer Beratung, die sich offenbar herumgesprochen hat. „Andererseits“, so Witzke, „zeigen die Zahlen natürlich auch, dass der angespannte Wohnungsmarkt immer mehr Konfliktpotenzial beinhaltet.“

„Beleg für die großen Probleme auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt sind unter anderem fehlender bezahlbarer Wohnraum, die stark überhöhten Angebotsmieten, drastische Mieterhöhungen im
Bestand, die Zweckentfremdung von Wohnraum durch Leerstand und Kurzzeitvermietung sowie die Entmietungsstrategien von rein renditeorientierten Investoren“, erklärt Claus Nesemann, der Geschäftsführer des Mieterverein Düsseldorf.

Eine der Schwerpunkttätigkeiten des Vereins war im Jahr 2025 die Überprüfung von Nebenkostenabrechnungen, die zum Jahresende gehäuft bei den Mieterinnen und Mietern ankommen und häufig fehlerbehaftet sind. „Mehr als jede zweite von uns geprüfte ist falsch, überraschenderweise sehr viel häufiger zum Nachteil der Mieterinnen und Mieter“, sagt Nesemann.