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Symposium „Menschenrechte ohne Schranken Aktiv“ über Sexualassistenz und selbstbestimmte Sexualität

Text zum Symposium, Plakat
Plakat und LogozumSymposium
Foto: https://prodart.org/

Bremen (kobinet) "Körper, Wünsche und Rechte: Sexualassistenz und Behinderung im 21. Jahrhundert" vom 22. bis 24. Januar 2026 im Zentrum für Kunst im Tabakquartier Hermann-Ritter-Straße 108 E, 28197 Bremen Diesen Text haben wir von https://prodart.org/ erhalten und geben ihn hier gern wider.

Dieses Treffen hat das Ziel, die öffentliche, institutionelle und wissenschaftliche Aufmerksamkeit für die Sexualassistenz für Menschen mit Behinderungen zu stärken, verstanden als eine wesentliche Dimension von Autonomie, menschlicher Würde und voller gesellschaftlicher Teilhabe.

Allgemeine Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: https://prodart.org/symposium-menschenrechte-ohne-schranken-aktiv/

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei; aufgrund der begrenzten Platzkapazität wird eine vorherige Anmeldung empfohlen [email protected]
Es ist auch eine Onlineteilnahme möglich, nach Anmeldung erhält man einen Zoom-Link.

Ethische Grundlagen und menschenrechtlicher Rahmen

Die Initiative orientiert sich an den Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK), die Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat. Dieses juristische und ethische Rahmenwerk verpflichtet die Staaten, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten – einschließlich der Möglichkeit, ihre Sexualität frei, sicher und selbstbestimmt zu leben. Das Symposium möchte diese Verpflichtungen durch kritische Analysen, Erfahrungsaustausch, berufliche Weiterentwicklung und die Verbreitung aktueller Forschungsergebnisse vertiefen. Sexualität, verstanden als wesentliche Dimension menschlichen Wohlbefindens, erfordert Bedingungen des Zugangs, der Begleitung und der angemessenen Unterstützung, die den individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen gerecht werden.

Ein interdisziplinäres Treffen mit Vorbildcharakter

Die Veranstaltung bringt Fachleute aus den Bereichen Gesundheit, Ethik, Recht, Psychologie, Sexualpädagogik und Sozialarbeit zusammen, ebenso wie Aktivist*innen und Menschen mit Behinderungen, die ihre Erfahrungen aus erster Hand einbringen werden.
Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglicht eine umfassende Betrachtung der Sexualassistenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln:

  • Ethisch: Rechte, Selbstbestimmung und Würde
  • Rechtlich: Gesetzliche Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten und Schutzmechanismen
  • Sozial: Inklusion, Bekämpfung von Stigmatisierung und Förderung von Autonomie
  • Gesundheitlich: Betreuung, Begleitung und professionelle Unterstützung auf der Grundlage guter Praxis

Dieser transversale Ansatz macht das Symposium zu einem modellenhaften Referenzpunkt, der praxisnahe wie theoretische Impulse für politische Maßnahmen, professionelle Interventionen und gesellschaftliche Sensibilisierungsstrategien liefert.

Schweigen brechen, Wege öffnen

Trotz rechtlicher Fortschritte bleibt die Sexualität von Menschen mit Behinderungen ein Thema, das häufig unsichtbar gemacht, tabuisiert oder infantilisiert wird. Das Symposium setzt hier an und schlägt einen Paradigmenwechsel vor: das Bedürfnis nach Intimität, Lust und erfüllter Sexualität als unveräußerliches Menschenrecht zu verstehen, das untrennbar mit der menschlichen Würde verbunden ist. Wenn Sexualassistenz gut reguliert, begleitet und auf soliden ethischen Grundsätzen basiert, ist sie ein Instrument, das die Möglichkeiten sozialer Teilhabe erweitert und ein erfülltes emotionales und sexuelles Leben ermöglicht.

Ein Raum für Wissen und Engagement

Vorträge, Panels, Diskussionsrunden und persönliche Erfahrungsberichte bilden ein Programm, das wissenschaftliche Präzision, Perspektivenvielfalt und menschliche Sensibilität miteinander verbindet. Ziel ist es nicht nur, zu analysieren, sondern auch Impulse für Veränderungen zu setzen, die respektvolle, innovative und menschenrechtsbasierte Lösungen für Menschen mit Behinderungen fördern. Zugleich trägt das Symposium maßgeblich zur Stärkung und Weiterentwicklung einer nationalen Agenda in Deutschland bei, die Sexualität als grundlegendes Menschenrecht von Menschen mit Behinderungen anerkennt. Durch die Produktion und Verbreitung von spezialisiertem Wissen, den institutionellen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen professionellen, sozialen und staatlichen Akteuren fördert die Veranstaltung den Aufbau inklusiver ethischer, rechtlicher und sozialer Rahmenbedingungen im deutschen Kontext.

Dieser Beitrag zielt darauf ab, öffentliche Politiken zu orientieren, professionelle Praktiken zu verbessern und eine Kultur zu stärken, die Autonomie, Würde und volle gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bekräftigt.

Veranstalter: ProdÁrt e.V.