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Sozialverband fordert von der Politik gute Vorsätze für 2026

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Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen fordert von der Politik gute Vorsätze für 2026. "Die Menschen erwarten endlich Lösungen und kein weiteres Jahr des Stillstands und des politischen Streits", betont VdK-Präsident Horst Vöge zum Start des neuen Jahres. Mit inzwischen 432.000 Mitgliedern (Vorjahr: 425.000) habe der Verband in NRW weiter eine starke Stimme in der Öffentlichkeit und bleibe attraktiv. Bei Rente, Pflege und Gesundheitsversorgung sieht der VdK auch die Landesregierung in der Pflicht und erwartet klare Impulse Richtung Berlin.

Das erste Rentenpaket ist auf den Weg gebracht, doch damit ist der Handlungsbedarf längst nicht gedeckt. „Die gesetzliche Rente ist weiterhin nicht krisenfest aufgestellt – gerade mit Blick auf die jüngere Generation und die Herausforderungen durch die Baby-Boomer. Schon bis 2030 werden zehn Prozent mehr Rentnerinnen und Rentner in NRW leben als heute, in ländlichen Region sind es zum Teil 20 Prozent. Anstatt immer neuer verbaler Test-Ballons, mit denen lediglich Stimmungen ausgelotet werden, braucht es eine echte wie mutige Reform“, betont VdK-Präsident Horst Vöge.

Der VdK fordert ein Umdenken in der Pflege: eine solidarische Pflegevollversicherung, in die Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen, soll einen deutlich höheren Anteil der Pflegekosten übernehmen als die aktuelle Teilversicherung. „Die Kommission muss diesen mutigen Schritt gehen“, sagt Horst Vöge. Zugleich brauche es nach den Worten des Verbandspräsidenten eine stärkere kommunale Ausrichtung, etwa durch lokal verankerte Pflege-Anlaufstellen – finanziell ausreichend unterstützt von Bund und Ländern. Dies würde auch pflegende Angehörige entlasten. Zudem müssten die Pflegegrade klar und verbindlich definiert werden – bisher existiert nur ein Sammelsurium unverbindlicher Ansätze. Und: Vorschläge zur Reduzierung der Eigenanteile bei der stationären Pflege, die im Durchschnitt in NRW bei über 3.000 Euro im Monat liegen, fehlen hingegen vollständig.

Mit dem demografischen Wandel steigt der Bedarf an wohnortnahen, unterstützenden Angeboten – gleichzeitig explodieren die Kosten im Gesundheitswesen. „Diese Entwicklung darf nicht zulasten derjenigen gehen, die vor allem auf eine verlässliche Versorgung angewiesen sind“, unterstreicht VdK-Präsident Horst Vöge. „Gerade im ländlichen Raum droht ein Versorgungsengpass. Fehlende Hausärztinnen und Hausärzte bedeuten im Umkehrschluss längere Wege, schlechtere Betreuung und im schlimmsten Fall den Verlust der Selbstständigkeit. Gegen diese drohende Entvölkerung muss gegengearbeitet werden.“