Staufen (kobinet)
Sascha Lang macht einen Podcast.
Ein Podcast ist eine Hör-Sendung im Internet.
Der Podcast heißt IGEL.
IGEL bedeutet: Inklusion Ganz Einfach Leben.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Sascha Lang hat jetzt 300 Folgen gemacht.
Hans-Willi Weis gratuliert ihm.
Hans-Willi Weis schreibt für kobinet.
Der IGEL-Podcast soll 1000 Folgen haben.
Jetzt sind 300 Folgen fertig.
Das ist ein großer Erfolg.
Was sind die Igel und die Elefanten?
Die Igel sind Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Sie kämpfen für Inklusion.
Die Elefanten sind große Probleme.
Die Elefanten verhindern die Inklusion.
Die Igel sind mutig.
Sie kämpfen gegen die Elefanten.
Was macht der IGEL-Podcast?
Der Podcast spricht über viele Themen.
Zum Beispiel über Hilfs-Mittel.
Hilfs-Mittel sind Werkzeuge für Menschen mit Behinderung.
Oder über Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle können etwas benutzen.
Oder über Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Alle können mit-machen.
Sascha Lang lädt viele Gäste ein.
Die Gäste haben verschiedene Meinungen.
Das ist gut.
So können alle mit-reden.
Was gefällt Hans-Willi Weis am Podcast?
Hans-Willi Weis mag den Podcast sehr.
Er sagt: Sascha Lang ist mutig.
Sascha Lang will nicht nur Klicks.
Ihm ist die Sache wichtig.
Sascha Lang arbeitet in Luxemburg.
Er arbeitet im Familien-Ministerium.
Das Ministerium ist eine Behörde vom Staat.
Er arbeitet dort für Inklusion.
Er liebt seine Arbeit.
Sascha Lang ist freundlich.
Er regt sich nicht sofort auf.
Er erklärt lieber die Dinge.
Das ist gut.
Was sagt Sascha Lang noch?
Sascha Lang findet: Alle dürfen ihre Meinung sagen.
Auch wenn die Meinung anders ist.
Das ist wichtig für die Demokratie.
Demokratie bedeutet: Das Volk entscheidet mit.
Sascha Lang macht Mut.
Er kämpft weiter für Inklusion.
Hans-Willi Weis wünscht ihm alles Gute.

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Aus der Familie von Sascha Langs IGEL-Podcast, einer auf 1000 Exemplare angelegten Serienproduktion. Glückwunsch zu diesem 300. IGEL-Exemplar "einfach gelebter Inklusion"! An Sascha Lang und sein Podcast-Team von kobinet-Kolumnist Hans-Willi Weis. – Mit ihrem Anspruch "Inklusion Ganz Einfach Gelebt" legen sich diese kleinen Stacheltiere mit den allergrößten Tieren an, den Elefanten, ausbuchstabiert den "Elementaren Formen aggressiver neoliberaler Transformation". Herrschaftstiere, die nichts anderes im Sinn haben als die Inklusionsigel einfach zu schlucken und zu verdauen. Um die Elefanten selbst dann noch zu zwicken und zu zwacken, wenn man als Igel schon in ihrem Bauch gelandet ist und einem die Verdauungssäfte zusetzen, dazu gehören Mut und Ausdauer. Die wünschen wir Sascha Lang und seiner Igelfamilie.
Was mir an Sascha Lang und seiner Podcast-Arbeit gefällt
Von technischen Hilfen zur Inklusion (rund um Reha) bis zur sozialen und politischen Umsetzung der Inklusion (Diskriminierungs- und Barriereabbau sowie Teilhabe gemäß der UNBRK) erhält alles einen Platz im IGEL-Podcast. Das behindertenpolitische Meinungsspektrum wird nicht beschnitten, kontroverse Positionen kommen zu Wort. Von einem talkmäßig zähflüssigen, etwas spröden Intellektuellen wie meiner Wenigkeit mit einer dezidiert linken, kapitalismuskritischen Sichtweise auf der einen Seite, bis hin zum forschen Geschäftsmann Saliya Kahawatte, der den neoliberalen Realitäts-Brutalismus auch den Behinderten schmackhaft machen möchte (95% ihrer Probleme auf dem Arbeitsmarkt seien selbstverschuldet) am entgegengesetzten Pol – der unerschrockene Gastgeber Sascha Lang lädt sie alle zum Gespräch. Richtig so.
Was mir ebenfalls gefällt: Der IGEL-Podcast ist kein auf Aufmerksamkeitsgewinn um jeden Preis getrimmtes Social-Media-Projekt. Sascha Lang freut sich über steigende Klickzahlen, sie bedeuten für ihn aber nicht, sagt er, das Maß aller Dinge. Und er konkurriere nicht mit anderen Behindertenprojekten verbissen um die Spitzenreiterposition an der Klickbörse. Des öfteren habe ich ihn mangelnde Kooperationsbereitschaft innerhalb des Behindertenaktivismus beklagen hören. Wie mich, so stören auch ihn Unfreundlichkeit, Aufmerksamkeits- bzw. Wertschätzungsentzug und Neid in der Community. Viele von uns Behinderten verhalten sich auch noch im Erwachsenenalter wie seelisch tief verletzte, unendlich liebesbedürftige Kinder, was ja ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen oft genug entspricht. Da braucht es, so stelle ich mir vor, viel Geduld und Ausdauer, um den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Dabei hilft es Sascha Lang vielleicht, dass er außer seiner Podcast-Leidenschaft, nicht weniger leidenschaftlich seinem Job als verbeamteter Inklusionsigel im luxemburgischen Familienministerium nachgeht. Ich glaube, er hätte nichts dagegen, wenn ich ihn ein glückliches Arbeitstier nenne.
Das, gerade weil es sich inklusionsigelig auch in der Normalwelt so munter umherbewegt, nicht gleich stachelig reagiert, wenn Leute aus dieser Normalwelt, Behinderten gegenüber unsicher oder befangen, einmal ins ableistische Fettnäpfchen tappen. Ausdrücklich distanziert sich Sascha Lang von einem hyperwoken Aktivismus, der sofort mit Empörung auf kleinste Verstöße gegen seine peniblen Korrektheitsnorm reagiert. Und für das eigene identitätspolitische Merkmal (Behinderung, Race, Gender etc.) einen „safe-space“ gleichen Diskriminierungsschutz fordert. Während, so füge ich noch hinzu, die sonstigen eklatanten neoliberalen Exklusions- und Ungleichheitsmechanismen diesen Aktivismus der selbstbezogenen Übermoralisierung wenig kümmern.
Zuletzt gefällt mir an unserem „Inklusator“ (wie er sich selber programmatisch nennt) sein Eintreten für freie Meinungsäußerung. Wie er auch mit seiner eigenen Meinung nicht hinterm Berg hält. Zum Beispiel, dass er ein AFD-Verbot für keine gute Idee hält und sich für politische Auseinandersetzung mit dieser Partei ausspricht, deren Wählerschaft nicht unterschiedslos aus Nazis bestehe. Und im selben 300. Jubiläumspodcast nimmt er auch kein Blatt vor den Mund, was die „Panikmache in den Medien“ angeht. Wenn schon, beunruhigend und beängstigend genug, „rund um uns die Kriege toben“, muss mediale Kriegsvorbereitungs- und Kriegspropaganda, so verstehe ich ihn, nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. – Ich wünsche Sascha Lang für die noch ausstehenden Podcast-Igel alles Gute, weiter so!

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Aus der Familie von Sascha Langs IGEL-Podcast, einer auf 1000 Exemplare angelegten Serienproduktion. Glückwunsch zu diesem 300. IGEL-Exemplar "einfach gelebter Inklusion"! An Sascha Lang und sein Podcast-Team von kobinet-Kolumnist Hans-Willi Weis. – Mit ihrem Anspruch "Inklusion Ganz Einfach Gelebt" legen sich diese kleinen Stacheltiere mit den allergrößten Tieren an, den Elefanten, ausbuchstabiert den "Elementaren Formen aggressiver neoliberaler Transformation". Herrschaftstiere, die nichts anderes im Sinn haben als die Inklusionsigel einfach zu schlucken und zu verdauen. Um die Elefanten selbst dann noch zu zwicken und zu zwacken, wenn man als Igel schon in ihrem Bauch gelandet ist und einem die Verdauungssäfte zusetzen, dazu gehören Mut und Ausdauer. Die wünschen wir Sascha Lang und seiner Igelfamilie.
Was mir an Sascha Lang und seiner Podcast-Arbeit gefällt
Von technischen Hilfen zur Inklusion (rund um Reha) bis zur sozialen und politischen Umsetzung der Inklusion (Diskriminierungs- und Barriereabbau sowie Teilhabe gemäß der UNBRK) erhält alles einen Platz im IGEL-Podcast. Das behindertenpolitische Meinungsspektrum wird nicht beschnitten, kontroverse Positionen kommen zu Wort. Von einem talkmäßig zähflüssigen, etwas spröden Intellektuellen wie meiner Wenigkeit mit einer dezidiert linken, kapitalismuskritischen Sichtweise auf der einen Seite, bis hin zum forschen Geschäftsmann Saliya Kahawatte, der den neoliberalen Realitäts-Brutalismus auch den Behinderten schmackhaft machen möchte (95% ihrer Probleme auf dem Arbeitsmarkt seien selbstverschuldet) am entgegengesetzten Pol – der unerschrockene Gastgeber Sascha Lang lädt sie alle zum Gespräch. Richtig so.
Was mir ebenfalls gefällt: Der IGEL-Podcast ist kein auf Aufmerksamkeitsgewinn um jeden Preis getrimmtes Social-Media-Projekt. Sascha Lang freut sich über steigende Klickzahlen, sie bedeuten für ihn aber nicht, sagt er, das Maß aller Dinge. Und er konkurriere nicht mit anderen Behindertenprojekten verbissen um die Spitzenreiterposition an der Klickbörse. Des öfteren habe ich ihn mangelnde Kooperationsbereitschaft innerhalb des Behindertenaktivismus beklagen hören. Wie mich, so stören auch ihn Unfreundlichkeit, Aufmerksamkeits- bzw. Wertschätzungsentzug und Neid in der Community. Viele von uns Behinderten verhalten sich auch noch im Erwachsenenalter wie seelisch tief verletzte, unendlich liebesbedürftige Kinder, was ja ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen oft genug entspricht. Da braucht es, so stelle ich mir vor, viel Geduld und Ausdauer, um den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Dabei hilft es Sascha Lang vielleicht, dass er außer seiner Podcast-Leidenschaft, nicht weniger leidenschaftlich seinem Job als verbeamteter Inklusionsigel im luxemburgischen Familienministerium nachgeht. Ich glaube, er hätte nichts dagegen, wenn ich ihn ein glückliches Arbeitstier nenne.
Das, gerade weil es sich inklusionsigelig auch in der Normalwelt so munter umherbewegt, nicht gleich stachelig reagiert, wenn Leute aus dieser Normalwelt, Behinderten gegenüber unsicher oder befangen, einmal ins ableistische Fettnäpfchen tappen. Ausdrücklich distanziert sich Sascha Lang von einem hyperwoken Aktivismus, der sofort mit Empörung auf kleinste Verstöße gegen seine peniblen Korrektheitsnorm reagiert. Und für das eigene identitätspolitische Merkmal (Behinderung, Race, Gender etc.) einen „safe-space“ gleichen Diskriminierungsschutz fordert. Während, so füge ich noch hinzu, die sonstigen eklatanten neoliberalen Exklusions- und Ungleichheitsmechanismen diesen Aktivismus der selbstbezogenen Übermoralisierung wenig kümmern.
Zuletzt gefällt mir an unserem „Inklusator“ (wie er sich selber programmatisch nennt) sein Eintreten für freie Meinungsäußerung. Wie er auch mit seiner eigenen Meinung nicht hinterm Berg hält. Zum Beispiel, dass er ein AFD-Verbot für keine gute Idee hält und sich für politische Auseinandersetzung mit dieser Partei ausspricht, deren Wählerschaft nicht unterschiedslos aus Nazis bestehe. Und im selben 300. Jubiläumspodcast nimmt er auch kein Blatt vor den Mund, was die „Panikmache in den Medien“ angeht. Wenn schon, beunruhigend und beängstigend genug, „rund um uns die Kriege toben“, muss mediale Kriegsvorbereitungs- und Kriegspropaganda, so verstehe ich ihn, nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. – Ich wünsche Sascha Lang für die noch ausstehenden Podcast-Igel alles Gute, weiter so!




