Berlin (kobinet)
Die Zivil-Gesellschaft wird nicht gehört.
Das sind alle Menschen in Deutschland, die zusammen-arbeiten.
Diese Menschen sind keine Politiker.
Sie kümmern sich um wichtige Dinge.
Sozial-Verbände werden nicht gehört.
Das sind Gruppen von Menschen, die anderen helfen.
Zum Beispiel armen Menschen oder kranken Menschen.
Es geht um die Rente.
Das ist ein Problem.
Es gibt eine Renten-Kommission.
Das ist eine Gruppe von Fach-Leuten, die die Regierung berät.
Diese Fach-Leute sprechen über die Rente.
Die Kommission soll die Rente verbessern.
Aber wie soll das gehen?
Die Verbände fehlen bei den Gesprächen.
Manche Fach-Leute reden über Rente.
Diese Menschen wissen viel über das Thema.
Sie haben viel Erfahrung.
Sie denken nur an Geld.
Sie denken nicht an die Menschen.
Die Rente kostet Geld.
Aber die Rente ist mehr als Kosten.
Die Kommission muss anders arbeiten.
Sie muss an die Menschen denken.
Sie muss die sozialen Folgen prüfen.
Das heißt: Was passiert mit den Menschen?
Haben sie genug Geld?
Können sie gut leben?
Das sagt Verena Bentele.
Sie ist Präsidentin vom VdK.
VdK ist ein Sozial-Verband.
Der Bundes-Kanzler hat eine Idee.
Er will mehr private Vorsorge.
Das heißt: Sie sparen selbst Geld für später.
Dieses Geld ist für die Zeit nach der Arbeit.
Das bedeutet: Jeder spart selbst fürs Alter.
Zum Beispiel mit einem ETF.
Das ist eine Art Geld-Anlage.
Sie kaufen Anteile von vielen Firmen zusammen.
Das ist keine gute Lösung.
Viele Menschen verdienen wenig.
Sie können nicht zusätzlich sparen.
Die private Vorsorge hilft nicht bei Krankheit.
Ein ETF zahlt keine Reha.
Das heißt: Etwas wird wieder hergestellt.
Etwas wird wieder wie vorher.
Der Staat soll andere Dinge tun.
Er soll gute Arbeits-Plätze schaffen.
Die Menschen müssen vom Lohn leben können.
Das ist wichtiger als private Vorsorge.
Das sagt der VdK.
Manche sagen: Die Rente kostet zu viel.
Sie rechnen die Kosten über viele Jahre zusammen.
Das ist nicht fair.
Der Staat gibt Geld für viele Dinge aus.
Ein Beispiel sind Restaurants und Cafés.
Dort ist die Mehr-wert-Steuer niedriger.
Das ist eine Steuer auf Waren.
Sie zahlen extra Geld an den Staat.
Das kostet bis 2040 über 50 Milliarden Euro.
Davon spricht niemand.
Wenn die Rente sinkt, wird alles schlimmer.
Mehr Menschen brauchen dann Wohn-Geld.
Mehr Menschen brauchen Grund-Sicherung.
Das ist Geld vom Staat.
Menschen ohne Geld bekommen Grund-Sicherung.
Das kostet am Ende mehr Geld.
Die Rente kann gut finanziert werden.
Das heißt: Jemand bezahlt dafür.
Das Geld kommt vom Staat oder von anderen.
Das geht ohne Probleme für junge Menschen.
Alle Menschen müssen in die Rente einzahlen.
Auch Selbst-Ständige müssen einzahlen.
Auch Beamte müssen einzahlen.
Mehr Menschen müssen arbeiten können.
Das sagt Verena Bentele.
Manche wollen das Renten-Alter erhöhen.
Das bedeutet: Später in Rente gehen.
Aber viele kennen die Probleme nicht.
35 von 100 Menschen gehen früher in Rente.
Dann bekommen sie weniger Geld.
Das nennt man Abschläge.
Das heißt: Sie bekommen weniger Rente.
Das passiert, wenn Sie früher in Rente gehen.
15 von 100 Menschen werden krank.
Sie können nicht mehr arbeiten.
Sie bekommen Erwerbs-Minderungs-Rente.
Das heißt: Sie können nicht mehr arbeiten wegen Krankheit.
Dann bekommen Sie Geld von der Renten-Versicherung.
Das ist wenig Geld.
Oft reicht es nicht zum Leben.
Die Arbeit muss besser werden.
Dann können mehr Menschen bis zur Rente arbeiten.
Sie müssen gesund bleiben können.
Dafür braucht es Hilfen.
Die Arbeit-Geber müssen mehr tun.
Das sind Menschen, die anderen Menschen Arbeit geben.
Sie bezahlen die Menschen für ihre Arbeit.
Sie sollen Gesundheits-Angebote machen.
Sie sollen Reha-Angebote machen.
Reha hilft bei Krankheit.
Sie sollen Weiter-Bildung anbieten.
Das heißt: Sie lernen etwas Neues.
Zum Beispiel einen anderen Beruf.
Sie sollen flexible Arbeits-Zeiten anbieten.
Das sagt Verena Bentele.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) "Wenn die Zivilgesellschaft und insbesondere Sozialverbände bei der Rentendiskussion außen vor bleiben, stellt sich die Frage, wie die Kommission ihrem Auftrag gerecht werden soll. Öffentliche Beiträge sogenannter Rentenexperten, die häufig eher Zahlen als Menschen im Blick haben, reduzieren die gesetzliche Rente zu oft auf einen reinen Kostenfaktor. Die Rentenkommission darf Reformoptionen nicht nur nach ihren fiskalischen Auswirkungen bewerten, sondern muss wertfrei ihre sozialpolitischen Folgen analysieren und diese als Gesamtpaket diskutieren." Darauf hat die Präsidentin des Sozialverband VdK mittels einer Presseinformation hingewiesen.
Die gesetzliche Rente zur Basisabsicherung zu degradieren und auf kapitalgedeckte Altersvorsorge zu setzen, wie dies der Bundeskanzler beim Treffen mit der Deutschen Bank vorgeschlagen hat, sei keine Lösung. Viele Menschen mit geringen Einkommen könnten sich zusätzliche private Vorsorge schlicht nicht leisten. Außerdem biete kein ETF Zugang zu Reha-Leistungen. Eigenverantwortung für private Vorsorge zu fordern, sei nicht die wichtigste Aufgabe des Staates. Wichtiger wäre nach Ansicht des VdK, dass die Rahmenbedingungen im Arbeitsmarkt gut sind und die Menschen von ihrem Lohn leben können.
„Es ist in der Debatte fatal, wenn Teile der Regierung die Rente ausschließlich als riesigen Kostenfaktor darstellen und Bundeszuschüsse über Jahrzehnte aufsummiert werden. Nötig sind stattdessen höhere Steuerzuschüsse für eine gerechte Finanzierung von gesamtgesellschaftlichen Ausgaben. Dass auch andere politische Maßnahmen Geld kosten, wird in der Debatte häufig ausgeblendet. So führt beispielsweise die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie bis zum Jahr 2040 zu über 50 Milliarden Mindereinnahmen. Jede Kürzung beim Rentenniveau würde die Not der Menschen vergrößern und letztlich die Ausgaben für Wohngeld und Grundsicherung in die Höhe treiben. Die langfristige Finanzierung eines angemessenen Rentenniveaus muss nicht zu Lasten der jungen Generation gehen, wenn wir die bisher brachliegenden Potenziale auf dem Arbeitsmarkt langfristig heben und endlich alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rente einzahlen“, betonte Verena Bentele.
Auch die Debatte über höhere Altersgrenzen zeige, dass oft das Wissen über die tatsächlichen sozialen Folgen von höheren Altersgrenzen fehlt. Solange immer noch 35 Prozent der Rentnerinnen und Rentner mit Abschlägen in Rente gehen und 15 Prozent aus gesundheitlichen Gründen eine meist nicht armutsfeste Erwerbsminderungsrente beantragen müssen, stehe die Politik zuallererst vor der Aufgabe, die Arbeitswelt so umzugestalten, dass mehr ältere Menschen gesund bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können. „Wir brauchen gezielte Reha- und Qualifizierungsangebote, betriebliche Gesundheitsförderung und flexible Arbeitszeitmodelle“, erklärte Verena Bentele zur aktuellen Rentendiskussion.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) "Wenn die Zivilgesellschaft und insbesondere Sozialverbände bei der Rentendiskussion außen vor bleiben, stellt sich die Frage, wie die Kommission ihrem Auftrag gerecht werden soll. Öffentliche Beiträge sogenannter Rentenexperten, die häufig eher Zahlen als Menschen im Blick haben, reduzieren die gesetzliche Rente zu oft auf einen reinen Kostenfaktor. Die Rentenkommission darf Reformoptionen nicht nur nach ihren fiskalischen Auswirkungen bewerten, sondern muss wertfrei ihre sozialpolitischen Folgen analysieren und diese als Gesamtpaket diskutieren." Darauf hat die Präsidentin des Sozialverband VdK mittels einer Presseinformation hingewiesen.
Die gesetzliche Rente zur Basisabsicherung zu degradieren und auf kapitalgedeckte Altersvorsorge zu setzen, wie dies der Bundeskanzler beim Treffen mit der Deutschen Bank vorgeschlagen hat, sei keine Lösung. Viele Menschen mit geringen Einkommen könnten sich zusätzliche private Vorsorge schlicht nicht leisten. Außerdem biete kein ETF Zugang zu Reha-Leistungen. Eigenverantwortung für private Vorsorge zu fordern, sei nicht die wichtigste Aufgabe des Staates. Wichtiger wäre nach Ansicht des VdK, dass die Rahmenbedingungen im Arbeitsmarkt gut sind und die Menschen von ihrem Lohn leben können.
„Es ist in der Debatte fatal, wenn Teile der Regierung die Rente ausschließlich als riesigen Kostenfaktor darstellen und Bundeszuschüsse über Jahrzehnte aufsummiert werden. Nötig sind stattdessen höhere Steuerzuschüsse für eine gerechte Finanzierung von gesamtgesellschaftlichen Ausgaben. Dass auch andere politische Maßnahmen Geld kosten, wird in der Debatte häufig ausgeblendet. So führt beispielsweise die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie bis zum Jahr 2040 zu über 50 Milliarden Mindereinnahmen. Jede Kürzung beim Rentenniveau würde die Not der Menschen vergrößern und letztlich die Ausgaben für Wohngeld und Grundsicherung in die Höhe treiben. Die langfristige Finanzierung eines angemessenen Rentenniveaus muss nicht zu Lasten der jungen Generation gehen, wenn wir die bisher brachliegenden Potenziale auf dem Arbeitsmarkt langfristig heben und endlich alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rente einzahlen“, betonte Verena Bentele.
Auch die Debatte über höhere Altersgrenzen zeige, dass oft das Wissen über die tatsächlichen sozialen Folgen von höheren Altersgrenzen fehlt. Solange immer noch 35 Prozent der Rentnerinnen und Rentner mit Abschlägen in Rente gehen und 15 Prozent aus gesundheitlichen Gründen eine meist nicht armutsfeste Erwerbsminderungsrente beantragen müssen, stehe die Politik zuallererst vor der Aufgabe, die Arbeitswelt so umzugestalten, dass mehr ältere Menschen gesund bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können. „Wir brauchen gezielte Reha- und Qualifizierungsangebote, betriebliche Gesundheitsförderung und flexible Arbeitszeitmodelle“, erklärte Verena Bentele zur aktuellen Rentendiskussion.




