Stuttgart (kobinet)
Die Kranken·kassen haben zu wenig Geld.
Eine Kranken·versicherung ist eine Ab·sicherung gegen Krankheit.
Die Kranken·versicherung zahlt den Arzt oder das Kranken·haus.
Auch die Pflege·versicherung hat zu wenig Geld.
Eine Pflege·versicherung hilft dir bei Pflege.
Du zahlst jeden Monat Geld dafür.
Dafür bekommst du Hilfe bei Krankheit oder im Alter.
Das ist ein großes Problem.
Baden-Württemberg will das ändern.
Die Regierung hat am 16. Dezember 2025 entschieden.
Sie fordert die Bundes·regierung auf:
Die Bundes·regierung besteht aus dem Bundes·kanzler und den Ministern.
Sie regieren Deutschland.
Der Bund soll mehr Geld bezahlen.
Es gibt Leistungen in der Kranken·versicherung.
Diese Leistungen gehören nicht zur Versicherung.
Der Bund muss diese Leistungen bezahlen.
Das Geld soll aus Steuern kommen.
Steuer ist Geld für den Staat.
Menschen müssen Steuern bezahlen.
Manne Lucha ist der Gesundheits·minister.
Er ist der Gesundheits·minister von Baden-Württemberg.
Er sagt:
Die Beiträge für die Kranken·kassen steigen immer weiter.
Beiträge sind Geld.
Du zahlst das Geld jeden Monat.
Zum Beispiel für die Kranken·versicherung.
Das hat einen klaren Grund:
Der Bund bezahlt nicht genug Geld.
Die Versicherten müssen zu viel bezahlen.
Ab Januar 2025 steigen die Beiträge.
Die Kranken·kassen verlangen einen Zusatz·beitrag.
Ein Zusatz·beitrag ist extra Geld.
Du zahlst es zusätzlich zu deinem normalen Beitrag.
Der Zusatz·beitrag ist über 3 Prozent.
Das ist viel Geld.
Beschäftigte müssen mehr bezahlen.
Rentner und Rentnerinnen müssen mehr bezahlen.
Auch Firmen müssen mehr bezahlen.
Ein großes Problem ist das Bürger·geld.
Bürger·geld ist Geld vom Staat.
Du bekommst es jeden Monat.
Menschen mit Bürger·geld sind auch kranken·versichert.
Der Bund bezahlt für diese Menschen zu wenig.
Ein Gutachten hat das untersucht.
Ein Gutachten ist ein Bericht von Fach·leuten.
Die Fach·leute prüfen etwas genau.
Sie schreiben auf, was sie heraus·gefunden haben.
Das Gutachten ist vom IGES-Institut.
Das Ergebnis:
Der Bund bezahlt nur 40 Prozent der Kosten.
60 Prozent fehlen.
Das sind 10 Milliarden Euro pro Jahr.
Diese 10 Milliarden fehlen im System.
Die Versicherten müssen das Geld bezahlen.
Manne Lucha sagt:
Das ist ungerecht.
Das schadet auch der Wirtschaft in Deutschland.
Die Kranken·kassen klagen jetzt gegen den Bund.
Die Kranken·kassen wollen mehr Geld vom Bund.
Der Bund hat eine Kommission eingesetzt.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen an einer wichtigen Aufgabe.
Die Kommission heißt: Finanz·kommission Gesundheit.
Die Kommission will das Problem erst Ende 2026 besprechen.
Manne Lucha sagt:
Das ist zu spät.
Wir müssen jetzt handeln.
Auch die Pflege·versicherung hat Probleme.
Die Pflege·versicherung macht wichtige Aufgaben für alle Menschen.
Zum Beispiel:
Die Pflege·versicherung bezahlt Renten·beiträge.
Das sind Beiträge für Menschen.
Diese Menschen pflegen ihre Angehörigen.
Diese Menschen pflegen zu Hause.
Manne Lucha sagt:
Das sind keine Versicherungs·leistungen.
Versicherungs·leistungen sind Hilfe von der Versicherung.
Du bekommst die Hilfe, wenn du krank bist.
Das sind staatliche Aufgaben.
Der Staat muss das Geld bezahlen.
Das Geld soll aus Steuern kommen.
Baden-Württemberg fordert vom Bund:
1. Der Bund soll die vollen Kosten bezahlen.
Das gilt für Kranken·kassen·beiträge.
Das gilt für Menschen mit Bürger·geld.
2. Der Bund soll Steuer·geld nehmen.
Das Geld ist für bestimmte Leistungen.
Das Geld ist für die Pflege·versicherung.
Vor allem für die Renten·beiträge.
Das sind Renten·beiträge von pflegenden Angehörigen.
Manne Lucha sagt:
Die Unter·finanzierung muss aufhören.
Unter·finanzierung bedeutet: Es ist zu wenig Geld da.
Man braucht mehr Geld für wichtige Sachen.
Es geht um die Stabilität.
Es geht um unsere Sozial·versicherungen.
Eine Versicherung hilft dir bei Problemen.
Du zahlst jeden Monat Geld dafür.
Der Bund muss Verantwortung übernehmen.
Der Bund muss jetzt handeln.

Foto: Karin Volz
Stuttgart (kobinet) Die gesetzlichen Krankenkassen und die soziale Pflegeversicherung stehen unter massivem finanziellem Druck. Baden-Württemberg will jetzt gegensteuern: Der Ministerrat hat am 16. Dezember 2025 beschlossen, eine Entschließung in den Bundesrat einzubringen, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, versicherungsfremde Leistungen endlich vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. "Die Beitragsspirale dreht sich immer weiter, und das hat einen klaren Grund: Der Bund kommt seiner Finanzierungsverantwortung nicht nach", sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha. "Es kann nicht sein, dass Versicherte und Arbeitgeber Milliardenlücken stopfen müssen, für die der Bund zuständig ist."
Zum Jahresbeginn erwarten die Krankenkassen einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von über drei Prozent. Das belastet Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner ebenso wie Unternehmen. Besonders schwer wiegt dabei die unzureichende Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehenden. Nach einem Gutachten des IGES-Instituts decken die Bundesbeiträge seit Jahren nur rund 40 Prozent der tatsächlichen Ausgaben. Allein dadurch entsteht den Krankenkassen eine jährliche Deckungslücke von rund zehn Milliarden Euro. „Diese Milliarden fehlen im System – und sie werden über steigende Beiträge auf die Solidargemeinschaft abgewälzt“, so Lucha. „Das ist unsolidarisch und schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die Krankenkassen sehen inzwischen keine andere Möglichkeit mehr und verklagen den Bund wegen der unzureichenden Finanzierung. Gleichzeitig hat die vom Bund eingesetzte FinanzKommission Gesundheit das Thema versicherungsfremde Leistungen erst für Ende 2026 auf die Agenda gesetzt. „So lange können und dürfen wir nicht warten“, betonte Lucha.
Neben der gesetzlichen Krankenversicherung nimmt auch die soziale Pflegeversicherung gesamtgesellschaftliche Aufgaben wahr, ohne dafür einen angemessenen Ausgleich zu erhalten. Dazu zählen etwa die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige. „Das sind keine Versicherungsleistungen, sondern staatliche Aufgaben. Sie müssen aus Steuermitteln finanziert werden“, sagte der Minister.
Mit der Bundesratsinitiative fordert Baden-Württemberg insbesondere:
- eine umgehende, kostendeckende Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbeziehende und
- eine steuerliche Gegenfinanzierung versicherungsfremder Leistungen in der Pflegeversicherung, insbesondere der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige.
„Die dauerhafte Unterfinanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung muss ein Ende haben“, so Lucha. „Es geht um die Stabilität unserer Sozialversicherungen – und um die Frage, wer Verantwortung übernimmt. Der Bund muss jetzt handeln.“

Foto: Karin Volz
Stuttgart (kobinet) Die gesetzlichen Krankenkassen und die soziale Pflegeversicherung stehen unter massivem finanziellem Druck. Baden-Württemberg will jetzt gegensteuern: Der Ministerrat hat am 16. Dezember 2025 beschlossen, eine Entschließung in den Bundesrat einzubringen, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, versicherungsfremde Leistungen endlich vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. "Die Beitragsspirale dreht sich immer weiter, und das hat einen klaren Grund: Der Bund kommt seiner Finanzierungsverantwortung nicht nach", sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha. "Es kann nicht sein, dass Versicherte und Arbeitgeber Milliardenlücken stopfen müssen, für die der Bund zuständig ist."
Zum Jahresbeginn erwarten die Krankenkassen einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von über drei Prozent. Das belastet Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner ebenso wie Unternehmen. Besonders schwer wiegt dabei die unzureichende Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehenden. Nach einem Gutachten des IGES-Instituts decken die Bundesbeiträge seit Jahren nur rund 40 Prozent der tatsächlichen Ausgaben. Allein dadurch entsteht den Krankenkassen eine jährliche Deckungslücke von rund zehn Milliarden Euro. „Diese Milliarden fehlen im System – und sie werden über steigende Beiträge auf die Solidargemeinschaft abgewälzt“, so Lucha. „Das ist unsolidarisch und schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die Krankenkassen sehen inzwischen keine andere Möglichkeit mehr und verklagen den Bund wegen der unzureichenden Finanzierung. Gleichzeitig hat die vom Bund eingesetzte FinanzKommission Gesundheit das Thema versicherungsfremde Leistungen erst für Ende 2026 auf die Agenda gesetzt. „So lange können und dürfen wir nicht warten“, betonte Lucha.
Neben der gesetzlichen Krankenversicherung nimmt auch die soziale Pflegeversicherung gesamtgesellschaftliche Aufgaben wahr, ohne dafür einen angemessenen Ausgleich zu erhalten. Dazu zählen etwa die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige. „Das sind keine Versicherungsleistungen, sondern staatliche Aufgaben. Sie müssen aus Steuermitteln finanziert werden“, sagte der Minister.
Mit der Bundesratsinitiative fordert Baden-Württemberg insbesondere:
- eine umgehende, kostendeckende Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbeziehende und
- eine steuerliche Gegenfinanzierung versicherungsfremder Leistungen in der Pflegeversicherung, insbesondere der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige.
„Die dauerhafte Unterfinanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung muss ein Ende haben“, so Lucha. „Es geht um die Stabilität unserer Sozialversicherungen – und um die Frage, wer Verantwortung übernimmt. Der Bund muss jetzt handeln.“




