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Rettungsfahrten könnten zukünftig Geld kosten

Blaulicht-Lampe auf einem Autodach
Rettungsfahrten müssen für jeden möglich bleiben
Foto: GlauchauCity In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

DÜSSELDORF (kobinet) Tatsache ist, dass die Zahl der Fehlfahrten von Rettungsfahrzeugen deutlich reduziert werden müssen. Dafür braucht es aus Sicht das Sozialverbandes VdK in Nordrhein-Westfalen aber eine klare Definition. Eine solche wird in entsprechenden Anträge im Landtag dieses Bundeslandes bereits diskutiert. Und auch die Krankenkassen müssen dazu mit an den Verhandlungstisch. Der VdK fordert zugleich "schnelle Übergangslösungen", damit die Kosten nicht zulasten der Versicherten gehen.

Die Mitglieder des Sozialverbandes machen sich darüber Sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger, wie in Essen, künftig den Rettungswagen mitfinanzieren müssen. Auch in anderen Kommunen mit angespannter Haushaltslage wächst die Sorge, dass Kosten für sogenannte „Fehlfahrten“ bald den Betroffenen selbst auferlegt werden. „Innerhalb unseres Sozialverbands VdK hat es nach der Entscheidung des Rates der Stadt Essen unter unseren 425.000 Mitgliedern einen regelrechten Aufschrei gegeben“, erklärt Präsident Horst Vöge.

„Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke oder sozial Benachteiligte zögern aus Angst vor der Rechnung, die 112 zu wählen – und riskieren damit, wertvolle Zeit zu verlieren. Das kann im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.“ Es dürfe, so der VdK-Präsident, keine Zweiklassen-Versorgung geben, bei der finanziell besser Gestellte problemlos den Rettungswagen rufen, während ärmere Menschen aus Geldmangel nicht zum Telefon greifen.

Der VdK NRW fordert „schnelle Übergangslösungen“, damit die Kosten nicht zulasten der Versicherten gehen. Horst Vöge betont: „Mittelfristig muss eine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden. Viele VdK-Mitglieder, die zum Beispiel an den Grenzen wohnen, machen sich Sorgen, dass sie je nach Stadt oder Bundesland mit neuen Regelungen konfrontiert werden. Am Ende zählt im Ernstfall jede Sekunde!“