FRANKFURT AM MAIN (kobinet)
Die Kranken-Kassen in Deutschland entscheiden über ihre Preise.
Eine Kranken-Kasse ist eine Versicherung.
Die Kranken-Kasse zahlt für Arzt-Besuche.
Die Preise ändern sich vielleicht im Jahr 2026.
Die meisten Kranken-Kassen haben bald Treffen.
Bei den Treffen wird über die Preise gesprochen.
Die Treffen sind vor Weihnachten.
Thomas Adolph arbeitet bei einem Vergleichs-Portal.
Das ist eine Internet-Seite.
Dort kann man Preise vergleichen.
Das Portal heißt: gesetzlichekrankenkassen.de
Thomas Adolph sagt: Viele Kranken-Kassen erhöhen die Preise nicht.
Das ist neu.
So früh haben noch nie so viele Kassen das gesagt.
Es gibt 94 Kranken-Kassen in Deutschland.
25 Kassen haben schon entschieden.
4 Kassen machen die Preise teurer.
Die Preise steigen um 0,9 bis 1,1 Prozent-Punkte.
Prozent-Punkte bedeutet: So viel von 100 Teilen.
Zum Beispiel: 5 Prozent-Punkte sind 5 von 100 Teilen.
Einige große Kassen ändern die Preise nicht.
Das sind zum Beispiel: AOK PLUS und BARMER und MOBIL.
Diese Kassen haben im Jahr 2025 schon erhöht.
Die Knappschaft ist eine besondere Kranken-Kasse.
Die Knappschaft war bisher am teuersten.
Jetzt senkt die Knappschaft den Preis um 0,1 Prozent-Punkte.
Thomas Adolph sagt: Mindestens die Hälfte erhöht die Preise.
Die Kranken-Kassen müssen schwierige Entscheidungen treffen.
Die Politik will 1,8 Milliarden Euro sparen.
Sparen bedeutet: Man gibt weniger Geld aus.
Man behält mehr Geld übrig.
Das Geld soll bei den Kranken-Häusern gespart werden.
Manche Kassen hoffen: Das klappt bestimmt.
Andere Kassen sind vorsichtig.
Sie denken: Vielleicht klappt das nicht.
Thomas Adolph sagt: Die Auf-Sichts-Behörde hat eine Meinung.
Die Auf-Sichts-Behörde ist ein Amt vom Staat.
Dieses Amt kontrolliert die Kranken-Kassen.
Die Behörde will: Die Kassen sollen hoffen.
Die Kassen sollen glauben: Das Sparen klappt.
Das ist auch für die Versicherten unsicher.
Versicherte bedeutet: Menschen mit einer Kranken-Versicherung.
Vielleicht erhöht deine Kasse jetzt nicht.
Aber: Freue dich nicht zu früh.
Vielleicht klappt das Sparen nicht.
Dann müssen die Kassen später erhöhen.
Viele Experten finden: Das Sparen ist unrealistisch.
Unrealistisch bedeutet: Das klappt wahrscheinlich nicht.
Wenn die Politik das Sparen nicht schafft:
Dann müssen die Kassen stark erhöhen.
Das gilt besonders für Kassen die jetzt nicht erhöhen.
Thomas Adolph stellt eine wichtige Frage:
Wie sollen die Kassen planen?
Die Kassen wissen nicht: Kommt die Entlastung?
Entlastung bedeutet: Die Kassen müssen weniger bezahlen.
Es wird leichter für die Kassen.
Die Experten sind sich sicher:
Die Preise werden immer wieder ändern.
Thomas Adolph macht sich Sorgen um die Zukunft.
Er sagt: Die Regierung macht keine echten Reformen.
Reform bedeutet: Man ändert wichtige Regeln.
Man will etwas besser machen.
Die Regierung will nicht.
Oder die Regierung kann nicht.
Das Problem mit den Beiträgen wird nicht schnell gelöst.
Beitrag bedeutet: Man zahlt Geld.
Zum Beispiel für eine Versicherung.
Thomas Adolph ist pessimistisch.
Pessimistisch bedeutet: Er glaubt nicht an gute Lösungen.

Foto: Irina Tischer
FRANKFURT AM MAIN (kobinet) Wie sich im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen entwickeln werden wird sich erst in den nächsten Tages zeigen. Traditionell haben alle großen Krankenkassen in der letzten Woche vor Weihnachten ihre Verwaltungsratssitzungen, in denen die Beiträge beschlossen werden. Denn: "Noch nie hatten wir so früh so viele Mitteilungen von Krankenkassen, dass sie NICHT erhöhen werden", weiß Thomas Adolph, Geschäftsführer des unabhängigen Vergleichsportals "gesetzlichekrankenkassen.de".
„25 von derzeit 94 Kassen haben sich bereits hervorgewagt“, so Thomas Adolph. „Von immerhin vier Kassen wissen wir, dass sie um zwischen 0,9 und 1,1 Prozentpunkten erhöhen. Einige große Krankenkassen wie die AOK PLUS, BARMER und MOBIL wollen ihre Beiträge stabil halten. Allerdings hatten diese bereits 2025 besonders drastisch erhöht. Und eine Krankenkasse – die bislang teuerste Kasse: die Knappschaft – senkt ihren Beitrag sogar um 0,1 Prozentpunkte“. Das bedeute aber auch, rechnet Geschäftsführer Adolph vor, dass mindestens die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen werden.
So folgen die Verwaltungsräte der Krankenkassen derzeit nach Thomas Adolphs Worten entweder dem Prinzip Hoffnung (die Einsparungen von 1,8 Mrd. Euro in den Kliniken kommen schon) oder dem Prinzip Vorsicht (sicherheitshalber rechnen wir mal nicht damit). „Aktuell zeigt sich, dass die Aufsichtsbehörde den Kassen nicht nur gestattet, sondern sogar von ihnen erwartet, dass sie auf das Prinzip Hoffnung setzen“, beobachtet Thomas Adolph.
Für Versicherte bedeutet dies ebenfalls Unsicherheit: Erhöht die eigene Krankenkasse derzeit nicht, sollte die Freude nicht zu groß ausfallen. Denn können die von der Politik geplanten Einsparungen in den Krankenhäusern – die als unrealistisch bewertet werden – nicht im kommenden Jahr umgesetzt werden, werden wahrscheinlich die Krankenkassen, die jetzt nicht oder nur moderat erhöhen, zu starken Anpassungen gezwungen sein.
„Wie planen, wenn man nicht weiß, ob und welche Entlastungen kommen?“, fragt Thomas Adolph stellvertretend für die Krankenkassen. Den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes wird ein Beitragssatz-Jo-Jo kaum erspart bleiben, sind sich die Expertinnen und Experten des unabhängigen Vergleichsportals sicher. „Nachdem sich jeden Tag die Unwilligkeit oder Unfähigkeit der Regierungskoalition zu echten Reformen in erschreckender Form zeigt, ist mit Blick auf die Frage der Beitragssätze den gesetzlichen Krankenkassen kaum mit einer schnellen Lösung des Problems zu rechnen“, blickt Thomas Adolph ehr pessimistisch in die Zukunft – beziehungsweise realistisch.

Foto: Irina Tischer
FRANKFURT AM MAIN (kobinet) Wie sich im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen entwickeln werden wird sich erst in den nächsten Tages zeigen. Traditionell haben alle großen Krankenkassen in der letzten Woche vor Weihnachten ihre Verwaltungsratssitzungen, in denen die Beiträge beschlossen werden. Denn: "Noch nie hatten wir so früh so viele Mitteilungen von Krankenkassen, dass sie NICHT erhöhen werden", weiß Thomas Adolph, Geschäftsführer des unabhängigen Vergleichsportals "gesetzlichekrankenkassen.de".
„25 von derzeit 94 Kassen haben sich bereits hervorgewagt“, so Thomas Adolph. „Von immerhin vier Kassen wissen wir, dass sie um zwischen 0,9 und 1,1 Prozentpunkten erhöhen. Einige große Krankenkassen wie die AOK PLUS, BARMER und MOBIL wollen ihre Beiträge stabil halten. Allerdings hatten diese bereits 2025 besonders drastisch erhöht. Und eine Krankenkasse – die bislang teuerste Kasse: die Knappschaft – senkt ihren Beitrag sogar um 0,1 Prozentpunkte“. Das bedeute aber auch, rechnet Geschäftsführer Adolph vor, dass mindestens die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen werden.
So folgen die Verwaltungsräte der Krankenkassen derzeit nach Thomas Adolphs Worten entweder dem Prinzip Hoffnung (die Einsparungen von 1,8 Mrd. Euro in den Kliniken kommen schon) oder dem Prinzip Vorsicht (sicherheitshalber rechnen wir mal nicht damit). „Aktuell zeigt sich, dass die Aufsichtsbehörde den Kassen nicht nur gestattet, sondern sogar von ihnen erwartet, dass sie auf das Prinzip Hoffnung setzen“, beobachtet Thomas Adolph.
Für Versicherte bedeutet dies ebenfalls Unsicherheit: Erhöht die eigene Krankenkasse derzeit nicht, sollte die Freude nicht zu groß ausfallen. Denn können die von der Politik geplanten Einsparungen in den Krankenhäusern – die als unrealistisch bewertet werden – nicht im kommenden Jahr umgesetzt werden, werden wahrscheinlich die Krankenkassen, die jetzt nicht oder nur moderat erhöhen, zu starken Anpassungen gezwungen sein.
„Wie planen, wenn man nicht weiß, ob und welche Entlastungen kommen?“, fragt Thomas Adolph stellvertretend für die Krankenkassen. Den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes wird ein Beitragssatz-Jo-Jo kaum erspart bleiben, sind sich die Expertinnen und Experten des unabhängigen Vergleichsportals sicher. „Nachdem sich jeden Tag die Unwilligkeit oder Unfähigkeit der Regierungskoalition zu echten Reformen in erschreckender Form zeigt, ist mit Blick auf die Frage der Beitragssätze den gesetzlichen Krankenkassen kaum mit einer schnellen Lösung des Problems zu rechnen“, blickt Thomas Adolph ehr pessimistisch in die Zukunft – beziehungsweise realistisch.




