Bonn (kobinet)
Die Wirtschaft hatte viele Probleme.
Das war in den letzten Jahren so.
Wirtschaft bedeutet: Menschen kaufen und verkaufen Sachen mit Geld.
Die Probleme sind schlecht für Menschen mit Behinderung.
Menschen mit Behinderung finden schwerer Arbeit.
Immer mehr Menschen mit Behinderung haben keine Arbeit.
Das ist eine große Krise.
Eine Krise ist eine gefährliche Lage mit vielen Problemen.
Die Krise wird nicht besser.
Es gibt ein Gesetz in Deutschland.
Ein Gesetz ist eine Regel in der Politik.
Das Gesetz sagt: Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
5 von 100 Mit-Arbeitern sollen eine Behinderung haben.
Viele Firmen halten sich nicht an das Gesetz.
Weniger Menschen mit Behinderung arbeiten in Firmen.
Das ist ein großes Problem.
Die Aktion Mensch hat eine Studie gemacht.
Eine Studie ist eine Untersuchung.
Forscher wollen etwas genau wissen.
Sie sammeln viele Informationen.
Dann schreiben sie auf, was sie herausgefunden haben.
Die Studie heißt: Inklusions-Barometer Arbeit.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Die Studie zeigt: Die Situation wird schlechter.
Viele Menschen mit Behinderung haben keine Arbeit
Im Jahr 2024 hatten viele Menschen keine Arbeit.
Das waren Menschen mit Behinderung.
Fast 12 von 100 Menschen hatten keine Arbeit.
Das sind mehr als im Jahr davor.
Im Oktober 2025 waren es noch mehr.
Über 185.000 Menschen hatten keine Arbeit.
Das ist sehr viel.
Christina Marx arbeitet bei der Aktion Mensch.
Sie sagt: Das ist eine schlimme Entwicklung.
Menschen mit Behinderung finden schwerer einen Job.
Menschen ohne Behinderung finden leichter Arbeit.
Das ist nicht gerecht.
Firmen stellen zu wenige Menschen ein
Viele Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
Das steht im Gesetz.
Aber viele Firmen machen das nicht.
Mehr als 1 von 4 Firmen hat keine Mit-Arbeiter mit Behinderung.
Das ist gegen das Gesetz.
Die Beschäftigungs-Quote ist gesunken.
Die Beschäftigungs-Quote zeigt: Wie viele Menschen haben Arbeit?
Die Zahl wird in Prozent angegeben.
Eine hohe Quote bedeutet: Viele Menschen arbeiten.
Die Quote soll bei 5 Prozent sein.
Prozent ist eine Zahl mit dem Zeichen: %.
100 Prozent bedeutet: das Ganze.
50 Prozent bedeutet: die Hälfte.
Jetzt ist sie bei 4,4 Prozent.
Das ist der niedrigste Wert seit vielen Jahren.
Inklusion ist gut für Firmen
Christina Marx sagt: Inklusion ist wichtig.
Inklusion hilft auch den Firmen.
Teams mit verschiedenen Menschen arbeiten besser.
Sie haben mehr Ideen.
Sie können besser mit Problemen umgehen.
Es gibt viele Hilfen für Firmen.
Firmen können Geld bekommen.
Sie können Beratung bekommen.
Die Hilfen machen es leichter.
Dann können Firmen Menschen mit Behinderung einstellen.
Aber die Firmen müssen die Hilfen nutzen.
Mehr Informationen
Große Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
Das gilt für Firmen ab 20 Mit-Arbeitern.
5 von 100 Arbeits-Plätzen sollen an Menschen mit Behinderung gehen.
Mehr Informationen gibt es hier: www.aktion-mensch.de/inklusionsbarometer
Was ist das Inklusions-Barometer Arbeit?
Seit 2013 gibt es das Inklusions-Barometer Arbeit.
Ein Barometer ist ein Mess-Gerät.
Es zeigt, wie etwas ist.
Beim Inklusions-Barometer zeigt es: Wie gut ist die Inklusion?
Die Aktion Mensch macht diese Studie.
Sie macht die Studie jedes Jahr.
Die Studie untersucht: Wie geht es Menschen mit Behinderung bei der Arbeit?
Die Studie nutzt Zahlen von der Bundes-Agentur für Arbeit.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft bei der Job-Suche.
Sie zahlt auch Arbeits-Losen-Geld.
Die Abkürzung ist: BA.
Es gibt sie in ganz Deutschland.
Die Studie zeigt Probleme auf.
Sie zeigt auch: Was muss besser werden?
So kann man Inklusion verbessern.
Wie ist die Situation in Hessen?
Der Hessische Rundfunk hat einen Bericht geschrieben.
Der Bericht ist über Menschen mit Behinderung in Hessen.
Der Bericht zeigt: Wie finden Menschen mit Behinderung Arbeit?
Den Bericht können Sie hier lesen: Link zum Bericht vom Hessischen Rundfunk

Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Die wirtschaftlichen Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit haben die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung in eine dauerhafte Krise gestürzt: Die Arbeitslosenzahlen wie auch die Arbeitslosenquote haben sich im vergangenen Jahr erneut erhöht, in deutlichem Ausmaß. Gleichzeitig hat sich die Beschäftigungsquote nicht nur weiter von der gesetzlich verankerten Fünf-Prozent-Vorgabe entfernt, sie ist gar auf den niedrigsten Wert seit Erscheinen des ersten Inklusionsbarometers gesunken. Die aktuelle Arbeitsmarktstudie der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes belegt eine drastische Verschlechterung der Lage – mit düsterem Ausblick, denn die Anzahl an arbeitslosen Menschen mit Behinderung steigt im laufenden Jahr weiter an.
Von einer Krise zur nächsten: Situation spitzt sich weiter zu
Die vielen Belastungen der vergangenen Jahre – von der Corona-Pandemie über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hin zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels – hinterlassen auch auf dem Arbeitsmarkt deutliche Spuren. So zog die Arbeitslosenquote unter Menschen mit Behinderung im vergangenen Jahr an und liegt bei nunmehr fast zwölf Prozent. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung – um nahezu sechs Prozent auf einen Jahresdurchschnitt von 175.236. Und der Scheitelpunkt ist längst nicht erreicht: Im Oktober des laufenden Jahres waren bereits rund 185.400 Menschen mit Behinderung ohne Anstellung, knapp fünf Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch zur Veröffentlichung des Inklusionsbarometer Arbeit am 29. November 2025 heißt.
Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, zeigte sich besorgt: „Der Missstand verfestigt sich weiter; wir sehen uns mit einem drastischen Rückschlag für die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Es ist zu befürchten, dass es viele Jahre dauern und massive Anstrengungen erfordern wird, um diese Krise zu überwinden.“ Denn: Menschen mit Behinderung finden deutlich schwerer aus der Arbeitslosigkeit heraus. Die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2024 auf unter drei Prozent, während sie bei Menschen ohne Behinderung bei über sechs Prozent verblieb – sie haben damit eine mehr als doppelt so hohe Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, als ihre Mitbewerber*innen mit Behinderung.
Beschäftigungsquote sinkt auf neuen Tiefststand
Auch die gesamtwirtschaftliche Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung spiegelt die besorgniserregende Lage wider: Der Abstand zu dem vorgeschriebenen Fünf-Prozent-Anteil hat sich im vergangenen Jahr erneut vergrößert – mit 4,4 Prozent sank die Quote auf den niedrigsten Stand seit der ersten Ausgabe des Inklusionsbarometers im Jahr 2013. Dabei stieg gleichzeitig die Anzahl an Unternehmen, die unter die Beschäftigungspflicht fallen, auf nun 180.359 – und damit auch die Anzahl an Arbeitsplätzen für Arbeitnehmer*innen mit Behinderung, die es qua Gesetz zu besetzen gilt. Konkret bedeutet dies: Trotz Verpflichtung beschäftigt mehr als jedes vierte Unternehmen keinerlei Menschen mit Behinderung, weitere 35 Prozent tun dies nur in Teilen, berichtet die Aktion Mensch.
Inklusion als Chance und Erfolgsfaktor begreifen
Insgesamt hat die Bereitschaft der Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen und dauerhaft zu beschäftigen, also weiter nachgelassen. Doch Christina Marx weiß um die Chancen, die Arbeitgeber*innen nicht ausschöpfen, und betont: „Inklusion ist in diesen disruptiven Zeiten nicht etwa eine zusätzliche Belastung – sie ist ein Potenzial, das Unternehmen gerade jetzt widerstands- und zukunftsfähiger macht. Vielfältige Teams arbeiten häufig nicht nur kreativer und innovativer, sondern reagieren auch resilienter auf Veränderungen. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit und des vielfach noch immer herrschenden Fachkräftemangels ist Inklusion längst ein strategischer Erfolgsfaktor.“
Zahlreiche Angebote unterstützen Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung einzustellen und zu beschäftigen: Von finanziellen Förderungen über Beratungsprogramme hin zu praktischen Hilfen bei der barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung. Die Potenziale sind vorhanden – sie müssen aber auch genutzt werden.
Unternehmen mit 20 Mitarbeiter*innen und mehr sind gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vergeben.
Weitere Informationen gibt’s unter www.aktion-mensch.de/inklusionsbarometer
Über das Inklusionsbarometer Arbeit
Seit 2013 erstellt das Handelsblatt Research Institute in Kooperation mit der Aktion Mensch jährlich das Inklusionsbarometer Arbeit. Basierend auf den jüngsten statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Integrationsämter werden zehn Teilindikatoren ausgewertet. Diese geben Auskunft über den aktuellen Grad der Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Ansatzpunkte zu identifizieren, mit deren Hilfe Inklusion vorangetrieben werden kann.
Beschäftigungssituation in Hessen
Wie sich die Situation für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Hessen darstellt, skizziert der Hessische Rundfunk in einem von ihm veröffentlichten Bericht.

Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Die wirtschaftlichen Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit haben die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung in eine dauerhafte Krise gestürzt: Die Arbeitslosenzahlen wie auch die Arbeitslosenquote haben sich im vergangenen Jahr erneut erhöht, in deutlichem Ausmaß. Gleichzeitig hat sich die Beschäftigungsquote nicht nur weiter von der gesetzlich verankerten Fünf-Prozent-Vorgabe entfernt, sie ist gar auf den niedrigsten Wert seit Erscheinen des ersten Inklusionsbarometers gesunken. Die aktuelle Arbeitsmarktstudie der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes belegt eine drastische Verschlechterung der Lage – mit düsterem Ausblick, denn die Anzahl an arbeitslosen Menschen mit Behinderung steigt im laufenden Jahr weiter an.
Von einer Krise zur nächsten: Situation spitzt sich weiter zu
Die vielen Belastungen der vergangenen Jahre – von der Corona-Pandemie über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hin zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels – hinterlassen auch auf dem Arbeitsmarkt deutliche Spuren. So zog die Arbeitslosenquote unter Menschen mit Behinderung im vergangenen Jahr an und liegt bei nunmehr fast zwölf Prozent. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung – um nahezu sechs Prozent auf einen Jahresdurchschnitt von 175.236. Und der Scheitelpunkt ist längst nicht erreicht: Im Oktober des laufenden Jahres waren bereits rund 185.400 Menschen mit Behinderung ohne Anstellung, knapp fünf Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch zur Veröffentlichung des Inklusionsbarometer Arbeit am 29. November 2025 heißt.
Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, zeigte sich besorgt: „Der Missstand verfestigt sich weiter; wir sehen uns mit einem drastischen Rückschlag für die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Es ist zu befürchten, dass es viele Jahre dauern und massive Anstrengungen erfordern wird, um diese Krise zu überwinden.“ Denn: Menschen mit Behinderung finden deutlich schwerer aus der Arbeitslosigkeit heraus. Die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2024 auf unter drei Prozent, während sie bei Menschen ohne Behinderung bei über sechs Prozent verblieb – sie haben damit eine mehr als doppelt so hohe Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, als ihre Mitbewerber*innen mit Behinderung.
Beschäftigungsquote sinkt auf neuen Tiefststand
Auch die gesamtwirtschaftliche Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung spiegelt die besorgniserregende Lage wider: Der Abstand zu dem vorgeschriebenen Fünf-Prozent-Anteil hat sich im vergangenen Jahr erneut vergrößert – mit 4,4 Prozent sank die Quote auf den niedrigsten Stand seit der ersten Ausgabe des Inklusionsbarometers im Jahr 2013. Dabei stieg gleichzeitig die Anzahl an Unternehmen, die unter die Beschäftigungspflicht fallen, auf nun 180.359 – und damit auch die Anzahl an Arbeitsplätzen für Arbeitnehmer*innen mit Behinderung, die es qua Gesetz zu besetzen gilt. Konkret bedeutet dies: Trotz Verpflichtung beschäftigt mehr als jedes vierte Unternehmen keinerlei Menschen mit Behinderung, weitere 35 Prozent tun dies nur in Teilen, berichtet die Aktion Mensch.
Inklusion als Chance und Erfolgsfaktor begreifen
Insgesamt hat die Bereitschaft der Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen und dauerhaft zu beschäftigen, also weiter nachgelassen. Doch Christina Marx weiß um die Chancen, die Arbeitgeber*innen nicht ausschöpfen, und betont: „Inklusion ist in diesen disruptiven Zeiten nicht etwa eine zusätzliche Belastung – sie ist ein Potenzial, das Unternehmen gerade jetzt widerstands- und zukunftsfähiger macht. Vielfältige Teams arbeiten häufig nicht nur kreativer und innovativer, sondern reagieren auch resilienter auf Veränderungen. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit und des vielfach noch immer herrschenden Fachkräftemangels ist Inklusion längst ein strategischer Erfolgsfaktor.“
Zahlreiche Angebote unterstützen Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung einzustellen und zu beschäftigen: Von finanziellen Förderungen über Beratungsprogramme hin zu praktischen Hilfen bei der barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung. Die Potenziale sind vorhanden – sie müssen aber auch genutzt werden.
Unternehmen mit 20 Mitarbeiter*innen und mehr sind gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vergeben.
Weitere Informationen gibt’s unter www.aktion-mensch.de/inklusionsbarometer
Über das Inklusionsbarometer Arbeit
Seit 2013 erstellt das Handelsblatt Research Institute in Kooperation mit der Aktion Mensch jährlich das Inklusionsbarometer Arbeit. Basierend auf den jüngsten statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Integrationsämter werden zehn Teilindikatoren ausgewertet. Diese geben Auskunft über den aktuellen Grad der Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Ansatzpunkte zu identifizieren, mit deren Hilfe Inklusion vorangetrieben werden kann.
Beschäftigungssituation in Hessen
Wie sich die Situation für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Hessen darstellt, skizziert der Hessische Rundfunk in einem von ihm veröffentlichten Bericht.




