HANNOVER (kobinet)
Der Bundes-Rat hat gestern entschieden.
Es geht um ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: BEEP.
BEEP bedeutet: Befugnis-Erweiterung und Ent-Bürokratisierung in der Pflege.
Befugnis bedeutet: Man darf etwas tun.
Man hat die Erlaubnis dafür.
Bürokratie bedeutet: Viele Regeln und Formulare.
Oft dauert alles sehr lange.
Der Bundes-Rat will etwas.
Ein Vermittlungs-Ausschuss soll über das Gesetz sprechen.
Der Vermittlungs-Ausschuss ist eine Gruppe.
In der Gruppe sind Politiker.
Die Gruppe hilft bei Streit.
Der Streit ist zwischen Bundes-Tag und Bundes-Rat.
Sie suchen eine Lösung.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von gewählten Menschen.
Sie vertreten die Menschen in Deutschland.
Der Bundes-Rat vertritt die 16 Bundes-Länder.
Die Mitglieder entscheiden über Gesetze mit.
Andreas Philippi ist Gesundheits-Minister.
Er arbeitet in Niedersachsen.
Er findet Teile vom Gesetz nicht gut.
Er sagt: Der Vermittlungs-Ausschuss soll das Gesetz prüfen.
Das ist richtig so.
Die Bundes-Regierung will helfen.
Sie will die Kranken-Kassen entlasten.
Entlasten bedeutet: Jemandem weniger Arbeit geben.
Oder weniger Sorgen machen.
Die Person hat es dann leichter.
Die Entlastung soll 2 Milliarden Euro sein.
Das Geld soll von den Kranken-Häusern kommen.
Ein Kranken-Haus ist ein Ort.
Dort werden kranke Menschen behandelt.
Ärzte und Pfleger arbeiten dort.
Die Kranken-Häuser müssen 1,8 Milliarden Euro sparen.
Minister Philippi findet das seltsam.
Die Kranken-Häuser haben jetzt schon Geld-Probleme.
Sie machen sich Sorgen um ihre Zukunft.
Auch die Bundes-Länder machen sich Sorgen.
Sie fragen sich: Können wir Menschen gut versorgen?
Auf dem Land wird das schwierig.
Minister Philippi kritisiert die Bundes-Regierung.
Er sagt: Die Bundes-Regierung macht das oft so.
Erst gibt es gute Gesetzes-Ideen.
Dann kommen kurz vor der Abstimmung neue Dinge dazu.
Abstimmung bedeutet: Mehrere Menschen entscheiden zusammen etwas.
Diese neuen Dinge sind oft schwierig.
Man braucht mehr Zeit zum Besprechen.
Die Bundes-Länder müssen dann schnell zustimmen.
Oder die Bundes-Länder werden kritisiert.
Man sagt dann: Die Bundes-Länder verzögern alles.
Verzögern bedeutet: Etwas dauert länger.
Etwas passiert später.
Man muss länger warten.
Das passiert jetzt wieder.
Das Gesetz zur Pflege ist gut.
Aber kurz vor der Abstimmung kam ein neues Thema.
Es geht um Geld für die Kranken-Kassen.
Finanzierung bedeutet: Wie bezahlt man etwas.
Woher kommt das Geld dafür.
Minister Philippi sagt etwas.
Die Kranken-Kassen brauchen finanzielle Stabilität.
Finanzielle Stabilität bedeutet: Man hat genug Geld.
Das Geld reicht für wichtige Sachen.
Man kann alle Rechnungen bezahlen.
Das ist verständlich.
Aber die Kranken-Häuser dürfen nicht alles bezahlen.
Geld verschieben hilft nicht.
Das löst die Probleme nicht.
Man braucht Reformen.
Reformen bedeutet: Man ändert etwas.
Man will etwas besser machen.
Zum Beispiel: Ein Gesetz wird geändert.
Nur Reformen lösen die Probleme.
Patienten müssen besser geleitet werden.
Man muss sprechen: Welche Leistungen können wir anbieten?
Und: Wie viele Leistungen können wir anbieten?
Die Qualität darf nicht schlechter werden.
Die Versorgung muss gut bleiben.
Minister Philippi fordert etwas.
Der Vermittlungs-Ausschuss muss schnell eine Lösung finden.
Die Lösung darf nicht nur Kranken-Häuser belasten.
Das wäre ungerecht.

Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
HANNOVER (kobinet) In seiner gestrigen Sitzung hat der Bundesrat den Vermittlungsausschuss zum Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) angerufen. Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi kritisiert den Gesetzesentwurf an einer Stelle deutlich und begrüßt die Anrufung des Vermittlungsauschusses. Der Bund plant mit diesem Gesetz, die Krankenkassen in Höhe von zwei Milliarden Euro zu entlasten und diese Entlastung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro durch Einsparungen allein bei den Krankenhäusern zu finanzieren. Diese Planungen – die auf dem Streichen der sogenannten Meistbegünstigungsklausel beruhen - müssen, nach den Worten des Ministers, zumindest verwundern. Sie verstärken die Sorgen in den Krankenhäusern auf ein dauerhaft wirtschaftliches Auskommen und in den Ländern auf eine gesicherte gesundheitliche Versorgung, gerade in der Fläche.
Minister Philippi erklärte in dem Zusammenhang: „Wieder einmal werden wir Zeugen einer unbefriedigenden Vorgehensweise, derer sich Bundesregierungen immer mal wieder bedienen: an wichtige und sehr begrüßenswerte gesetzliche Regelungen werden auf den letzten parlamentarischen Metern unbequeme Inhalte ergänzt, die eigentlich einer gründlicheren Diskussion auf allen Ebenen bedürften. Und die Länder dürfen dann diese Kröte schlucken oder sie setzen sich dem Vorwurf der Verzögerung aus. Eben dieses droht auch mit dem vorliegenden Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, an das kurz vor der Beschlussfassung im Bundestag noch die nicht gerade triviale Problematik der Krankenkassenfinanzen – in Rede des Zusatzbeitrages – mal eben so angedockt wird.“
Minister Philippi betonte, dass es zu einer finanziellen Beitragsstabilität kommen müssen und zugleich die finanziellen Sorgen der Krankenkassen in diesem Zusammenhang auch gut nachzuvollziehen sind. „Dies darf jedoch nicht allein auf dem Rücken der stationären Versorgung geschehen“, so Andreas Philippi. „Umschichtungen von einer Tasche in die andere lösen die bestehenden Probleme in keiner Weise“. Dies gelingt, wie der Minister betont, nur über Reformen, eine bessere Steuerung von Patientinnen und Patienten sowie eine Diskussion darüber, welche Leistungen in welchem Umfang angeboten werden können. „Zur Lösung dieser Probleme darf es aber Qualitätseinbußen in der Gesundheitsversorgung und damit letztlich bei den Patientinnen und Patienten nicht geben. Es muss durch den Vermittlungsausschuss eine schnelle Lösung geben, die nicht einseitig zulasten der Krankenhäuser geht“, so Minister Philippi.

Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
HANNOVER (kobinet) In seiner gestrigen Sitzung hat der Bundesrat den Vermittlungsausschuss zum Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) angerufen. Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi kritisiert den Gesetzesentwurf an einer Stelle deutlich und begrüßt die Anrufung des Vermittlungsauschusses. Der Bund plant mit diesem Gesetz, die Krankenkassen in Höhe von zwei Milliarden Euro zu entlasten und diese Entlastung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro durch Einsparungen allein bei den Krankenhäusern zu finanzieren. Diese Planungen – die auf dem Streichen der sogenannten Meistbegünstigungsklausel beruhen - müssen, nach den Worten des Ministers, zumindest verwundern. Sie verstärken die Sorgen in den Krankenhäusern auf ein dauerhaft wirtschaftliches Auskommen und in den Ländern auf eine gesicherte gesundheitliche Versorgung, gerade in der Fläche.
Minister Philippi erklärte in dem Zusammenhang: „Wieder einmal werden wir Zeugen einer unbefriedigenden Vorgehensweise, derer sich Bundesregierungen immer mal wieder bedienen: an wichtige und sehr begrüßenswerte gesetzliche Regelungen werden auf den letzten parlamentarischen Metern unbequeme Inhalte ergänzt, die eigentlich einer gründlicheren Diskussion auf allen Ebenen bedürften. Und die Länder dürfen dann diese Kröte schlucken oder sie setzen sich dem Vorwurf der Verzögerung aus. Eben dieses droht auch mit dem vorliegenden Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, an das kurz vor der Beschlussfassung im Bundestag noch die nicht gerade triviale Problematik der Krankenkassenfinanzen – in Rede des Zusatzbeitrages – mal eben so angedockt wird.“
Minister Philippi betonte, dass es zu einer finanziellen Beitragsstabilität kommen müssen und zugleich die finanziellen Sorgen der Krankenkassen in diesem Zusammenhang auch gut nachzuvollziehen sind. „Dies darf jedoch nicht allein auf dem Rücken der stationären Versorgung geschehen“, so Andreas Philippi. „Umschichtungen von einer Tasche in die andere lösen die bestehenden Probleme in keiner Weise“. Dies gelingt, wie der Minister betont, nur über Reformen, eine bessere Steuerung von Patientinnen und Patienten sowie eine Diskussion darüber, welche Leistungen in welchem Umfang angeboten werden können. „Zur Lösung dieser Probleme darf es aber Qualitätseinbußen in der Gesundheitsversorgung und damit letztlich bei den Patientinnen und Patienten nicht geben. Es muss durch den Vermittlungsausschuss eine schnelle Lösung geben, die nicht einseitig zulasten der Krankenhäuser geht“, so Minister Philippi.




