BAD KREUZNACH (kobinet)
Die Stiftung Kreuz-Nacher Diakonie hat Werk-Stätten.
In den Werk-Stätten arbeiten Menschen mit Behinderungen.
Eine Gruppe ist zu einem alten KZ gefahren.
Das KZ heißt: Ost-Hofen.
KZ ist kurz für: Konzentrations-Lager.
Ein Konzentrations-Lager war ein Gefängnis von den Nazis.
Dort wurden Menschen gequält und getötet.
Die Gruppe wollte wichtige Fragen klären.
Zum Beispiel:
Warum hat niemand etwas dagegen getan?
Wie konnte das passieren?
Das KZ Ost-Hofen war sehr früh da.
Es war eines der ersten KZ.
Die National-Sozialisten haben es 1933 gebaut.
National-Sozialismus ist eine schlimme Welt-Ansicht.
National-Sozialisten hassen andere Menschen-Gruppen.
Die National-Sozialisten haben vor vielen Jahren in Deutschland regiert.
Sie haben sehr viele schlimme Dinge getan.
Das war direkt nach ihrer Macht-Übernahme.
Macht-Übernahme bedeutet: Eine Gruppe bekommt die Kontrolle.
Die Gruppe bestimmt dann über ein Land.
Der Besuch war wichtig für politische Bildung.
Politische Bildung bedeutet: Menschen lernen über Politik.
Sie lernen zum Beispiel: Wie funktioniert ein Land?
Wie kann ich mit-bestimmen?
Warum sind Wahlen wichtig?
Das Thema war: National-Sozialismus.
Es ging um: Verfolgung von Minderheiten.
Verfolgung bedeutet: Menschen werden gejagt.
Sie werden bedroht oder verletzt.
Das passiert oft wegen ihrer Religion.
Oder wegen ihrer Herkunft.
Verfolgung ist verboten und sehr schlimm.
Minderheiten bedeutet: Kleine Gruppen von Menschen.
Diese Gruppen sind anders als die meisten Menschen.
Zum Beispiel: Sie sprechen eine andere Sprache.
Oder sie haben eine andere Religion.
Zwei Guides haben die Gruppe empfangen.
Guides sind Führer durch die Ausstellung.
Sie sind extra geschult für das Thema.
Sie haben behutsam erklärt.
Behutsam bedeutet: vorsichtig und rücksichts-voll.
Die Gruppe hat viel gelernt.
Zum Beispiel: Was war das KZ Ost-Hofen?
Wie war der Alltag im National-Sozialismus?
Welche Menschen waren dort gefangen?
Warum waren sie gefangen?
Was ist dort passiert?
Die Gruppe war sehr beeindruckt.
Sie hat gelernt:
Menschen-Rechte können schnell weg sein.
Menschen-Rechte bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Diese Rechte gelten überall auf der Welt.
Ausgrenzung kann schnell passieren.
Mobbing bedeutet: Jemand wird absichtlich verletzt durch gemeine Worte.
Das ist seelische Gewalt.
Ausgrenzung ist eine Form von Mobbing.
Ausgrenzung bedeutet: Menschen werden ausgeschlossen.
Gewalt kann schnell kommen.
Es gab einen Bilder-Treff.
Dort hat die Gruppe alte Fotos angeschaut.
Die Fotos waren aus dem Jahr 1933.
Sie zeigten den Alltag im KZ.
Die Gruppe hat die Fotos gemeinsam besprochen.
Die Gruppe war nicht nur Zu-Hörer.
Sie hat selbst geforscht.
Sie hat selbst heraus-gefunden: Was ist passiert?
Das war sehr wichtig.
Danach ist die Gruppe durch das KZ gegangen.
Sie haben gesehen: Wie lebten die Gefangenen?
Die Gefangenen mussten sehr schwer leben.
Das wurde genau erklärt.
Am Ende gab es 4 Erinnerungs-Kisten.
Eine Erinnerungs-Kiste ist eine Box.
In der Box sind besondere Sachen drin.
Die Sachen erinnern dich an wichtige Zeiten.
Zum Beispiel: Fotos oder Briefe oder kleine Geschenke.
Die Gruppe hat sich in kleine Gruppen geteilt.
Jede Gruppe hat eine Kiste geöffnet.
In den Kisten waren Sachen von den Gefangenen.
Zum Beispiel: Briefe, Fotos, Alltags-Sachen.
Jede kleine Gruppe hat eine Präsentation gemacht.
Ein Vortrag ist eine Rede vor anderen Menschen.
Der Sprecher stellt ein Thema vor das er gut kennt.
Präsentation ist ein anderes Wort für Vortrag.
Sie haben den anderen erklärt:
Was haben wir gefunden?
Was haben wir über die Gefangenen gelernt?
Die Gruppe ist zurück-gefahren.
Sie hatten viele Eindrücke.
Eindrücke sind: Was man gesehen und gelernt hat.
In den nächsten Tagen haben sie viel darüber geredet.
Sie haben im Alltag darüber gesprochen.

Foto: Oliver Hammes
BAD KREUZNACH (kobinet) Der Bereich Berufliche Bildung in den Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen der Stiftung kreuznacher diakonie ist mit einer Gruppe Beschäftigter in das frühere KZ Osthofen gefahren, um Antworten auf solche wichtige Fragen zu erhalten wie: "Warum hat niemand etwas dagegen getan? Wie konnte das passieren?" Dieses Konzentrationslager gehörte damals zu den ersten Konzentrationslagern, die das NS-Regime 1933 direkt nach der Machtübernahme eingerichtet hatte. Solche und andere Besuche dienen dazu, politische Bildung und Zusammenhänge zu vermitteln. An diesem Tag stand das Thema "Nationalsozialismus und die Verfolgung von Minderheiten" im Mittelpunkt.
Zwei speziell geschulte Guides empfingen die Beschäftigten, um sie behutsam an das schwierige Thema heranzuführen: „Was war das KZ Osthofen überhaupt? Wie sah der Alltag im Nationalsozialismus aus? Welche Menschen wurden dort gefangen gehalten und warum? Was geschah in diesen KZ? Besonders beeindruckend für die Gruppe war die Erkenntnis, wie schnell Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden können und welche Mechanismen der Ausgrenzung und Gewalt damals wirksam waren.
Beim „Bildertreff“ wurden historische Fotografien aus dem Jahr 1933 und Aufnahmen aus dem Alltag im KZ gemeinsam besprochen. Mit diesem Konzept sind die Teilnehmer nicht nur Zuhörer. Sie erschließen sich selbst, was damals geschehen ist. Anschließend gingen die Beschäftigten durch das ehemalige Konzentrationslager Osthofen. Dabei wurde geschildert, wie dort die Inhaftierten leben mussten.
Zum Abschluss der Exkursion wurden vier „Erinnerungskisten“ präsentiert. In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmenden die Kisten öffnen und die darin enthaltenen Gegenstände – wie Briefe, Fotos oder Alltagsgegenstände der Insassen – erkunden. Jede Gruppe bereitete anschließend eine kurze Präsentation vor, um den anderen zu erklären, was sie gefunden und über die Gefangenen gelernt hatten.
Die Gruppe kehrte voller Eindrücke zurück, über die in den kommenden Tagen auch im Alltag viel diskutiert und gesprochen wurden.

Foto: Oliver Hammes
BAD KREUZNACH (kobinet) Der Bereich Berufliche Bildung in den Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen der Stiftung kreuznacher diakonie ist mit einer Gruppe Beschäftigter in das frühere KZ Osthofen gefahren, um Antworten auf solche wichtige Fragen zu erhalten wie: "Warum hat niemand etwas dagegen getan? Wie konnte das passieren?" Dieses Konzentrationslager gehörte damals zu den ersten Konzentrationslagern, die das NS-Regime 1933 direkt nach der Machtübernahme eingerichtet hatte. Solche und andere Besuche dienen dazu, politische Bildung und Zusammenhänge zu vermitteln. An diesem Tag stand das Thema "Nationalsozialismus und die Verfolgung von Minderheiten" im Mittelpunkt.
Zwei speziell geschulte Guides empfingen die Beschäftigten, um sie behutsam an das schwierige Thema heranzuführen: „Was war das KZ Osthofen überhaupt? Wie sah der Alltag im Nationalsozialismus aus? Welche Menschen wurden dort gefangen gehalten und warum? Was geschah in diesen KZ? Besonders beeindruckend für die Gruppe war die Erkenntnis, wie schnell Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden können und welche Mechanismen der Ausgrenzung und Gewalt damals wirksam waren.
Beim „Bildertreff“ wurden historische Fotografien aus dem Jahr 1933 und Aufnahmen aus dem Alltag im KZ gemeinsam besprochen. Mit diesem Konzept sind die Teilnehmer nicht nur Zuhörer. Sie erschließen sich selbst, was damals geschehen ist. Anschließend gingen die Beschäftigten durch das ehemalige Konzentrationslager Osthofen. Dabei wurde geschildert, wie dort die Inhaftierten leben mussten.
Zum Abschluss der Exkursion wurden vier „Erinnerungskisten“ präsentiert. In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmenden die Kisten öffnen und die darin enthaltenen Gegenstände – wie Briefe, Fotos oder Alltagsgegenstände der Insassen – erkunden. Jede Gruppe bereitete anschließend eine kurze Präsentation vor, um den anderen zu erklären, was sie gefunden und über die Gefangenen gelernt hatten.
Die Gruppe kehrte voller Eindrücke zurück, über die in den kommenden Tagen auch im Alltag viel diskutiert und gesprochen wurden.




