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Hans-Willis Top-Nachricht der Woche

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Foto: ht

Staufen (kobinet) ist Raul Krauthausens Aufzug-Talk mit Heidi Reichinnek, Spitzenfrau der Linken im Bundestag und auf Tik-Tok. Postcast-Host Krauthausen verortet sich politisch "irgendwo zwischen den Grünen und der Linkspartei". Um sich selber parteipolitisch zu betätigen, so bekennt er seiner Gästin, sei er "zu ungeduldig", deshalb habe er sich für den Aktivismus entschieden. Inwiefern er durch Aktivismus seine Ungeduld produktiver einsetzen kann und welche Ergebnisse das zeitigt, verrät er uns nicht.

Überhaupt schlägt Krauthausens Gesprächsführung leider keine erhellenden Erkenntnisfunken aus der an sich munteren Plauderei. Begrüßenswert deutlich lehnen beide es ab, auf Gewaltakte des politischen Gegners mit eigener Gewalt zu reagieren. Ob Gewaltverzicht nicht ebenso bezüglich militärischer Gewaltanwendung gelten sollte, dieser sich augenblicklich mehr als alles andere aufdrängenden Frage, weicht der Fragesteller Krauthausen aus. Der sprichwörtliche weiße Elefant im Raum, in Relation zu dem der übrige Gesprächsstoff politisch auf das Format einer Petitesse schrumpft. Statt des Skandalons der Kriegsvorbereitung und, Gästin Reichinnek spricht es aus, gigantischer Rüstungsausgaben plagt Podcaster Krauthausen eine andere Horrorvorstellung: Im Berliner Reichstagsgebäude mit einem AfD-Politiker zusammen Fahrstuhl fahren zu müssen. Obwohl er als Aktivist und kein Berufspolitiker doch nie in diese peinliche Lage kommen dürfte. Wie schon einmal Kevin Künert in einem früheren Aufzugsgespräch, so fragt er nun auch Heidi Reichinnek, wie sie sich im Fall einer solchen Unzumutbarkeit verhält.

Ein kritischer Follower seiner Podcastfolgen wünschte ich mir vom Sozialhelden Krauthausen etwas mehr Courage beim Fragestellen. Es würde mich interessieren, ob es anderen Followern ähnlich geht.

Hier der Link: https://im-aufzug.de/im-aufzug-mit-heidi-reichinnek/

Lesermeinungen

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3 Lesermeinungen
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Silvia Hauser
16.11.2025 20:33

Mich stört die pauschale, über politische Abgrenzung hinaus auch menschliche Diskreditierung (letzlich Stigmatisierung) von AfD-lern. Wäre ich Abgeordneter, erwartete ich von mir, eine Aufzugsbegegnung mit einem mir politisch und vielleicht auch menschlich unsympathischen AfD-MdB mit Anstand zu ertragen. Andernfalls wäre ich in dieser Volksvertretung fehl am Platze. Was generell den Umgang mit AfD-Leuten (ob Parteimitgliedern, Wähler oder Sympathisanten) angeht, so stime ich dem zu, was der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Thomas Vosskule dieser Tage in der SZ geschrieben hat: „Sind alle, die die AfD wählen rechtsradikal? Nein. Viele gehören zu einer verunsicherten stillen Mitte, wir müssen sie zurückgewinnen … Die meisten Menschen lassen sich nicht gern belehren, letzlich wird man nur über direkte Gespräche und ein ehrliches Verstehenwollen Vertrauen gewinnen können, nicht über Kontaktvermeidung und zur Schau gestellte Moral.“
im Auftrag von Hans-Willi Weis

Martin
14.11.2025 17:57

Lieber Hans Willi Weis, ich jedenfalls würde je nach dem aussteigen oder den Aufzug stoppen und dem AFD MdB menschenrechtlich die Leviten lesen und im Stile Walther Lübckes raten wenn es ihm hier zu linksversift und ist…..kann er gerne gehen.

Und was würde unser Willi ist der Beste sagen? Und wie verhält er sich zu der jüngsten kriegserklärung der USA gegenüber Südamerika….? Fragen über Fragen und ich freue mich jetzt schon auf die Antwort….

Schönes Wochenende Martin Theben

Martin
Antwort auf  Martin
14.11.2025 18:26

Ich würde mich natürlich gleichermaßen gegenüber weiblichen AFD Abgeordneten im Aufzug verhalten und auch allen denjenigen die sich keinem Geschlecht zuordnen lassen möchten wobei man die in dieser Partei ja naturgemäß nicht findet das wäre ja dann wahrscheinlich schon parteischädigend….😁

Herzliche Grüße Martin Theben