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Sozialverband alarmiert über steigende Altersarmut in Nordrhein-Westfalen

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen zeigt sich alarmiert über die heute von IT.NRW veröffentlichten Zahlen zur Grundsicherung im Alter – Sie sind bereits das vierte Jahr in Folge gestiegen. Ende 2024 bezogen 5,3 Prozent der über 66-Jährigen Grundsicherung im Alter, wobei Frauen häufiger Grundsicherung beziehen als Männer. Damit liegt NRW 1,2 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Besonders dramatisch ist die Lage in den Großstädten Köln und Düsseldorf, wo mehr als jede zehnte ältere Person Grundsicherung bezieht. Ende 2024 lag die Zahl der Menschen in NRW die Grundsicherung im Alter erhielten bei 195.965. Bis Ende Juni 2025 stieg ihre Zahl weiter an auf insgesamt 199.020 Empfängerinnen und Empfänger.

„Diese Zahlen sind ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Immer mehr Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, können im Alter nicht von ihrer Rente leben. Hinzu kommen viele Frauen, die aufgrund von Kindererziehung und Care-Arbeit in Teilzeit arbeiten mussten und nun bestraft werden“, erklärt VdK-Präsident Horst Vöge. „Die Politik muss hier endlich handeln und die strukturellen Probleme im System angehen.“

Der VdK fordert eine grundlegende Rentenreform, die Altersarmut wirksam bekämpft. Dazu gehören eine Anhebung des Rentenniveaus auf über 50 Prozent, eine gesetzliche Rente für alle, in die auch Beamte, Selbstständige und Politiker einzahlen und eine auskömmliche Altersrente für Geringverdiener, Mütter und Bezieher von Erwerbsminderungsrenten.