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Politik verliert Interesse am Deutschlandticket

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
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Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) kritisiert die Entscheidung der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag, die Finanzierungsanteile von Bund und Bundesländern am Deutschlandticket für die kommenden fünf Jahre auf dem Niveau von 2023 einzufrieren. Dadurch sollen alle Erhöhungen durch beispielsweise steigende Energie- und Lohnkosten ausschließlich von den Kunden getragen werden.

Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres werden nach Angaben des Bahnkundenverbandes die Fahrgäste bereits über 75 Prozent der Kosten tragen, während Bund und Bundesländer zusammen nur 22 Prozent finanzieren. Nach Ansicht des DBV wäre eine gleichmäßige Aufteilung der Kosten auf alle Beteiligten (Fahrgäste, Bund, Bundesländer) gerecht. Das Einfrieren der Beiträge auf dem Niveau des Jahres 2023 (je 1,5 Milliarden Euro) deutet nach DBV-Auffassung auf mangelndes Interesse am Erhalt des Deutschlandtickets in der Politik hin. Ohne Angebotsausbau wird das Ticket bei zukünftigen Preiserhöhungen unattraktiv, da der Preis dann nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen stünde.

Der DBV weist darauf hin, dass der Bund mit elf Prozent der Kosten weniger als 0,3 Prozent des Bundeshaushalts finanziert. Gleichzeitig werden bekannte Probleme wie der Digitalzwang oder die fehlende Möglichkeit spontaner Käufe am Automaten nicht behoben.