Potsdam (kobinet)
Es gibt einen besonderen Weihnachts-Markt.
Der Markt ist am 30. November 2025.
Und am 1. Dezember 2025.
Der Markt ist in Potsdam.
In der Waschhaus Arena.
Alle Menschen sind willkommen.
Egal wie alt sie sind.
Egal woher sie kommen.
Auch Menschen mit Behinderung sind willkommen.
Eine Lesung am ersten Tag
Am 30. November gibt es eine Lesung.
Ein Mensch liest aus einem Buch vor.
Andere Menschen hören zu.
Die Lesung ist um 17 Uhr.
Karsten Krampitz liest aus seinem Buch.
Das Buch heißt: Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung.
Das hat Nina Waskowski mitgeteilt.
Alle Menschen können mitmachen
Der Markt hat ein Ziel.
Alle Menschen sollen dabei sein können.
Menschen mit Behinderung sollen sich wohl fühlen.
Ältere Menschen sollen sich wohl fühlen.
Familien mit Kindern sind willkommen.
Junge Menschen sind willkommen.
Stille Stunden für alle
Es gibt besondere Zeiten am Markt.
Das sind die stillen Stunden.
In den stillen Stunden ist es ruhig.
Es gibt keine laute Musik.
Es gibt kein grelles Licht.
Das ist gut für Menschen mit Sinnes-Problemen.
Die Sinne arbeiten anders.
Zum Beispiel: schlecht sehen oder schlecht hören.
Oder Geräusche sind zu laut.
Manche Menschen können auch schlecht riechen oder fühlen.
Das ist gut für neuro-divergente Menschen.
Das Gehirn arbeitet anders.
Manche Menschen denken anders als die meisten Menschen.
Zum Beispiel: Menschen mit Autismus oder ADHS.
Das ist nicht schlimm oder krank.
Viele Aktionen zum Mitmachen
Es gibt viele Stände zum Mitmachen.
Man kann zusammen Weihnachts-Lieder singen.
Es gibt eine Märchen-Stunde.
Es gibt Lesungen.
Man kann Brett-Spiele spielen.
Man kann Weihnachts-Kugeln bemalen.
Man kann Weihnachts-Schmuck basteln.
Es gibt eine Station zum Geschenke einpacken.
Eine große Verlosung
Es gibt eine Tombola.
Das ist ein Glücks-Spiel.
Man kauft ein Los mit einer Nummer.
Dann werden Nummern gezogen.
Wenn deine Nummer gezogen wird: Du gewinnst einen Preis.
Man kann Geschenke gewinnen.
Das macht die Weihnachts-Zeit spannend.
Gutes Essen und Trinken
Es gibt gutes Essen auf dem Markt.
Es gibt gute Getränke.
Es gibt Glüh-Wein.
Das ist warmer Wein mit Gewürzen.
Man trinkt ihn im Winter.
Er schmeckt süß und würzig.
Der Glüh-Wein ist selbst gemacht.
Man kann Glüh-Wein mit Alkohol trinken.
Man kann Glüh-Wein ohne Alkohol trinken.
Es gibt weihnachtliche Cocktails.
Das ist ein Getränk aus verschiedenen Sachen.
Zum Beispiel: Saft und Sirup gemischt.
Manchmal ist auch Alkohol drin.
Der Eintritt ist frei
Man muss nichts bezahlen für den Eintritt.
Man kann freiwillig Geld spenden.
Spenden sind sehr willkommen.
Mehr Informationen
Sie wollen mehr wissen?
Dann gehen Sie auf diese Internet-Seite:
einzelfallhilfe-manufaktur.de/akzeptanzmarkt
Das Buch von Karsten Krampitz
Das Buch erzählt eine wahre Geschichte.
Die Geschichte ist aus den 70er Jahren.
Die Geschichte ist aus der DDR.
Die DDR war ein Land.
Die DDR war Ost-Deutschland.
Heute gibt es die DDR nicht mehr.
4 Freunde wohnen in einem Heim.
Das Heim ist für junge Menschen mit Behinderung.
Die 4 Freunde wollen nicht mehr im Heim leben.
Sie wollen frei sein.
Sie gründen eine Wohn-Gemeinschaft.
Mehrere Menschen wohnen zusammen.
Alle teilen sich Bad und Küche.
Die Wohn-Gemeinschaft heißt: Kommune Hartroda.
Die Wohn-Gemeinschaft ist in Thüringen.
Gruns ist die Haupt-Person
Gruns ist sehr wichtig in der Geschichte.
Gruns ist die Haupt-Person im Buch.
Das Haus gehört der Kirche.
Die Freunde bezahlen Miete und Pflege selbst.
Das Geld kommt von der Rente.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Das Geld kommt vom Pflege-Geld.
Das ist Geld vom Staat.
Menschen mit Behinderung bekommen es.
Damit können sie Hilfe bezahlen.
Alle teilen alles miteinander.
Sie teilen das Geld.
Sie teilen Bücher und Musik.
Sie teilen das Bier.
Eine Geschichte über Freiheit
Das Buch zeigt: Vieles ist möglich.
Menschen mit Behinderung können selbst-bestimmt leben.
Du entscheidest für dich selbst.
Niemand anderes entscheidet für dich.
Man braucht dafür Mut.
Man braucht dafür Kreativität.
Das Buch erzählt von Freiheit.
Das Buch erzählt von Selbst-Bestimmung.
Das Buch erzählt auch von schweren Zeiten.
Eine Erinnerung an Matthias Vernaldi
Matthias Vernaldi war ein wichtiger Mensch.
Er hat für die Rechte von Menschen gekämpft.
Viele Menschen kannten ihn.
Im Buch kann man ihn wieder-entdecken.
Das Buch erinnert an ihn.
Das Buch erinnert an wilde Zeiten.
Ein toller Abend erwartet Sie
Kommen Sie zur Lesung!
Hören Sie die spannende Geschichte!
Es gibt Glüh-Wein.
Es gibt schöne Lichter.
Es ist eine weihnachtliche Stimmung.
Genießen Sie den Abend mit Karsten Krampitz.
Noch mehr Informationen
Sie wollen noch mehr wissen?
Dann gehen Sie auf diese Internet-Seite:
www.einzelfallhilfe-manufaktur.de/akzeptanzmarkt

Foto: Einzelfallhilfe Manufaktur
Potsdam (kobinet) Am 30. November und am 1. Dezember 2025, öffnet in der Waschhaus Arena Potsdam ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt seine Türen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung – und möchte ein inklusives und barrierefreies Erlebnis in der Vorweihnachtszeit schaffen. Am 30. November um 17:00 Uhr wird es auch eine Lesung von Karsten Krampitz aus seinem Roman "Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" geben, wie Nina Waskowski den kobinet-nachrichten mitteilte.
Der Weihnachtsmarkt verfolgt ein klares Ziel: Teilhabe für alle ermöglichen. Menschen mit Behinderung und ältere Besucher*innen sollen sich ebenso willkommen fühlen wie Familien, Kinder und Jugendliche. Anders als bei klassischen Veranstaltungen liegt der Fokus hier auf Begegnung und dem gemeinsamen Miteinander. In „stillen Stunden“ gestaltet man bewusst eine reizarme Atmosphäre, indem man auf Musik und grelles Licht verzichtet. So wird auch reizsensiblen wahrnehmungseingeschränkten und neurodivergenten Menschen der Zugang zu unserem Weihnachtsmarkt ermöglicht.
Die Atmosphäre des Akzeptanzfestivals soll in die Weihnachtszeit übertragen werden. Weihnachtliche Mitmach-Stände, gemeinsames Weihnachtssingen, Märchenstunde und Lesungen, sowie eine Ecke mit Brettspielen laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen, miteinander Besinnlichkeit zu erleben und zu teilen. Gemeinsam gespannt sein, kann man bei der Verlosung der großen Tombola – denn Spannung und Geschenke sind das kindliche Herz der Weihnachtszeit, heißt es in der Ankündigung.
Der Weihnachtsmarkt wird niedrigschwellig, aber niveauvoll sein und sich beispeilsweise durch gute Speisen und Getränke auszeichnen. Ein weihnachtlicher Cocktail und selbst gemachter Glühwein mit und ohne Alkohol sorgen für Verweilstimmung, die sich an den Aktionsständen sowie auf dem gesamten Marktgelände wiederfindet. Mitmach-Angebote wie Weihnachtskugeln bemalen oder Weihnachtsschmuck basteln werden ergänzt durch eine Geschenke-Einpack-Station.
Der Eintritt ist frei und freiwillig – um Spenden wird gebeten.
Mehr Informationen gibt’s unter einzelfallhilfe-manufaktur.de/akzeptanzmarkt
Zur Lesund heißt es in der Ankündigung
Ende der 70er Jahre beschließen 4 Freunde, ihr Leben in einem Heim für behinderte Jugendliche zu beenden und auszubrechen. Sie gründen im schönen Thüringen die Kommune Hartroda – eine Gemeinschaft von Aussortierten, allen voran Gruns, die Schlüsselfigur des Romans. Das Haus gehört der Kirche, die benötigten Pflege- und Assistenzleistungen sollen von Rente und Pflegegeldern bezahlt werden. Alles von Geld über Bücher bis Platten und Bier wird geteilt.
Wer glaubt, dass eine schwere Behinderung der sicherste Weg in die stationäre Unterbringung ist, findet hier den Beweis, dass es zu jeder Zeit mit Kreativität auch anders ging. Alles ist nur so lange unmöglich, bis jemand das Gegenteil beweist.
Eine Geschichte über Mut, Freiheit, Selbstbestimmung, aber auch Vergangenheit und Schuld.
Wer Matthias Vernaldi noch kennenlernen durfte, wird ihn in diesem Roman wiederfinden und wer die letzten Jahre der DDR zwischen Diktatur und Freiheitsstreben im chaotischen Wandel des Zeitgeschehens miterlebte, wird sich in der ein oder anderen Zeile möglicherweise selbst wiederentdecken.
Lasst euch mitnehmen in eine spannende Geschichte, die, so unwirklich sie teilweise erscheint, tatsächlich so oder so ähnlich stattgefunden hat. Lasst uns erinnern an wilde Zeiten, an unseren Mitstreiter Matthias Vernaldi und gemeinsam einen tollen Abend mit Matthias Krampitz und seinem wundervollen Werk bei Glühwein und vorweihnachtlichem Lichterzauber genießen.

Foto: Einzelfallhilfe Manufaktur
Potsdam (kobinet) Am 30. November und am 1. Dezember 2025, öffnet in der Waschhaus Arena Potsdam ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt seine Türen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung – und möchte ein inklusives und barrierefreies Erlebnis in der Vorweihnachtszeit schaffen. Am 30. November um 17:00 Uhr wird es auch eine Lesung von Karsten Krampitz aus seinem Roman "Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" geben, wie Nina Waskowski den kobinet-nachrichten mitteilte.
Der Weihnachtsmarkt verfolgt ein klares Ziel: Teilhabe für alle ermöglichen. Menschen mit Behinderung und ältere Besucher*innen sollen sich ebenso willkommen fühlen wie Familien, Kinder und Jugendliche. Anders als bei klassischen Veranstaltungen liegt der Fokus hier auf Begegnung und dem gemeinsamen Miteinander. In „stillen Stunden“ gestaltet man bewusst eine reizarme Atmosphäre, indem man auf Musik und grelles Licht verzichtet. So wird auch reizsensiblen wahrnehmungseingeschränkten und neurodivergenten Menschen der Zugang zu unserem Weihnachtsmarkt ermöglicht.
Die Atmosphäre des Akzeptanzfestivals soll in die Weihnachtszeit übertragen werden. Weihnachtliche Mitmach-Stände, gemeinsames Weihnachtssingen, Märchenstunde und Lesungen, sowie eine Ecke mit Brettspielen laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen, miteinander Besinnlichkeit zu erleben und zu teilen. Gemeinsam gespannt sein, kann man bei der Verlosung der großen Tombola – denn Spannung und Geschenke sind das kindliche Herz der Weihnachtszeit, heißt es in der Ankündigung.
Der Weihnachtsmarkt wird niedrigschwellig, aber niveauvoll sein und sich beispeilsweise durch gute Speisen und Getränke auszeichnen. Ein weihnachtlicher Cocktail und selbst gemachter Glühwein mit und ohne Alkohol sorgen für Verweilstimmung, die sich an den Aktionsständen sowie auf dem gesamten Marktgelände wiederfindet. Mitmach-Angebote wie Weihnachtskugeln bemalen oder Weihnachtsschmuck basteln werden ergänzt durch eine Geschenke-Einpack-Station.
Der Eintritt ist frei und freiwillig – um Spenden wird gebeten.
Mehr Informationen gibt’s unter einzelfallhilfe-manufaktur.de/akzeptanzmarkt
Zur Lesund heißt es in der Ankündigung
Ende der 70er Jahre beschließen 4 Freunde, ihr Leben in einem Heim für behinderte Jugendliche zu beenden und auszubrechen. Sie gründen im schönen Thüringen die Kommune Hartroda – eine Gemeinschaft von Aussortierten, allen voran Gruns, die Schlüsselfigur des Romans. Das Haus gehört der Kirche, die benötigten Pflege- und Assistenzleistungen sollen von Rente und Pflegegeldern bezahlt werden. Alles von Geld über Bücher bis Platten und Bier wird geteilt.
Wer glaubt, dass eine schwere Behinderung der sicherste Weg in die stationäre Unterbringung ist, findet hier den Beweis, dass es zu jeder Zeit mit Kreativität auch anders ging. Alles ist nur so lange unmöglich, bis jemand das Gegenteil beweist.
Eine Geschichte über Mut, Freiheit, Selbstbestimmung, aber auch Vergangenheit und Schuld.
Wer Matthias Vernaldi noch kennenlernen durfte, wird ihn in diesem Roman wiederfinden und wer die letzten Jahre der DDR zwischen Diktatur und Freiheitsstreben im chaotischen Wandel des Zeitgeschehens miterlebte, wird sich in der ein oder anderen Zeile möglicherweise selbst wiederentdecken.
Lasst euch mitnehmen in eine spannende Geschichte, die, so unwirklich sie teilweise erscheint, tatsächlich so oder so ähnlich stattgefunden hat. Lasst uns erinnern an wilde Zeiten, an unseren Mitstreiter Matthias Vernaldi und gemeinsam einen tollen Abend mit Matthias Krampitz und seinem wundervollen Werk bei Glühwein und vorweihnachtlichem Lichterzauber genießen.





„Akzeptanz“ klingt freundlich, ist aber eine einseitige Bewegung.
Wer akzeptiert, erhebt sich über den anderen: Ich erkenne dich an, ich lasse dich zu.
Damit bleibt das Gefälle bestehen – zwischen denen, die akzeptieren, und denen, die akzeptiert werden.
In einem inklusiven Verständnis dürfte es so eine Hierarchie gar nicht geben.
Menschen gehören selbstverständlich dazu, ohne dass jemand ihnen erst das Gütesiegel der Akzeptanz ausstellt.
Warum dann nicht gleich Toleranzmarkt?
Die nächste Stufe der Bevormundung – vom „Wir akzeptieren euch“ zum „Wir halten euch aus.“
Inklusion will weder Akzeptanz noch Toleranz.
Sie will Normalität – das Ende solcher Worte.
Und über allem thront „inklusiv“, das Etikett, das alles zudeckt wie ein Pflaster auf einer alten Wunde.
Ein Wort, das Zugehörigkeit verspricht, aber Trennung bestätigt.
„Inklusiv“ ist der freundliche Hinweis, dass die Grenze noch da ist – hübsch verpackt in guter Absicht.
So wird aus dem, was selbstverständlich sein sollte, ein betreutes Erlebnis mit Gütesiegel.
Mich schreckt das Wort inklusiv bei Veranstaltungen grundsätzlich ab.
Es markiert mich als sonderbar, als jemand, der erst eigens eingeladen werden muss, um mitzuzählen.
Es macht aus Teilhabe ein Sonderrecht und aus Normalität ein Projekt.
Damit wird inklusiv zum Gegenteil von Inklusion – ein Etikett, das die Grenze nicht abbaut, sondern neu zieht.
PS: Dann doch lieber so – ehrlich, aber authentisch:
Barrierefreier Weihnachtsmarkt – ein Märchen von Glühwein, Würstchen und Hinterteilen