HANNOVER (kobinet)
In Deutschland gibt es ein Problem.
Viele Menschen helfen anderen nicht mehr so viel.
Das nennt man: Solidarität.
Das bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Zum Beispiel in der Not.
Besonders schwache Menschen bekommen weniger Hilfe.
Auch Menschen mit Behinderung bekommen weniger Hilfe.
Und kleine Gruppen von Menschen bekommen weniger Hilfe.
Das nennt man: Minderheiten.
Das sind kleine Gruppen von Menschen.
Diese Menschen sind anders als die meisten anderen.
Zum Beispiel: Menschen mit einer anderen Sprache.
Das hat eine Gruppe gesagt.
Die Gruppe heißt: Sozial-Verband Deutschland.
Die Abkürzung ist: SoVD.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen.
Sie setzen sich für die Rechte von Menschen ein.
Der SoVD ist in Nieder-Sachsen.
Der SoVD hat eine Untersuchung gelesen.
Das nennt man: Studie.
Das ist eine Untersuchung.
Forscher stellen Fragen.
Sie sammeln Antworten.
So lernen sie etwas über ein Thema.
Die Studie heißt: Mitte-Studie.
Die Studie ist von der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Das ist eine Gruppe.
Sie macht Bildungs-Arbeit.
Sie hilft Menschen beim Lernen.
Und sie macht Studien.
Der SoVD macht sich große Sorgen.
Der SoVD fordert etwas von der Politik.
Die Politik soll mehr tun.
Die Politik soll sich mehr einsetzen.
Das gilt für Städte und Gemeinden.
Das nennt man: Kommunen.
Das sind Städte und Gemeinden.
Dort wohnen die Menschen.
Die Kommune kümmert sich um viele Dinge.
Das Ziel ist: Mehr Zusammen-Halt.
Das bedeutet: Menschen halten zusammen.
Sie helfen sich gegenseitig.
Sie unterstützen sich.
Dirk Swinke ist der Chef vom SoVD.
Er sagt: Die Ergebnisse sind erschreckend.
Die Studie hat Menschen befragt.
Ein Drittel der Menschen sagt:
Nicht alle Menschen können gleiche Rechte haben.
Das ist wichtig für unser Land.
Ein Viertel der Menschen sagt:
Wir nehmen zu viel Rücksicht.
Wir nehmen zu viel Rücksicht auf Minderheiten.
Dirk Swinke sagt: Das ist gefährlich.
Unsere Gesellschaft braucht Solidarität.
Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen leben zusammen.
Solidarität bedeutet: Zusammen-Halten.
Solidarität bedeutet: Sich gegenseitig helfen.
Das ist wichtig für alle Menschen.
Der SoVD berät viele Menschen.
Die Menschen brauchen Hilfe.
Zum Beispiel:
Menschen mit wenig Geld.
Ältere Menschen.
Menschen mit Behinderung.
Diese Menschen brauchen Unterstützung.
Sie wollen die gleichen Rechte haben.
Das nennt man: Gleich-berechtigt leben.
Das bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Niemand ist wichtiger als ein anderer.
Sie wollen an der Gesellschaft teilhaben.
Das nennt man: Teil-Habe.
Das bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du kannst mit-bestimmen.
Dirk Swinke kritisiert die Politik.
Manche Politiker wollen Menschen mit Bürger-Geld härter bestrafen.
Das ist Geld vom Staat.
Du bekommst es jeden Monat.
Bürger-Geld-Empfänger sind Menschen mit wenig Geld.
Manche Politiker wollen den Pflege-Grad 1 abschaffen.
Das bedeutet: Leichte Pflege-Bedürftigkeit.
Das heißt: Du brauchst ein bisschen Hilfe im Alltag.
Dirk Swinke sagt: Das ist falsch.
Dann verstehen die Menschen die Politik nicht mehr.
Die Menschen werden dann ablehnend.
Die Politik muss anders handeln.
Die Politik muss das Leben besser machen.
Die Politik darf die Gesellschaft nicht spalten.
Der Chef vom SoVD fordert für Nieder-Sachsen:
Es muss gegen sehr niedrige Löhne gekämpft werden.
Das nennt man: Niedrig-Löhne.
Das sind sehr wenig Geld für Arbeit.
Wohnen muss wieder bezahlbar werden.
Pflege darf nicht arm machen.
Dirk Swinke sagt: Einfache Versprechungen helfen nicht.
Das nennt man: Populismus.
Das bedeutet: Politiker geben einfache Antworten auf schwere Fragen.
Die Antworten funktionieren oft nicht.
Die Politik muss sich für alle einsetzen.
Nicht nur für wenige Menschen.
Dirk Swinke warnt:
Wenn das nicht gelingt, ist das schlecht.
Dann ist unsere Gesellschaft in Gefahr.
Dann ist unsere Demokratie in Gefahr.
Das bedeutet: Alle Menschen bestimmen mit.
Das Volk hat die Herrschaft.

Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
HANNOVER (kobinet) In Deutschland nimmt die Solidarität mit Schwächeren, Bedürftigen und Minderheiten ab. Darauf verweist der der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mit dem Blick auf die aktuelle "Mitte-Studie" der Friedrich-Ebert-Stiftung. Dieser Sozialverband ist angesichts dieser Entwicklung sehr besorgt und fordert von der Kommunal- und Landespolitik mehr Engagement für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.
„Die Ergebnisse der Untersuchung sind mehr als erschreckend. Ein Drittel der Befragten findet, dass man im nationalen Interesse nicht allen die gleichen Rechte gewähren kann und ein Viertel ist der Auffassung, dass zu viel Rücksicht auf Minderheiten genommen wird“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das sei eine hochgefährliche Entwicklung. „Unsere Gesellschaft lebt von Solidarität und Miteinander. Wie wichtig das ist, sehen wir tagtäglich in unserer Beratung“, so Swinke weiter und ergänzt: „Zu uns kommen unter anderem Menschen mit geringem Einkommen, Ältere und Menschen mit Behinderung. Sie brauchen unser aller Unterstützung, um gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben zu können.“
„Wenn darüber diskutiert wird, Bürgergeldempfänger*innen härter zu bestrafen oder den Pflegegrad 1 abzuschaffen, muss man sich nicht wundern, wenn in der Bevölkerung eine ablehnende Haltung entsteht“, betont der Vorstandsvorsitzende. Deshalb müsse die Politik stärker daran arbeiten, dass das Leben der Menschen im Land spürbar verbessert und die Spaltung nicht weiter vorangetrieben wird.
„In Niedersachsen muss Niedriglöhnen der Kampf angesagt werden, Wohnen wieder bezahlbar und Pflege kein Armutsrisiko mehr sein“, fordert der niedersächsische SoVD-Chef. Mit populistischen Aussagen allein komme man nicht weiter: „Wir brauchen eine Politik, die sich für alle einsetzt und nicht nur für einige wenige. Wenn das nicht gelingt, ist es um unsere Gesellschaft und Demokratie schlecht bestellt.“

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HANNOVER (kobinet) In Deutschland nimmt die Solidarität mit Schwächeren, Bedürftigen und Minderheiten ab. Darauf verweist der der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mit dem Blick auf die aktuelle "Mitte-Studie" der Friedrich-Ebert-Stiftung. Dieser Sozialverband ist angesichts dieser Entwicklung sehr besorgt und fordert von der Kommunal- und Landespolitik mehr Engagement für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.
„Die Ergebnisse der Untersuchung sind mehr als erschreckend. Ein Drittel der Befragten findet, dass man im nationalen Interesse nicht allen die gleichen Rechte gewähren kann und ein Viertel ist der Auffassung, dass zu viel Rücksicht auf Minderheiten genommen wird“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das sei eine hochgefährliche Entwicklung. „Unsere Gesellschaft lebt von Solidarität und Miteinander. Wie wichtig das ist, sehen wir tagtäglich in unserer Beratung“, so Swinke weiter und ergänzt: „Zu uns kommen unter anderem Menschen mit geringem Einkommen, Ältere und Menschen mit Behinderung. Sie brauchen unser aller Unterstützung, um gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben zu können.“
„Wenn darüber diskutiert wird, Bürgergeldempfänger*innen härter zu bestrafen oder den Pflegegrad 1 abzuschaffen, muss man sich nicht wundern, wenn in der Bevölkerung eine ablehnende Haltung entsteht“, betont der Vorstandsvorsitzende. Deshalb müsse die Politik stärker daran arbeiten, dass das Leben der Menschen im Land spürbar verbessert und die Spaltung nicht weiter vorangetrieben wird.
„In Niedersachsen muss Niedriglöhnen der Kampf angesagt werden, Wohnen wieder bezahlbar und Pflege kein Armutsrisiko mehr sein“, fordert der niedersächsische SoVD-Chef. Mit populistischen Aussagen allein komme man nicht weiter: „Wir brauchen eine Politik, die sich für alle einsetzt und nicht nur für einige wenige. Wenn das nicht gelingt, ist es um unsere Gesellschaft und Demokratie schlecht bestellt.“




