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Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wirft Fragen auf

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann - 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Triage wirft weiterhin Fragen auf, das erklärt Sören Pellmann, der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Pellmann stellt in diesen Zusammenhang fest: "Das Gericht hatte in der Corona-Pandemie zu Recht die Schutzbedürftigkeit von Menschen mit Behinderungen im medizinischen System betont und den Gesetzgeber zum Handeln verpflichtet. Dass es nun mit Verweis auf die fehlende Zuständigkeit des Bundes das Gesetz gekippt hat, dürfte bei vielen Menschen mit Behinderungen für Verunsicherung und Angst sorgen".

Nun sind, wie der LINKE-Politiker schlussfolgert nach dieser Entscheidung die Bundesländer auf, eine gute Regelung zu finden, die keine unterschiedlichen Schutzniveaus etabliert und den Ansprüchen der Betroffenen Rechnung trägt. Sören Pellman erklärt dazu: „Wir als Linke sehen unsere Aufgabe nun vor allem darin, statt einen Wettbewerb darüber zu führen, wer die größten Überlebenschancen hat, für Bedingungen zu sorgen, die es den Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, möglichst viele Menschen zu retten.“

Die Linkspartei fordert in dem Zusammenhang: „Unser Gesundheitssystem muss so ausgebaut werden, dass solche Notlagen möglichst gar nicht erst entstehen und alle Menschen eine faire, würdige Behandlung erhalten. Darum muss der Bund endlich investieren: in funktionierende Gesundheitsinfrastruktur und medizinisches Personal. Das wäre der beste Schutz – auch für Menschen mit Behinderungen.“