Wien
Aus dem Mittel-Alter gibt es wenige Informationen.
Die Informationen sind über Menschen mit Behinderungen.
Das Mittel-Alter ist eine Zeit vor vielen Jahren.
Diese Zeit war vor 500 bis 1500 Jahren.
Damals lebten Menschen in Burgen und Dörfern.
Behinderung bedeutet: Eine Behinderung macht Sachen schwierig.
Man kann manche Sachen nicht so einfach machen.
Deshalb ist ein altes Bild sehr besonders.
Das Bild ist aus Wien.
Auf dem Bild ist ein Mann zu sehen.
Der Mann hat ein Holz-Bein.
Ein Holz-Bein ist ein künstliches Bein.
Das Bein ist aus Holz gemacht.
Früher bekamen Menschen ein Holz-Bein.
Das war wenn ihr echtes Bein fehlte.
Das Bild ist sehr alt.
Es ist aus dem Jahr 1490 bis 1500.
Das Bild hängt im Wien Museum.
Ein Museum ist ein Haus mit alten Sachen.
Dort kann man alte Kunst-Werke sehen.
Dort kann man auch alte Gegen-Stände sehen.
Das Bild zeigt das Jüngste Gericht.
Das Jüngste Gericht ist eine Vorstellung aus der Religion.
Christen glauben: Am Ende der Welt kommt Gott.
Dann entscheidet Gott über alle Menschen.
Gott entscheidet: Wer war gut.
Und wer war böse.
Auf dem Bild teilt Gott die Menschen auf.
Einige Menschen kommen in den Himmel.
Andere Menschen kommen in die Hölle.
Auf dem Bild sieht man einen Mann.
Der Mann hat ein Holz-Bein.
Der Mann wird in die Hölle gestoßen.
Das Bild zeigt etwas Wichtiges:
Menschen mit Behinderungen wurden damals anders behandelt.
Es gab besondere Vorstellungen über sie.
2 Fach-Leute haben über das Bild geschrieben.
Fach-Leute sind Menschen mit viel Wissen.
Sie kennen sich besonders gut aus.
Sie haben viel gelernt und geforscht.
Die Fach-Leute heißen Dr. Christian Mürner.
Und Dr. Volker Schönwiese.
Ihr Text heißt: Mit der Bein-Prothese in die Hölle.
Eine Bein-Prothese ist ein künstliches Bein.
Menschen brauchen eine Prothese wenn ihr Bein fehlt.
Die Prothese ersetzt das fehlende Bein.
Heute sind Prothesen aus Metall.
Und aus Kunst-Stoff.
Der Text steht im Wien Museum Magazin.
Das Bild kommt aus dem Burg-Museum Heidenreichstein.
Ein Burg-Museum ist ein Museum in einer Burg.
In dem Museum kann man alte Sachen sehen.
Die Sachen sind aus dem Mittel-Alter.
Man kann dort lernen wie Menschen früher lebten.
Wer das Bild gemalt hat ist nicht bekannt.
Mehr Informationen gibt es hier:

Foto: Susanne Göbel
Wien / Hamburg (kobinet) Behinderungen sind historisch nur schwer fassbar, umso überraschender ist die prominente Abbildung eines Mannes mit "Holzbein" auf einem mittelalterlichen Wiener Tafelbild. In seiner Darstellung vereinen sich moralische, religiöse und soziale Zuschreibungen, die auf den zeitgenössischen Umgang mit Behinderungen rückschließen lassen. Im Wien Museum hängt in der Dauerausstellung ein Bild aus dem ausgehenden Mittelalter, das das Jüngste Gericht, auch Weltgericht genannt, zeigt (Mt 25, 31–46). Es stellt eine Version der christlich-biblischen Vorstellung vom Ende der Welt mit der göttlichen Beurteilung und Teilung aller Menschen dar. So heißt es in einem Beitrag von Dr. Christian Mürner und Dr. Volker Schönwiese, der im Wien Museum Magazin mit dem Titel "Mit der Beinprothese in die Hölle" veröffentlicht wurde.
„Die abgebildete Szenerie wirkt wie ein Bühnenbild. Wer sie malte, ist nicht überliefert. Das Tafelbild entstand zwischen 1490 und 1500 und stammt aus dem Burgmuseum Heidenreichstein. Bedeutsam ist am Bild, dass insbesondere die verdammten Personen sehr realistisch und vielfältig dargestellt wurden. Einzigartig erscheint ein Mann mit hölzerner Beinprothese, der in die Hölle gestoßen wird“, heißt es weiter zur Erläuterung des Bildes.

Foto: Susanne Göbel
Wien / Hamburg (kobinet) Behinderungen sind historisch nur schwer fassbar, umso überraschender ist die prominente Abbildung eines Mannes mit "Holzbein" auf einem mittelalterlichen Wiener Tafelbild. In seiner Darstellung vereinen sich moralische, religiöse und soziale Zuschreibungen, die auf den zeitgenössischen Umgang mit Behinderungen rückschließen lassen. Im Wien Museum hängt in der Dauerausstellung ein Bild aus dem ausgehenden Mittelalter, das das Jüngste Gericht, auch Weltgericht genannt, zeigt (Mt 25, 31–46). Es stellt eine Version der christlich-biblischen Vorstellung vom Ende der Welt mit der göttlichen Beurteilung und Teilung aller Menschen dar. So heißt es in einem Beitrag von Dr. Christian Mürner und Dr. Volker Schönwiese, der im Wien Museum Magazin mit dem Titel "Mit der Beinprothese in die Hölle" veröffentlicht wurde.
„Die abgebildete Szenerie wirkt wie ein Bühnenbild. Wer sie malte, ist nicht überliefert. Das Tafelbild entstand zwischen 1490 und 1500 und stammt aus dem Burgmuseum Heidenreichstein. Bedeutsam ist am Bild, dass insbesondere die verdammten Personen sehr realistisch und vielfältig dargestellt wurden. Einzigartig erscheint ein Mann mit hölzerner Beinprothese, der in die Hölle gestoßen wird“, heißt es weiter zur Erläuterung des Bildes.




