Der Paritätische Gesamt-Verband hat eine Studie gemacht.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft armen Menschen in Deutschland.
Viele soziale Gruppen arbeiten in diesem Verein zusammen.
Zum Beispiel: Tafeln und Beratungs-Stellen.
Eine Studie ist eine Untersuchung.
Fach-Leute sammeln Informationen zu einem Thema.
Dann schreiben sie einen Bericht über die Ergebnisse.
Die Studie ist über Menschen mit Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld von der Regierung.
Man bekommt es jeden Monat.
Die Studie zeigt: Viele Menschen haben zu wenig Geld.
Fast jeder 5. Mensch hat nur 1 Paar Schuhe.
Jeder 3. Mensch kann nicht jeden 2. Tag gut essen.
Mehr als die Hälfte kann kaputte Möbel nicht ersetzen.
Das ist so trotz Tafeln und Sozial-Kauf-Häusern.
Sozial-Kauf-Häuser sind besondere Läden.
Dort können arme Menschen günstig einkaufen.
Die Sachen kosten weniger als im normalen Laden.
Die Bundes-Regierung plant härtere Strafen für diese Menschen.
Das bedeutet: Menschen mit Bürger-Geld bekommen noch weniger Geld.
Die Hälfte aller Menschen mit Bürger-Geld lebt in Not.
Not bedeutet hier: Diese Menschen haben nicht genug Geld.
Sie haben nicht genug Geld für wichtige Dinge.
Bei Menschen ohne Bürger-Geld sind das nur 9 von 100.
Die Zahlen zeigen das Leben von diesen Menschen:
87 von 100 Menschen können keine plötzlichen Kosten zahlen.
Die Kosten sind 1.250 Euro.
55 von 100 Menschen können kaputte Möbel nicht ersetzen.
Fast jeder 3. Mensch kann nicht im Monat mit Freunden essen.
Fast jeder 5. Mensch kann Miete oder Strom nicht bezahlen.
31 von 100 Menschen können nicht jeden 2. Tag gut essen.
17 von 100 Menschen haben nur 1 Paar Schuhe.
Das sagt der Paritätische Gesamt-Verband.
Dr. Joachim Rock ist Chef vom Paritätischen Gesamt-Verband.
Er sagt: Es ist ein Skandal.
Ein Skandal ist etwas Schlimmes.
Viele Menschen erfahren davon.
Millionen Menschen haben nicht das Nötigste.
Die Bundes-Regierung plant Kürzungen beim Bürger-Geld.
Aber die Menschen können sich nicht jeden Tag gut essen leisten.
Sie haben nur 1 Paar Schuhe.
Das ist beschämend für unser Land.
Fast 2 Millionen Kinder leben in dieser Armut.
Die Zahlen zeigen: Menschen mit Bürger-Geld leben weit unter der Armuts-Grenze.
Armuts-Grenze ist eine Geld-Menge.
Wer weniger hat ist arm.
Die Armuts-Grenze ist bei 1.381 Euro im Monat.
Den Menschen fehlen etwa 500 Euro jeden Monat.
Die Armuts-Lücke ist in den letzten Jahren größer geworden.
Die Armuts-Lücke zeigt: Wie viel Geld fehlt armen Menschen.
Es ist der Unterschied zwischen ihrem Geld und dem Mindest-Bedarf.
Je größer die Lücke ist, desto ärmer sind die Menschen.
Im Jahr 2010 waren das 308 Euro.
Im Jahr 2023 waren das 474 Euro.
Das Bürger-Geld wurde 2023 und 2024 erhöht.
Aber das hat die Armuts-Lücke nicht kleiner gemacht.
Das Bürger-Geld ist nur 40 von 100 vom mittleren Einkommen.
Mittleres Einkommen ist das Einkommen von anderen Menschen in Deutschland.
Diese Menschen sind nicht arm und nicht reich.
Die Menschen mit Bürger-Geld wurden abgehängt.
Andere Menschen haben mehr Geld bekommen.
Das Bürger-Geld ist seit 30 Jahren gleich geblieben.
Es ist wie im Jahr 1995.
Die Erhöhungen 2023 und 2024 waren über 10 von 100.
Aber die Not ist nicht weniger geworden.
Die Erhöhungen waren nur für die gestiegenen Preise.
Von 2021 bis Ende 2023 fehlten 1.012 Euro.
Das war bei einem Menschen allein.
2025 und 2026 soll es keine Erhöhung geben.
Dann wird die Lage noch schlechter.
Die Armuts-Lücke wird noch größer.
Die Studie sagt: Das Bürger-Geld ist zu wenig.
Es sichert kein menschen-würdiges Leben.
Das steht aber in der Verfassung.
Eine Verfassung sind Regeln für einen Staat.
In Deutschland heißt die Verfassung: Grund-Gesetz.
Die Verfassung ist das wichtigste Gesetz in Deutschland.
Das Bürger-Geld muss dauerhaft erhöht werden.
Nur so können wir Armut bekämpfen.
Nur so wird die soziale Ungleichheit kleiner.
Soziale Ungleichheit bedeutet: Manche Menschen haben viel Geld.
Andere Menschen haben wenig Geld.
Der Unterschied ist sehr groß.
Die Studie gibt es hier kostenlos: https://www.der-paritaetische.de/armut-und-entbehrung

Foto: Ralph Milewski
Berlin (kobinet) Eine aktuelle Studie des Paritätischen Gesamtverbandes zur sozialen Lage von Menschen im Bürgergeld zeigt das erschreckende Ausmaß materieller Entbehrung: Fast jeder Fünfte hat kein zweites Paar Schuhe. Jeder Dritte kann sich keine vollwertige Mahlzeit jeden zweiten Tag leisten. Mehr als die Hälfte kann kaputte Möbel nicht ersetzen. Dies geschieht trotz Tafeln und Sozialkaufhäusern – und während die Bundesregierung stärkere Sanktionen für Leistungsberechtigte plant.
Die Hälfte aller Menschen im Bürgergeld lebt 2024 in materieller Entbehrung – ein dramatisch höherer Wert als bei Menschen ohne Bürgergeld-Bezug, wo dies nur auf 8,9 Prozent zutrifft. Die konkreten Auswirkungen zeigen, was dies im Alltag bedeutet: 86,6 Prozent können keine unerwarteten Ausgaben von 1.250 Euro finanzieren. Mehr als die Hälfte, nämlich 55,4 Prozent, kann kaputte Möbel nicht ersetzen. Fast ein Drittel kann nicht einmal gelegentlich, also einmal im Monat, mit Bekannten essen oder trinken gehen. Fast jeder Fünfte hat Zahlungsrückstände bei Miete, Strom oder Heizung. Besonders alarmierend ist, dass 30,8 Prozent sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können – und 17,2 Prozent haben kein zweites Paar Schuhe, heißt es zu den Ergebnissen der Studie vonseiten des Paritätischen.
„Es ist ein Skandal, dass Millionen Menschen nicht einmal das Nötigste haben“, erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Während die Bundesregierung aktuell Reformpläne vorlegt, in denen vorrangig von Kürzungen und Verschärfungen die Rede ist, können Menschen im Bürgergeld sich keine tägliche vollwertige Mahlzeit leisten und haben kein zweites Paar Schuhe. Das ist beschämend für unser Land. Besonders bitter: Knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in dieser Armut auf. Statt Verschärfungen brauchen wir endlich eine spürbare Erhöhung der Regelbedarfe.“
Die statistischen Daten untermauern die dramatische Lage: Menschen im Bürgergeld leben deutlich unter der Armutsgrenze von 1.381 Euro monatlich – ihnen fehlen dazu im Schnitt fast 500 Euro jeden Monat. Die Differenz zwischen dem, was jemand bekommt, und der Armutsgrenze ist die sogenannte Armutslücke. Diese Armutslücke ist in den vergangenen Jahren drastisch angewachsen. Sie betrug bei Alleinlebenden 2010 noch 308 Euro. 2023 stieg sie auf 474 Euro.
Selbst die deutlichen Erhöhungen der Regelbedarfe in den Jahren 2023 und 2024 konnten diese Entwicklung nicht stoppen. Das Bürgergeld entspricht damit nur etwa 40 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland. Die Leistungsberechtigten wurden von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt: Während die Nettoeinkommen anderer Haushalte preisbereinigt um ein Drittel anstiegen, stagnieren die Regelbedarfe seit 30 Jahren auf dem Niveau von 1995.
Die Analyse zeigt zudem: Die Erhöhungen der Regelbedarfe 2023 und 2024 um jeweils über zehn Prozent haben zu keinem nennenswerten Rückgang der materiellen Entbehrung geführt. Diese Anpassungen kompensierten lediglich Kaufkraftverluste durch die Inflation – von 2021 bis Ende 2023 summierten sich diese bei einem Singlehaushalt auf bis zu 1.012 Euro. Eine strukturelle Verbesserung der defizitären Lebenslage wurde nicht erreicht. Die geplanten Nullrunden in den Jahren 2025 und 2026 werden die Lebenslage der Leistungsberechtigten weiter spürbar verschlechtern und die Armutslücke erneut vergrößern.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Grundsicherungsleistungen ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag, ein menschenwürdiges Existenzminimum zu sichern, nicht gerecht werden. Eine strukturelle und dauerhafte Erhöhung der Regelbedarfe ist dringend geboten, um Armut wirksam zu bekämpfen und soziale Ungleichheit zu reduzieren.
Die Studie steht hier kostenlos zum Download bereit:
https://www.der-paritaetische.de/armut-und-entbehrung

Foto: Ralph Milewski
Berlin (kobinet) Eine aktuelle Studie des Paritätischen Gesamtverbandes zur sozialen Lage von Menschen im Bürgergeld zeigt das erschreckende Ausmaß materieller Entbehrung: Fast jeder Fünfte hat kein zweites Paar Schuhe. Jeder Dritte kann sich keine vollwertige Mahlzeit jeden zweiten Tag leisten. Mehr als die Hälfte kann kaputte Möbel nicht ersetzen. Dies geschieht trotz Tafeln und Sozialkaufhäusern – und während die Bundesregierung stärkere Sanktionen für Leistungsberechtigte plant.
Die Hälfte aller Menschen im Bürgergeld lebt 2024 in materieller Entbehrung – ein dramatisch höherer Wert als bei Menschen ohne Bürgergeld-Bezug, wo dies nur auf 8,9 Prozent zutrifft. Die konkreten Auswirkungen zeigen, was dies im Alltag bedeutet: 86,6 Prozent können keine unerwarteten Ausgaben von 1.250 Euro finanzieren. Mehr als die Hälfte, nämlich 55,4 Prozent, kann kaputte Möbel nicht ersetzen. Fast ein Drittel kann nicht einmal gelegentlich, also einmal im Monat, mit Bekannten essen oder trinken gehen. Fast jeder Fünfte hat Zahlungsrückstände bei Miete, Strom oder Heizung. Besonders alarmierend ist, dass 30,8 Prozent sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können – und 17,2 Prozent haben kein zweites Paar Schuhe, heißt es zu den Ergebnissen der Studie vonseiten des Paritätischen.
„Es ist ein Skandal, dass Millionen Menschen nicht einmal das Nötigste haben“, erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Während die Bundesregierung aktuell Reformpläne vorlegt, in denen vorrangig von Kürzungen und Verschärfungen die Rede ist, können Menschen im Bürgergeld sich keine tägliche vollwertige Mahlzeit leisten und haben kein zweites Paar Schuhe. Das ist beschämend für unser Land. Besonders bitter: Knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in dieser Armut auf. Statt Verschärfungen brauchen wir endlich eine spürbare Erhöhung der Regelbedarfe.“
Die statistischen Daten untermauern die dramatische Lage: Menschen im Bürgergeld leben deutlich unter der Armutsgrenze von 1.381 Euro monatlich – ihnen fehlen dazu im Schnitt fast 500 Euro jeden Monat. Die Differenz zwischen dem, was jemand bekommt, und der Armutsgrenze ist die sogenannte Armutslücke. Diese Armutslücke ist in den vergangenen Jahren drastisch angewachsen. Sie betrug bei Alleinlebenden 2010 noch 308 Euro. 2023 stieg sie auf 474 Euro.
Selbst die deutlichen Erhöhungen der Regelbedarfe in den Jahren 2023 und 2024 konnten diese Entwicklung nicht stoppen. Das Bürgergeld entspricht damit nur etwa 40 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland. Die Leistungsberechtigten wurden von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt: Während die Nettoeinkommen anderer Haushalte preisbereinigt um ein Drittel anstiegen, stagnieren die Regelbedarfe seit 30 Jahren auf dem Niveau von 1995.
Die Analyse zeigt zudem: Die Erhöhungen der Regelbedarfe 2023 und 2024 um jeweils über zehn Prozent haben zu keinem nennenswerten Rückgang der materiellen Entbehrung geführt. Diese Anpassungen kompensierten lediglich Kaufkraftverluste durch die Inflation – von 2021 bis Ende 2023 summierten sich diese bei einem Singlehaushalt auf bis zu 1.012 Euro. Eine strukturelle Verbesserung der defizitären Lebenslage wurde nicht erreicht. Die geplanten Nullrunden in den Jahren 2025 und 2026 werden die Lebenslage der Leistungsberechtigten weiter spürbar verschlechtern und die Armutslücke erneut vergrößern.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Grundsicherungsleistungen ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag, ein menschenwürdiges Existenzminimum zu sichern, nicht gerecht werden. Eine strukturelle und dauerhafte Erhöhung der Regelbedarfe ist dringend geboten, um Armut wirksam zu bekämpfen und soziale Ungleichheit zu reduzieren.
Die Studie steht hier kostenlos zum Download bereit:
https://www.der-paritaetische.de/armut-und-entbehrung




