Vor 200 Jahren lebte ein Junge.
Der Junge hieß Louis Braille.
Louis Braille war blind.
Er erfand eine besondere Schrift.
Die Schrift können blinde Menschen fühlen.
Sie fühlen mit den Fingern.
Diese Schrift heißt heute Braille-Schrift.
Braille-Schrift ist Schrift mit Punkten.
Blinde Menschen können die Punkte fühlen.
Die Braille-Schrift ist sehr wichtig.
Blinde Menschen können damit lesen.
Sie können damit schreiben.
Sie können lernen und arbeiten.
Die Schrift hilft seit 200 Jahren.
Sie hilft vielen Menschen.
Manche Menschen werden im Alter blind.
Sie denken: Ich bin zu alt.
Ich kann das nicht mehr lernen.
Aber das stimmt nicht.
Auch ältere Menschen können lernen.
Der DBSV sagt das.
DBSV ist eine Abkürzung.
Das bedeutet: Deutscher Blinden-Verband.
Und: Seh-behinderten-Verband.
Das ist eine Gruppe.
Die Gruppe ist für blinde Menschen.
Und für Menschen mit Seh-Behinderung.
Eine Seh-Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann nicht gut sehen.
Die Augen arbeiten nicht richtig.
Der Mensch braucht oft Hilfen.
Die Braille-Schrift hilft im Alltag.
Sie können Medikamente erkennen.
Sie können Gewürze beschriften.
Sie können Tees beschriften.
Sie können Papiere markieren.
Dann wissen Sie immer: Was ist das?
Sie müssen seltener um Hilfe fragen.
Sie haben mehr Privat-Sphäre.
Privat-Sphäre bedeutet: Jeder bestimmt selbst über seine Daten.
Niemand darf sie ohne Erlaubnis nehmen.
Sie können mit Braille-Schrift spielen.
Es gibt Spiel-Karten mit Braille-Schrift.
Blinde Menschen können damit spielen.
Sehende Menschen können auch mit-spielen.
Das macht mehr Gemeinschaft möglich.
Die Braille-Schrift hilft draußen.
In Aufzügen können Sie Knöpfe fühlen.
Sie wissen dann: Das ist das richtige Stock-Werk.
An Türen gibt es oft Schilder.
Die Schilder haben Braille-Schrift.
Diese Schilder helfen beim Zurecht-Finden.
Zurecht-Finden bedeutet: Du weißt, wo du bist.
Du findest den Weg.
Du kennst dich aus.
Die Braille-Schrift zu lernen ist gut.
Das ist gut für das Gehirn.
Das Gehirn bleibt fit.
Das ist gut für die Gesundheit.
Geistige Gesundheit bedeutet: Es geht dir gut im Kopf.
Du fühlst dich gut.
Deine Gedanken sind in Ordnung.
Sie können Ihr Leben selbst bestimmen.
Möchten Sie die Braille-Schrift lernen?
Der DBSV hat Informationen für Sie.
Die Informationen sind im Internet.
Die Internet-Adresse ist: www.dbsv.org/punktum
Die Braille-Schrift ist wichtig in Deutschland.
Seit März 2020 ist sie Kultur-Erbe.
Kultur-Erbe bedeutet: Etwas ist sehr wertvoll.
Wir wollen es für die Zukunft bewahren.
Es gehört zu unserer Kultur.
Sie gehört zur deutschen Kultur.
Wir wollen sie bewahren.
Der DBSV hat sich dafür eingesetzt.

Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Vor 200 Jahren entwickelte der blinde Teenager Louis Braille die tastbare Blindenschrift, die nach ihm auch "Brailleschrift" genannt wird – ein Geniestreich und für Generationen blinder Menschen der Schlüssel zu Kommunikation, Bildung, beruflichem Erfolg und Glück. Viele Seniorinnen und Senioren mit Augenerkrankungen halten sich jedoch für zu alt, um die Schrift zu erlernen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist deshalb darauf hin, dass gerade ältere Menschen enorm vom Erlernen der Blindenschrift profitieren.
Braille zu beherrschen bringt viele praktische Vorteile mit sich – selbst wenn das Entziffern anfangs etwas Zeit braucht. Mit Punktschriftkenntnissen kann man zum Beispiel selbstständig Medikamentenverpackungen auseinanderhalten. Gewürze, Tees, Dokumente und viele andere Dinge lassen sich eigenhändig mit Blindenschrift kennzeichnen und später leicht erkennen. Angenehmer Nebeneffekt: Wer Dinge derart beschriftet, muss seltener um Hilfe bitten und genießt mehr Privatsphäre. Oft ermöglicht Braille aber auch mehr Gemeinschaft. So können beispielsweise mit Punktschrift gekennzeichnete Spielkarten gemeinsam von Menschen mit und ohne Seheinschränkung genutzt werden.
Auch außerhalb der eigenen vier Wände ist Punktschrift äußerst hilfreich: In Aufzügen lassen sich die richtigen Etagenknöpfe ertasten, an Türen oder Treppengeländern bieten Braille-Schilder Orientierungshilfen. Wer sich im Alter auf diese neue Art des Lesens einlässt, tut zudem aktiv etwas für seine geistige Fitness. Blindenschrift zu lernen ist in jeglicher Hinsicht ein guter Schritt, um das Leben auch mit einer fortschreitenden Augenerkrankung wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Informationen des DBSV zum Erlernen der Blindenschrift gibt es unter: www.dbsv.org/punktum
Auf Initiative des DBSV zählt die „Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland“ seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe.

Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Vor 200 Jahren entwickelte der blinde Teenager Louis Braille die tastbare Blindenschrift, die nach ihm auch "Brailleschrift" genannt wird – ein Geniestreich und für Generationen blinder Menschen der Schlüssel zu Kommunikation, Bildung, beruflichem Erfolg und Glück. Viele Seniorinnen und Senioren mit Augenerkrankungen halten sich jedoch für zu alt, um die Schrift zu erlernen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist deshalb darauf hin, dass gerade ältere Menschen enorm vom Erlernen der Blindenschrift profitieren.
Braille zu beherrschen bringt viele praktische Vorteile mit sich – selbst wenn das Entziffern anfangs etwas Zeit braucht. Mit Punktschriftkenntnissen kann man zum Beispiel selbstständig Medikamentenverpackungen auseinanderhalten. Gewürze, Tees, Dokumente und viele andere Dinge lassen sich eigenhändig mit Blindenschrift kennzeichnen und später leicht erkennen. Angenehmer Nebeneffekt: Wer Dinge derart beschriftet, muss seltener um Hilfe bitten und genießt mehr Privatsphäre. Oft ermöglicht Braille aber auch mehr Gemeinschaft. So können beispielsweise mit Punktschrift gekennzeichnete Spielkarten gemeinsam von Menschen mit und ohne Seheinschränkung genutzt werden.
Auch außerhalb der eigenen vier Wände ist Punktschrift äußerst hilfreich: In Aufzügen lassen sich die richtigen Etagenknöpfe ertasten, an Türen oder Treppengeländern bieten Braille-Schilder Orientierungshilfen. Wer sich im Alter auf diese neue Art des Lesens einlässt, tut zudem aktiv etwas für seine geistige Fitness. Blindenschrift zu lernen ist in jeglicher Hinsicht ein guter Schritt, um das Leben auch mit einer fortschreitenden Augenerkrankung wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Informationen des DBSV zum Erlernen der Blindenschrift gibt es unter: www.dbsv.org/punktum
Auf Initiative des DBSV zählt die „Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland“ seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe.




