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Pflegereform bleibt ohne Systemwechsel Stückwerk

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

BERLIN (kobinet) Aus Anlass der heutigen Veröffentlichung des Sachstandsberichts der Bund-Länder-AG ‚Zukunftspakt Pflege' erklärt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Joachim Rock, dass es zu begrüßen sei, dass Bund und Länder mit dem Sachstandsbericht der Arbeitsgruppe ‚Zukunftspakt Pflege' erstmals ein gemeinsames Lagebild zur Pflegefinanzierung und -versorgung vorlegen. Der Zwischenbericht zeigt nach seinen Worten aber leider, dass ein grundlegender Systemwechsel in der Pflegeversicherung derzeit nicht geplant ist. "...und das ist das eigentliche Problem", so Joachim Rock.

Ohne einen echten Systemwechsel bleibt nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes die Reform Stückwerk. Der Hauptgeschäftsführer hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Wir brauchen eine Pflegeversicherung, die die Menschen wirklich absichert – vollständig und verlässlich, nicht nur teilweise.“

Zwar benennt der Bericht nach Rocks Worten die steigenden Kosten und Eigenanteile klar, aber liefert keine Antworten auf die zentralen Zukunftsfragen. Joachim Rock fordert in diesem Zusammenhang: „Die Eigenanteile müssen verbindlich begrenzt, pflegende Angehörige deutlich entlastet und die Arbeitsbedingungen in der Pflege endlich spürbar verbessert werden. Vom Abschlussbericht erwarten wir konkrete Schritte hin zu einer solidarischen und nachhaltigen Pflegeversicherung sowie klare Zusagen zur Entlastung der Pflegebedürftigen und ihrer Familien. Ohne diesen Systemwechsel bleibt die Reform eine vertane Chance – für Millionen Betroffene und für die Zukunft der Pflege in Deutschland.“

Weitere Einzelheiten zum aktuellen Stand des Sachstandsberichts der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ sind auf dieser Internetseite nachzulesen.