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Zukunftspakt Pflege weiterhin in der Schwebe

Eine jinge Frau kümmert sich um eine ältere Frau
Pflegen
Foto: Pixabay/Bucarama-TLM

DÜSSELDORF (kobinet) Mit Enttäuschung reagiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen auf den aktuellen Sachstandsbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege". VdK-Präsident Horst Vöge stellt dazu fest: "Wir erkennen einige richtige Ansätze, aber es fehlt an konkreten Maßnahmen, die die Pflegebedürftigen und ihre pflegenden Angehörigen sofort entlasten."

In Nordrhein-Westfalen leben mehr als 1,39 Millionen pflegebedürftige Menschen, das sind 7,6 Prozent der Bevölkerung, von denen knapp 88 Prozent zu Hause versorgt werden.

„Das Tempo der Arbeitsgruppe ist zu langsam. Vieles bleibt im Konjunktiv oder wird zum Teil bis 2027 auf Wiedervorlage gelegt. So kommen wir nicht weiter“, betont Horst Vöge. Zudem erwarten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen von Seiten der Politik ein klares Bekenntnis zum Leistungsumfang der Pflegeversicherung. Die öffentliche Diskussion über die mögliche Streichung des Pflegegrades 1 hat in der Bevölkerung große Verunsicherung ausgelöst. „Innerhalb kürzester Zeit erreichte uns eine Vielzahl von E-Mails besorgter Mitglieder, die Angst davor haben, in Zukunft auf die dringend benötigte Nachbarschaftshilfe verzichten zu müssen. Diese Menschen darf man nicht länger im Regen stehen lassen“, fordert Horst Vöge und stellt fest: „Darüber hinaus enthält der Bericht kaum etwas, das pflegenden Angehörigen wirklich zugutekommt.“