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Verbesserungen in Sachen inklusiver Katastrophenschutz in Baden-Württemberg geplant

Wappen Bundesland Baden-Württenberg
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Foto: Gemeinfrei, public domain

Stuttgart (kobinet) Die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge begrüßt den neuen Entwurf des Gesetzes über den Katastrophenschutz (Landeskatastrophenschutzgesetzes – LKatSG) Baden-Württemberg. In den nächsten Wochen wird die Neufassung des Landeskatastrophenschutzgesetzes im Landtag Baden-Württemberg verhandelt. Dem Engagement der Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge und den zahlreichen Stellungnahmen ihrer Mitgliedsorganisationen ist es zu verdanken, dass in der Neufassung im § 1 nun darauf verwiesen wird, dass "einzelne Personen oder Personengruppen in besonderer Weise Schutz und Hilfe benötigen und in ihrer Selbsthilfefähigkeit eingeschränkt sein können" und dies bei der Planung zu berücksichtigen ist. Wird dieser Entwurf im Parlament bestätigt, wäre das ein riesiger Teilerfolg auf dem Weg zu einem Katastrophenschutz, in dem alle Menschen mit ihren Fähigkeiten und Hilfebedarfen mitgedacht werden, wie es von Seiten der Initiative in einer Presseinformation heißt.

Marc Groß, Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, erklärte: „Es geht jetzt hoffentlich nicht um Parteipolitik, sondern um den Schutz und die Sicherheit für alle Menschen in Baden-Württemberg. Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen und diesem Gesetz die Zustimmung zu geben.“ Zugleich könne das nur der Auftakt sein. In den vergangenen anderthalb Jahren wurde durch zahlreiche Gespräche und Veranstaltungen deutlich, dass noch viel zu tun ist. Anlässlich des am 13. Oktober begangenen Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge möchte die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge dafür werben, den Schwung und das Bewusstsein für das Thema der Katastrophenvorsorge aufzunehmen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass unsere Gesellschaft für zukünftige Extremereignisse gut aufgestellt ist. Die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge versteht sich hierbei als Sammelpunkt und Anlaufstelle für Probleme und Lösungsansätze aus dem ganzen Land.

Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen, betonte: „Katastrophenvorsorge beginnt bei der Bevölkerung. Jede und jeder Einzelne kann und muss seinen und ihren Beitrag leisten, um Extremereignisse zu bewältigen. Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Polizeien können dieses Handeln unterstützen, aber niemals vollständig ersetzen. Wir alle sind gefragt, unseren Beitrag zu leisten.“

Verbunden mit dem Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge veröffentlichte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Neufassung seines Ratgebers Vorsorgen für Krisen und Katastrophen. Dieser Leitfaden soll Bürgerinnen und Bürger über mögliche Gefahren aufklären und hilfreiche Tipps geben, wie man sich selbst und seine An- und Zugehörigen auf Katastrophen vorbereiten kann.

Hintergrund:

Die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge wurde im Juni 2024 von der Beauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen und dem Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes Baden-Württemberg gegründet. Sie setzt sich für einen Katastrophenschutz ein, in dem alle Menschen mitgedacht werden und mitwirken können. Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen wirken zahlreiche Organisationen aus dem Katastrophenschutz, der Politik, der Wohlfahrtsarbeit und der Selbstvertretung zusammen, um gemeinsam Strukturen im Katastrophenschutz zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Die Anzahl von Katastrophen und das Ausmaß der durch sie verursachten Schäden steigen stetig an. Vor allem die Hochwasser und Hitzeperioden der letzten Jahre haben vor Augen geführt, dass auch Deutschland von Extremereignissen betroffen ist, die das Risiko haben, zu Katastrophen zu werden.

Um dafür zu sensibilisieren und gesamtgesellschaftlich ein Bewusstsein für die Notwendigkeit staatlicher und privater Katastrophenvorsorge zu schaffen, wird seit 2009 jedes Jahr am 13. Oktober der Internationale Tag der Katastrophenvorsorge (International Day for Disaster Risk Reduction) begangen.