Die Regierung hatte ein Treffen.
Das Treffen war am 8. Oktober 2025.
Und am 9. Oktober 2025.
Viele Menschen hatten gehofft:
Die Regierung ändert ein Gesetz.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Sie sollen die gleichen Rechte haben.
Das steht in einem Plan.
Der Plan heißt: 100-Tage-Programm.
Das ist ein Plan für die ersten 100 Tage.
Da steht drin: Was macht die Regierung zuerst?
Aber die Regierung hat sich nicht geeinigt.
Das ist sehr enttäuschend.
Verena Bentele ist die Chefin vom VdK.
Die Chefin nennt man auch: Präsidentin.
Sie leitet den VdK.
Sie trifft wichtige Entscheidungen.
Sie sagte am 9. Oktober 2025:
Das ist eine große Enttäuschung.
Das ist ein Skandal.
Ein Skandal ist etwas Schlimmes.
Viele Menschen ärgern sich darüber.
Die Regierung streicht das Thema einfach.
Menschen mit Behinderung wurden vergessen.
Diese Menschen brauchen Barriere-Freiheit:
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Menschen mit schwerer Behinderung brauchen das.
Ältere Menschen brauchen das.
Menschen mit Mobilitäts-Einschränkungen brauchen das.
Mobilitäts-Einschränkung bedeutet: Eine Person kann sich nicht gut bewegen.
Verena Bentele sagt:
Wir brauchen ein starkes Gesetz.
Das Gesetz muss Barriere-Freiheit vorschreiben.
Millionen Menschen dürfen nicht vergessen werden.
Die Wirtschaft muss sich auch bewegen.
Sonst gibt es keine Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: bei etwas mit-machen können.
Alle sollen mit-machen dürfen.
Es gibt eine Gruppe.
Die Gruppe heißt: LIGA Selbst-Vertretung.
In der Gruppe sind Menschen mit Behinderung.
Die Menschen sprechen für sich selbst.
Die Gruppe sagt:
Das ist ein Trauer-Spiel.
Die Regierung redet nur schön.
Aber sie tut nichts.
Das nennt man: Schaum-Schlägerei.
Schaum-Schlägerei bedeutet: Viel reden ohne Ergebnis.
Es passiert nichts Wichtiges dabei.
Die Wirtschaft will sich nicht bewegen.
Deutschland ist ein Vorbild.
Ein Vorbild für andere Länder.
Aber beim Thema Barriere-Freiheit geht es zu langsam.
Das ist beschämend.
Die Regierung hat auch über Rente gesprochen.
Verena Bentele sagt dazu:
Das Renten-Niveau bleibt gleich.
Es bleibt bis zum Jahr 2031 bei 48 Prozent.
Renten-Niveau bedeutet: So viel Rente bekommt man.
Im Vergleich zum Lohn.
Das ist gut für die Rentner.
Die Regierung zahlt die Rente aus Steuer-Mitteln.
Steuer-Mittel ist Geld vom Staat.
Das Geld kommt von den Steuern.
Alle Menschen bezahlen Steuern.
Das entlastet die Arbeit-Nehmer.
Die Arbeit-Nehmer müssen weniger Beiträge zahlen.
Das ist ein wichtiger Schritt.
Es gibt auch die Mütter-Rente 3.
Das bedeutet:
Mütter bekommen für ihre Kinder mehr Rente.
Die Kinder-Erziehungs-Zeiten werden angerechnet.
Das ist gerecht.
Der VdK fordert:
Das Renten-Niveau muss auch nach 2031 sicher sein.
Die Regierung muss das dauerhaft finanzieren.
Alle sollen in die Renten-Versicherung einzahlen:
Die Renten-Versicherung ist eine Versicherung.
Sie zahlt Geld an alte Menschen.
Die Menschen haben früher gearbeitet.
Jetzt bekommen sie jeden Monat Geld zum Leben.
Selbst-Ständige sollen einzahlen.
Beamte sollen einzahlen.
Politiker sollen einzahlen.
Der VdK fordert auch:
Super-Reiche müssen mehr zahlen.
Sie müssen höhere Beiträge zahlen.
Sie müssen mehr Steuern zahlen.
Steuern auf ihr Vermögen.
So kann der Sozial-Staat finanziert werden.
Die Regierung plant eine Aktiv-Rente.
Das bedeutet:
Ältere Menschen können länger arbeiten.
Sie bekommen dann steuerliche Vorteile.
Das hilft vor allem gesunden Menschen.
Aber es gibt ein Problem:
Viele Firmen entlassen gerade Mitarbeiter.
Auch ältere Mitarbeiter werden entlassen.
Manche Menschen müssen früher aufhören zu arbeiten.
Zum Beispiel wegen Krankheit.
Oder wegen Pflege-Verpflichtungen.
Für diese Menschen gibt es keine Hilfe.
Verena Bentele fordert:
Es braucht ein Programm für gute Arbeit.
Gute Arbeit im Alter.
Die Arbeit muss gesund sein.
Ältere Menschen brauchen mehr Weiter-Bildung.
Sie brauchen mehr Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet: Etwas wieder gesund machen.
Oder etwas wieder so machen wie früher.

Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Viele haben sich gefragt, ob das Treffen des Koalitionsausschusses vom 8. und 9. Oktober 2025 endlich einen Durchbruch für die bereits im 100-Tage-Programm der Bundesregierung vorgesehene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bringen würde. So hoffnungsfroh manche nach dem Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten und den dort getätigten Äußerungen der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas waren, so ernüchternd scheint das Ergebnis zu sein, wie aus einem Pressestatement der VdK-Präsidentin Verena Bentele vom 9. Oktober 2025 hervorgeht: "Eine große Enttäuschung und ein Skandal ist, dass sich die Koalition erneut nicht auf eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes einigen konnte. Schwerbehinderte, ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen sind klammheimlich aus dem Sofortprogramm der ersten 100 Tage der Bundesregierung gestrichen worden. Diese Uneinigkeit innerhalb der Koalition ist ein echter Bremsklotz für die Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Was wir wirklich brauchen, ist ein starkes Gesetz, das Millionen Menschen nicht vergisst und Barrierefreiheit verbindlich vorschreibt."
Für die LIGA Selbstvertretung ist das Hin und Her der Koalition in Sachen Barrierefreiheit mittlerweile ein Trauerspiel. Dieses zeige, dass hinter den schönen Worten bei Sonntagsreden zum Abbau von Barrieren in den Köpfen, zur Inklusion und Barrierefreiheit reine Schaumschlägerei stecke. Handfeste Interessen verhinderten, dass sich die Wirtschaft auch nur einen Zentimeter für mehr Barrierefreiheit ihrer Angebote bewegen müsse. Gerade im Lichte der Vorbildfunktion Deutschlands in der Welt sei dieses Schneckentempo für mehr Barrierefreiheit beschämend.
Zu den rentenpolitischen Beschlüssen des Koalitionsausschusses vom 8./9. Oktober 2025 erklärte Verena Bentele: „Mit der Festschreibung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis 2031 und der Angleichung der Kindererziehungszeiten mit der Mütterrente III stärkt die Bundesregierung das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Die Rente wird enger an die Lohnentwicklung gekoppelt, wodurch Inflationsverluste und Altersarmut begrenzt werden. Die vollständige Finanzierung dieser Maßnahmen aus Steuermitteln ist ein wichtiger Schritt, um die Beitragszahlenden von der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Leistungen zu entlasten. Diesen Weg muss die Regierung konsequent fortsetzen, insbesondere durch eine nachhaltige finanzielle Absicherung des Rentenniveaus über 2031 hinaus.“
Wichtig sei darüber hinaus die Stärkung der Einnahmebasis der Sozialversicherungen und des Bundes. In den diversen Kommissionen müssten jetzt zügig konkrete und gerechte Vorschläge auf den Tisch, wie Selbstständige, Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden können. Außerdem müssten nach Ansicht des VdK Superreiche über höhere Beitragsbemessungsgrenzen und eine gerechte Besteuerung großer Vermögen angemessen zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen.
„Die nun auf den Weg gebrachte Aktivrente bietet vor allem gesunden Menschen in wenig belastenden Berufen sowie älteren Erwerbstätigen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten wollen oder müssen, eine willkommene steuerliche Entlastung. Allerdings steht dieser positive Anreiz im Widerspruch zu den derzeitigen Entlassungswellen in großen Unternehmen. Ältere Menschen, die etwa wegen Krankheit, Pflegeverpflichtungen oder Arbeitslosigkeit frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, bleiben bisher außen vor. Wir fordern von den Arbeitgebern und der Bundesregierung ein umfassendes Aktionsprogramm für gute und gesunde Arbeit im Alter sowie den Ausbau von Weiterbildung und Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Beschäftigte“, erklärte Verena Bentele.

Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Viele haben sich gefragt, ob das Treffen des Koalitionsausschusses vom 8. und 9. Oktober 2025 endlich einen Durchbruch für die bereits im 100-Tage-Programm der Bundesregierung vorgesehene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bringen würde. So hoffnungsfroh manche nach dem Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten und den dort getätigten Äußerungen der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas waren, so ernüchternd scheint das Ergebnis zu sein, wie aus einem Pressestatement der VdK-Präsidentin Verena Bentele vom 9. Oktober 2025 hervorgeht: "Eine große Enttäuschung und ein Skandal ist, dass sich die Koalition erneut nicht auf eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes einigen konnte. Schwerbehinderte, ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen sind klammheimlich aus dem Sofortprogramm der ersten 100 Tage der Bundesregierung gestrichen worden. Diese Uneinigkeit innerhalb der Koalition ist ein echter Bremsklotz für die Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Was wir wirklich brauchen, ist ein starkes Gesetz, das Millionen Menschen nicht vergisst und Barrierefreiheit verbindlich vorschreibt."
Für die LIGA Selbstvertretung ist das Hin und Her der Koalition in Sachen Barrierefreiheit mittlerweile ein Trauerspiel. Dieses zeige, dass hinter den schönen Worten bei Sonntagsreden zum Abbau von Barrieren in den Köpfen, zur Inklusion und Barrierefreiheit reine Schaumschlägerei stecke. Handfeste Interessen verhinderten, dass sich die Wirtschaft auch nur einen Zentimeter für mehr Barrierefreiheit ihrer Angebote bewegen müsse. Gerade im Lichte der Vorbildfunktion Deutschlands in der Welt sei dieses Schneckentempo für mehr Barrierefreiheit beschämend.
Zu den rentenpolitischen Beschlüssen des Koalitionsausschusses vom 8./9. Oktober 2025 erklärte Verena Bentele: „Mit der Festschreibung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis 2031 und der Angleichung der Kindererziehungszeiten mit der Mütterrente III stärkt die Bundesregierung das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Die Rente wird enger an die Lohnentwicklung gekoppelt, wodurch Inflationsverluste und Altersarmut begrenzt werden. Die vollständige Finanzierung dieser Maßnahmen aus Steuermitteln ist ein wichtiger Schritt, um die Beitragszahlenden von der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Leistungen zu entlasten. Diesen Weg muss die Regierung konsequent fortsetzen, insbesondere durch eine nachhaltige finanzielle Absicherung des Rentenniveaus über 2031 hinaus.“
Wichtig sei darüber hinaus die Stärkung der Einnahmebasis der Sozialversicherungen und des Bundes. In den diversen Kommissionen müssten jetzt zügig konkrete und gerechte Vorschläge auf den Tisch, wie Selbstständige, Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden können. Außerdem müssten nach Ansicht des VdK Superreiche über höhere Beitragsbemessungsgrenzen und eine gerechte Besteuerung großer Vermögen angemessen zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen.
„Die nun auf den Weg gebrachte Aktivrente bietet vor allem gesunden Menschen in wenig belastenden Berufen sowie älteren Erwerbstätigen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten wollen oder müssen, eine willkommene steuerliche Entlastung. Allerdings steht dieser positive Anreiz im Widerspruch zu den derzeitigen Entlassungswellen in großen Unternehmen. Ältere Menschen, die etwa wegen Krankheit, Pflegeverpflichtungen oder Arbeitslosigkeit frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, bleiben bisher außen vor. Wir fordern von den Arbeitgebern und der Bundesregierung ein umfassendes Aktionsprogramm für gute und gesunde Arbeit im Alter sowie den Ausbau von Weiterbildung und Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Beschäftigte“, erklärte Verena Bentele.




