Staufen (kobinet)
Samuel Koch ist Schau-Spieler.
Ein Schau-Spieler spielt andere Personen.
Das macht er im Theater oder Film.
Er sitzt im Roll-Stuhl.
Ein Roll-Stuhl ist ein Stuhl mit Rädern.
Menschen können damit fahren wenn sie nicht gehen können.
Er spielt in München Theater.
Das Theater heißt: Kammer-Spiele.
Er spielt die Rolle von Wallenstein.
Wallenstein war ein General im Krieg.
Das ist der Chef von vielen Soldaten.
Das war vor sehr langer Zeit.
Das Theater-Stück ist von Schiller.
Es geht um einen Krieg.
Der Krieg dauerte 30 Jahre.
Das Stück zeigt: Krieg ist schrecklich.
Das Stück zeigt auch: Krieg macht immer mehr Krieg.
Die Zu-Schauer verstehen: So funktioniert Krieg.
Das Stück zeigt noch etwas.
Politiker reden über Krieg.
Ein Politiker arbeitet in der Politik.
Bürger wählen die Politiker.
Die Medien berichten über Krieg.
Medien sind zum Beispiel: Zeitung, Radio oder Fernsehen.
Über Medien erfährst du Nach-Richten.
So werden Menschen auf Krieg vorbereitet.
Die Premiere war am Montag.
Das ist die erste Auf-Führung.
Ein Theater-Stück wird zum ersten Mal gezeigt.
Der Deutschland-Funk hat darüber berichtet.
Hier können Sie die Kritik lesen:
Das ist eine Meinung zu etwas.
Du sagst, was gut ist.
Und du sagst, was schlecht ist.

Foto: ht
Staufen (kobinet) Ein Mensch mit Behinderung als Warlord
Auf der Theaterbühne ist auch das möglich. In den Münchner Kammerspielen gibt Schauspieler Samuel Koch im Rollstuhl Schillers Feldherr Wallenstein. Dieser Behinderte „kann Krieg“ und wie!
Uns den „Fleischwolf Krieg“ nur annähernd realistisch vorzustellen, ist beinahe unmöglich. Schillers Theaterstück über den Dreißigjährigen Krieg versucht es. Und vermittelt über den sinnlichen Eindruck hinaus die Erkenntnis, „der Krieg ernährt den Krieg“. Wir Zuschauenden erkennen mit Schrecken, wie ein gigantisches „Nähren des Krieges“ vor unseren Augen vonstattengeht. Und wie als Teil davon die politische und mediale Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda die Kriegsbereitschaft und unsere Kriegserwartung nähren.
Hier die Premierenkritik vom vergangenen Montag auf Deutschlandfunk.
https://www.deutschlandfunk.de/schillers-wallenstein-an-den-muenchner-kammerspielen-100.html

Foto: ht
Staufen (kobinet) Ein Mensch mit Behinderung als Warlord
Auf der Theaterbühne ist auch das möglich. In den Münchner Kammerspielen gibt Schauspieler Samuel Koch im Rollstuhl Schillers Feldherr Wallenstein. Dieser Behinderte „kann Krieg“ und wie!
Uns den „Fleischwolf Krieg“ nur annähernd realistisch vorzustellen, ist beinahe unmöglich. Schillers Theaterstück über den Dreißigjährigen Krieg versucht es. Und vermittelt über den sinnlichen Eindruck hinaus die Erkenntnis, „der Krieg ernährt den Krieg“. Wir Zuschauenden erkennen mit Schrecken, wie ein gigantisches „Nähren des Krieges“ vor unseren Augen vonstattengeht. Und wie als Teil davon die politische und mediale Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda die Kriegsbereitschaft und unsere Kriegserwartung nähren.
Hier die Premierenkritik vom vergangenen Montag auf Deutschlandfunk.
https://www.deutschlandfunk.de/schillers-wallenstein-an-den-muenchner-kammerspielen-100.html




