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Patientenbeiträge im Gesundheitswesen müssen Bestand haben

Bild einer Ärztin, eines Medikamenntenglases und einer Spritze vor blauem Hintergrund
Ärztin mit Medizin
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

Berlin (kobinet) Die ersten Überlegungen und Planungen zu höheren Zuzahlungen im Gesundheitswesen stoßen beim Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dem mit 2,3 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands, auf scharfe Kritik. "Hände weg, das ist unsozial und ungerecht", fordert Präsident Horst Vöge. "Vor allem Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, die regelmäßig auf Gesundheitsleistungen angewiesen sind, würden massiv belastet. Heute schon müssen chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und Ältere an ihrer medizinischen Versorgung sparen – mit dramatischen Folgen für ihre Lebensqualität.

Die in der Debatte befindlichen Mehrbelastungen bei Medikamenten, Krankenhausaufenthalten, Reha, häuslicher Krankenpflege oder Fahrkosten verschärfen laut VdK NRW die soziale Schieflage. „Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Statt auf mehr Eigenbeteiligung zu setzen, muss die Politik endlich den Mut aufbringen, das gesamte Gesundheitssystem solidarisch und zukunftsfähig umzubauen“, fordert Horst Vöge mit Nachdruck.