Menu Close

Barrierefreiheit betrifft uns alle in jeder Situation

Bild eines in weißen Decken gehüllten schlafenden Babys
Schlafendes Baby
Foto: Claire51700 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

DORTMUND (kobinet) Barrierefreiheit betrifft uns alle – das haben sehr viele schon einmal gehört und einige haben das auch bereits verstanden. Dass dies aber auch auf spezielle Situationen zutrifft, wurde in einem Vortrag des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Arnsberg bei der 29. Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Hebammen NRW in Dortmund anschaulich demonstriert – nämlich das Thema "barrierefreie Geburt". Bei diesem Thema kommen unter Umständen auch Fachfrauen in Sachen Geburt ins Grübeln. "Gerade habe ich überlegt, wo wir im Kreißsaal eine behindertengerechte Toilette haben", fragte die Referentin während des Vortrags. "Wisst ihr das?" Es waren nicht viele Hebammen, die mit Bestimmtheit antworten konnten.

Dass es behindertengerechte Toiletten mindestens in der Nähe des Kreißsaals geben muss, ist das eine, dass sie auch funktionieren müssen, das andere. Leider sind die Erfahrungen von Eltern mit Behinderungen oft noch andere und führen zu belastenden Erlebnissen rund um die Geburt. Manche Barrieren entstehen auch durch fehlende Berührungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten – so eine weitere Erkenntnis der Peer-Referentinnen. So kann es passieren, dass die Fähigkeiten von werdenden Eltern unter- oder überschätzt werden (Ableismus) und dass zu wenig auf die behinderungsbedingten Bedarfe bei Eltern eingegangen wird – beides problematisch in der Ausnahmesituation rund um die Geburt.

Die Informationen zu dieser Veranstaltung sind auf dieser Internetseite nachzulesen.