Dortmund (kobinet)
Barriere-Freiheit ist wichtig.
Sie ist für alle Menschen wichtig.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Viele Menschen haben das gehört.
Manche Menschen haben das verstanden.
Aber: Barriere-Freiheit ist auch bei Geburten wichtig.
Das Kompetenz-Zentrum Selbst-Bestimmt Leben hat darüber gesprochen.
Ein Kompetenz-Zentrum ist eine Beratungs-Stelle.
Dort arbeiten Fach-Leute.
Die Fach-Leute helfen Menschen.
Selbst-bestimmt leben bedeutet: Sie entscheiden selbst.
Sie sagen, was Sie wollen.
Niemand bestimmt über Sie.
Das Treffen war in Dortmund.
Es war ein Hebammen-Treffen.
Hebammen sind Fach-Frauen.
Sie helfen bei Geburten.
Das Treffen war vom Landes-Verband NRW.
Ein Landes-Verband verbindet viele Vereine.
Die Vereine sind in einem Bundes-Land.
Der Verband vertritt alle Vereine.
Es war das 29. Treffen.
Eine Frau hat einen Vortrag gehalten.
Sie hat gefragt: Wo gibt es behinderten-gerechte Toiletten?
Behinderten-gerecht bedeutet: Alle Menschen können etwas nutzen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Die Toiletten müssen im Kreiß-Saal sein.
Ein Kreiß-Saal ist ein Raum.
Der Raum ist im Kranken-Haus.
Dort kommen Babys zur Welt.
Hebammen helfen bei der Geburt.
Nur wenige Hebammen wussten das.
Aber: Die Toiletten müssen da sein.
Sie müssen richtig funktionieren.
Das ist sehr wichtig.
Eltern mit Behinderung machen schlechte Erfahrungen.
Das passiert bei der Geburt.
Es gibt viele Barrieren.
Manche Barrieren entstehen durch Unwissen.
Die Lebens-Welten sind sehr unterschiedlich.
Lebens-Welten sind die Orte vom Leben.
Das ist zum Beispiel zu Hause.
Oder die Arbeit.
Auch Freunde gehören dazu.
Jeder Mensch hat seine eigene Lebens-Welt.
Manchmal werden Fähigkeiten unter-schätzt.
Manchmal werden Fähigkeiten über-schätzt.
Das nennt man Ableismus.
Ableismus bedeutet: Menschen mit Behinderung werden schlechter behandelt.
Andere Menschen denken: Sie können weniger.
Das ist falsch.
Alle Menschen sind gleich viel wert.
Das ist bei Geburten schwierig.
Die Geburt ist eine besondere Situation.
Mehr Informationen gibt es im Internet.
Die Internet-Adresse ist: ksl-arnsberg.de/de/node/6793

Foto: Claire51700 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
DORTMUND (kobinet) Barrierefreiheit betrifft uns alle – das haben sehr viele schon einmal gehört und einige haben das auch bereits verstanden. Dass dies aber auch auf spezielle Situationen zutrifft, wurde in einem Vortrag des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Arnsberg bei der 29. Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Hebammen NRW in Dortmund anschaulich demonstriert – nämlich das Thema "barrierefreie Geburt". Bei diesem Thema kommen unter Umständen auch Fachfrauen in Sachen Geburt ins Grübeln. "Gerade habe ich überlegt, wo wir im Kreißsaal eine behindertengerechte Toilette haben", fragte die Referentin während des Vortrags. "Wisst ihr das?" Es waren nicht viele Hebammen, die mit Bestimmtheit antworten konnten.
Dass es behindertengerechte Toiletten mindestens in der Nähe des Kreißsaals geben muss, ist das eine, dass sie auch funktionieren müssen, das andere. Leider sind die Erfahrungen von Eltern mit Behinderungen oft noch andere und führen zu belastenden Erlebnissen rund um die Geburt. Manche Barrieren entstehen auch durch fehlende Berührungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten – so eine weitere Erkenntnis der Peer-Referentinnen. So kann es passieren, dass die Fähigkeiten von werdenden Eltern unter- oder überschätzt werden (Ableismus) und dass zu wenig auf die behinderungsbedingten Bedarfe bei Eltern eingegangen wird – beides problematisch in der Ausnahmesituation rund um die Geburt.
Die Informationen zu dieser Veranstaltung sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Foto: Claire51700 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
DORTMUND (kobinet) Barrierefreiheit betrifft uns alle – das haben sehr viele schon einmal gehört und einige haben das auch bereits verstanden. Dass dies aber auch auf spezielle Situationen zutrifft, wurde in einem Vortrag des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Arnsberg bei der 29. Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Hebammen NRW in Dortmund anschaulich demonstriert – nämlich das Thema "barrierefreie Geburt". Bei diesem Thema kommen unter Umständen auch Fachfrauen in Sachen Geburt ins Grübeln. "Gerade habe ich überlegt, wo wir im Kreißsaal eine behindertengerechte Toilette haben", fragte die Referentin während des Vortrags. "Wisst ihr das?" Es waren nicht viele Hebammen, die mit Bestimmtheit antworten konnten.
Dass es behindertengerechte Toiletten mindestens in der Nähe des Kreißsaals geben muss, ist das eine, dass sie auch funktionieren müssen, das andere. Leider sind die Erfahrungen von Eltern mit Behinderungen oft noch andere und führen zu belastenden Erlebnissen rund um die Geburt. Manche Barrieren entstehen auch durch fehlende Berührungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten – so eine weitere Erkenntnis der Peer-Referentinnen. So kann es passieren, dass die Fähigkeiten von werdenden Eltern unter- oder überschätzt werden (Ableismus) und dass zu wenig auf die behinderungsbedingten Bedarfe bei Eltern eingegangen wird – beides problematisch in der Ausnahmesituation rund um die Geburt.
Die Informationen zu dieser Veranstaltung sind auf dieser Internetseite nachzulesen.




