Berlin (kobinet)
Es gibt Berichte über eine Arbeits-Gruppe.
Die Arbeits-Gruppe heißt: Bund-Länder-Arbeits-Gruppe Pflege.
Bund-Länder-Arbeits-Gruppe bedeutet: Das ist ein Team.
Menschen vom Bund arbeiten mit Menschen von den Ländern zusammen.
Sie lösen gemeinsam Probleme.
Diese Gruppe arbeitet für die Bundes-Regierung.
Die Gruppe überlegt: Soll der Pflege-Grad 1 weg?
Pflege-Grad bedeutet: Das zeigt: Wie viel Hilfe braucht ein Mensch?
Es gibt 5 Pflege-Grade.
Pflege-Grad 1 bedeutet: wenig Hilfe nötig.
Pflege-Grad 5 bedeutet: sehr viel Hilfe nötig.
Simone Fischer ist Politikerin von den Grünen.
Sie spricht für ihre Partei über Pflege-Politik.
Simone Fischer sagt: Pflege darf kein Spar-Objekt werden.
Die Kosten dürfen nicht bei pflege-bedürftigen Menschen gespart werden.
Simone Fischer kritisiert die Koalition
Simone Fischer sagt: Die Koalition schiebt wichtige Geld-Fragen weg.
Koalition bedeutet: Das sind mehrere Parteien.
Diese Parteien arbeiten zusammen.
Sie regieren gemeinsam ein Land.
Die Fragen sind über die Pflege-Versicherung.
Pflege-Versicherung bedeutet: Diese Versicherung hilft kranken Menschen.
Sie zahlt Geld für die Pflege.
Alle Menschen in Deutschland haben diese Versicherung.
Die Koalition legt keine Lösungen vor.
Stattdessen macht sie eine Arbeits-Gruppe.
Diese Arbeits-Gruppe will sogar bei den Schwächsten sparen.
Wer Verantwortung hat, darf nicht Zeit verschwenden.
Schon gar nicht darf auf dem Rücken von pflege-bedürftigen Menschen gespart werden.
Das gilt auch für ihre Angehörigen.
Pflege-Grad 1 hilft früh
Der Pflege-Grad 1 wurde für frühe Hilfe eingeführt.
Menschen sollen früh Unterstützung im Alltag bekommen.
Sie sollen so lange wie möglich selbst-ständig bleiben.
Es geht nicht nur darum zu Hause zu bleiben.
Es geht auch darum: Die Pflege-Situation soll sich nicht verschlechtern.
Wer den Pflege-Grad 1 weg nimmt, ist kurz-sichtig.
Über 860.000 Menschen würden ihre Selbst-ständigkeit verlieren.
Für pflegende Angehörige wäre das ein schwerer Rück-schlag.
Die Koalition hat Verantwortung
Die ganze Koalition trägt Verantwortung für diese Fehl-Steuerung.
CDU/CSU und SPD haben zusammen entschieden.
Sie haben die wichtigen Reformen an eine Kommission gegeben.
Kommission bedeutet: Das ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Diese Menschen kennen sich gut aus.
Sie beraten andere Menschen.
Das Ergebnis: Es gibt lang-wierige Vorschläge.
Diese Vorschläge kann nicht mal die Koalition mittragen.
Das zeigt: Die Koalition ist zerstritten.
So kann es keine verlässliche Lösung geben.
Ehrliche Geld-Analyse ist nötig
Statt über Kürzungen zu reden braucht es ehrliche Analyse.
Die Frage ist: Welche Kosten gehören in die Pflege-Versicherung?
Welche Kosten müssen aus Steuer-Geld bezahlt werden?
Steuer-Geld bedeutet: Das ist Geld von den Bürgern.
Alle Menschen müssen Steuern bezahlen.
Das Geld geht an den Staat.
Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, bleibt jede Reform Stück-werk.
Das Vertrauen der Menschen in die Pflege-Versicherung wird weiter beschädigt.
Konkretes Lösungs-Konzept ist nötig
Simone Fischer sagt: Pflege braucht Verlässlichkeit.
Pflege braucht keine weitere Ver-unsicherung.
Pflege braucht keine neuen Belastungen.
Ministerin Paus muss jetzt handeln.
Die versicherungs-fremden Leistungen müssen aus Steuer-Geld bezahlt werden.
Versicherungs-fremde Leistungen bedeutet: Das sind Dinge, die eine Versicherung bezahlt.
Aber eigentlich gehören sie nicht zur Versicherung.
Die Corona-Mehr-Kosten in Milliarden-Höhe müssen zurück in die Pflege-Kassen.
Corona-Mehr-Kosten bedeutet: Das sind Extra-Kosten wegen Corona.
Corona war eine schwere Krankheit.
Das hat viel Geld gekostet.
Es braucht einen gerechten Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflege-Versicherung.
Nur mit einem fairen Finanzierungs-Konzept gibt es Perspektive.
Finanzierungs-Konzept bedeutet: Das ist ein Plan für Geld.
Der Plan zeigt: Woher kommt das Geld?
Wofür wird das Geld genutzt?
Das gilt für Millionen Menschen die gepflegt werden, pflegen und Beiträge zahlen.
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zu den Berichten, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Pflege der Bundesregierung die Abschaffung des Pflegegrades 1 prüft, hat Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, klargestellt, dass Pflege nicht zum Sparobjekt auf dem Rücken der Pflegebedürftigen werden darf. "Seit sie angetreten ist, schiebt die Koalition die drängenden Finanzfragen der Pflegeversicherung vor sich her. Statt endlich konkrete Lösungen zur Stabilisierung vorzulegen, setzt sie auf eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe – die nun sogar Kürzungen für die Schwächsten diskutiert. Wer Verantwortung trägt, darf nicht auf Zeit spielen – und schon gar nicht auf dem Rücken der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen sparen", betonte die Grünen-Politikerin.
Pflegegrad 1 als Präventionsmaßnahme
„Pflegegrad 1 wurde eingeführt, um Menschen frühzeitig Unterstützung im Alltag zu ermöglichen und ihre Eigenständigkeit so lange wie möglich zu sichern. Es geht nicht nur um den längeren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit, sondern auch darum, Verschlechterungen der Pflegesituation rechtzeitig zu verhindern. Wer diesen Pflegegrad infrage stellt, riskiert den Verlust von Selbstständigkeit für über 860.000 Menschen – und handelt kurzsichtig. Für pflegende Angehörige wäre eine Streichung zudem ein schwerer Rückschlag“, betonte Simone Fischer.
Koalition in der Verantwortung
Die Verantwortung für diese Fehlsteuerung trage die gesamte Koalition. CDU/CSU und SPD hätten gemeinsam entschieden, die dringend notwendigen Reformen an eine Kommission zu delegieren. Heraus kämen langwierige Vorschläge, die am Ende nicht einmal innerhalb der Koalition tragfähig seien. Das zeige, wie zerstritten sie sei – und wie aussichtslos es sei, so zu einer verlässlichen Lösung zu kommen, erklärte Simone Fischer.
Ehrliche Finanzierungsanalyse gefordert
Statt Kürzungsdebatten brauche es endlich eine ehrliche Analyse der Finanzierungslage: Welche Kosten gehören tatsächlich in die Pflegeversicherung, welche müssen aus Steuermitteln finanziert werden? Solange diese Fragen nicht beantwortet seien, bleibe jede Reform Stückwerk – und das Vertrauen der Menschen in die Pflegeversicherung werde weiter beschädigt.
Konkretes Lösungskonzept nötig
„Pflege braucht Verlässlichkeit – keine weitere Verunsicherung, keine neuen Belastungen. Ministerin Paus muss jetzt handeln: Die versicherungsfremden Leistungen gehören aus Steuermitteln finanziert, die milliardenschweren Corona-Mehrkosten müssen in die Pflegekassen zurückfließen. Und es braucht endlich einen gerechten Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung. Nur mit einem fairen und zukunftsfesten Finanzierungskonzept gibt es Perspektive und Halt – für die Millionen Menschen, die gepflegt werden, pflegen und Beiträge zahlen“, teilte Simone Fischer in einer Pressemitteilung mit.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zu den Berichten, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Pflege der Bundesregierung die Abschaffung des Pflegegrades 1 prüft, hat Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, klargestellt, dass Pflege nicht zum Sparobjekt auf dem Rücken der Pflegebedürftigen werden darf. "Seit sie angetreten ist, schiebt die Koalition die drängenden Finanzfragen der Pflegeversicherung vor sich her. Statt endlich konkrete Lösungen zur Stabilisierung vorzulegen, setzt sie auf eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe – die nun sogar Kürzungen für die Schwächsten diskutiert. Wer Verantwortung trägt, darf nicht auf Zeit spielen – und schon gar nicht auf dem Rücken der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen sparen", betonte die Grünen-Politikerin.
Pflegegrad 1 als Präventionsmaßnahme
„Pflegegrad 1 wurde eingeführt, um Menschen frühzeitig Unterstützung im Alltag zu ermöglichen und ihre Eigenständigkeit so lange wie möglich zu sichern. Es geht nicht nur um den längeren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit, sondern auch darum, Verschlechterungen der Pflegesituation rechtzeitig zu verhindern. Wer diesen Pflegegrad infrage stellt, riskiert den Verlust von Selbstständigkeit für über 860.000 Menschen – und handelt kurzsichtig. Für pflegende Angehörige wäre eine Streichung zudem ein schwerer Rückschlag“, betonte Simone Fischer.
Koalition in der Verantwortung
Die Verantwortung für diese Fehlsteuerung trage die gesamte Koalition. CDU/CSU und SPD hätten gemeinsam entschieden, die dringend notwendigen Reformen an eine Kommission zu delegieren. Heraus kämen langwierige Vorschläge, die am Ende nicht einmal innerhalb der Koalition tragfähig seien. Das zeige, wie zerstritten sie sei – und wie aussichtslos es sei, so zu einer verlässlichen Lösung zu kommen, erklärte Simone Fischer.
Ehrliche Finanzierungsanalyse gefordert
Statt Kürzungsdebatten brauche es endlich eine ehrliche Analyse der Finanzierungslage: Welche Kosten gehören tatsächlich in die Pflegeversicherung, welche müssen aus Steuermitteln finanziert werden? Solange diese Fragen nicht beantwortet seien, bleibe jede Reform Stückwerk – und das Vertrauen der Menschen in die Pflegeversicherung werde weiter beschädigt.
Konkretes Lösungskonzept nötig
„Pflege braucht Verlässlichkeit – keine weitere Verunsicherung, keine neuen Belastungen. Ministerin Paus muss jetzt handeln: Die versicherungsfremden Leistungen gehören aus Steuermitteln finanziert, die milliardenschweren Corona-Mehrkosten müssen in die Pflegekassen zurückfließen. Und es braucht endlich einen gerechten Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung. Nur mit einem fairen und zukunftsfesten Finanzierungskonzept gibt es Perspektive und Halt – für die Millionen Menschen, die gepflegt werden, pflegen und Beiträge zahlen“, teilte Simone Fischer in einer Pressemitteilung mit.




