Hadamar (kobinet) Am 25. September 2025 war ein wichtiger Tag.
Die Gedenk-Stätte Hadamar wird neu gemacht.
Es gab eine Feier für den Bau-Beginn.
Gedenk-Stätte bedeutet: Ein besonderer Ort zum Erinnern.
Menschen können an wichtige Ereignisse denken.
Oft sind das traurige Ereignisse aus der Vergangenheit.
Viele wichtige Menschen waren da.
Astrid Wallmann ist die Präsidentin vom Hessischen Land-Tag.
Sie war da.
Susanne Simmler war auch da.
Sie leitet den Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen.
Auch andere wichtige Menschen waren da.
Sie geben Geld für das Projekt.
Alle zusammen haben eine Zeit-Kapsel verschlossen.
Zeit-Kapsel bedeutet: Eine Box mit wichtigen Dingen.
Die Zeit-Kapsel kommt in das Fundament.
Fundament bedeutet: Der unterste Teil vom Gebäude.
Das Fundament hält das Gebäude fest.
Die Gedenk-Stätte Hadamar erinnert an schlimme Dinge.
In der Nazi-Zeit sind hier fast 15.000 Menschen getötet worden.
Das passierte in der Euthanasie-Tötungs-Anstalt Hadamar.
Euthanasie bedeutet: Menschen töten.
Die Nazis sagten: Diese Menschen sind das Leben nicht wert.
Susanne Simmler sagte: Die Gedenk-Stätte macht wichtige Arbeit.
Immer mehr Menschen besuchen die Gedenk-Stätte.
Jetzt kommen über 23.000 Menschen pro Jahr.
Viele sind Schüler und Schülerinnen.
Die Räume sind zu klein geworden.
Wolfram Weimer ist Staats-Minister für Kultur und Medien.
Er sagte: Die Tötungs-Anstalt Hadamar steht für schreckliche Verbrechen.
Die Nazis haben Menschen getötet.
Sie sagten: Diese Menschen sind das Leben nicht wert.
Das war sehr grausam.
Wir müssen uns immer daran erinnern.
Astrid Wallmann sagte auch etwas Wichtiges.
Sie sagte: Die Zeit-Zeugen werden immer weniger.
Zeit-Zeugen bedeutet: Menschen haben die Nazi-Zeit selbst erlebt.
Sie können davon erzählen.
Wir müssen die Erinnerung wach halten.
Die jungen Menschen müssen von den Verbrechen erfahren.
Franziska Kiermeier arbeitet für die Hessische Landes-Zentrale.
Das ist für politische Bildung.
Sie ist die Direktorin.
Sie sagte: Wir helfen bei dem Projekt.
Das Projekt ist sehr wichtig.
Wir können die Zukunft der Erinnerungs-Kultur mitgestalten.
Erinnerungs-Kultur bedeutet: Menschen denken an die Vergangenheit.
Sie lernen aus der Geschichte.
Sie wollen nicht vergessen was passiert ist.
So sollen sich schlimme Dinge nicht wiederholen.
Michael Ruoff ist der Bürger-Meister von Hadamar.
Er sagte: Die Gedenk-Stätte ist sehr wichtig.
Die Menschen von Hadamar tragen keine Schuld.
Die Verbrechen sind trotzdem hier passiert.
Wir müssen uns erinnern.
So etwas darf nie wieder passieren.
Prof. Dr. Jan Erik Schulte leitet die Gedenk-Stätte.
Er sagte: Die Erinnerung an die getöteten Menschen ist wichtig.
Diese Menschen wurden lange Zeit vergessen.
Niemand sprach über sie.
Das war über viele Jahre so.
Es ist nicht bekannt: Haben auch Menschen mit Behinderungen gesprochen?
Das steht nicht in der Presse-Information.
Der Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen hat die Information geschrieben.
Hinter-Grund: Die Neu-Gestaltung
Die Neu-Gestaltung hat 3 Teile.
Das historische Gebäude wird saniert.
Sanierung bedeutet: Das alte Gebäude wird repariert.
Die Gedenk-Stätte bekommt mehr Platz.
Es gibt eine neue Dauer-Ausstellung.
Dauer-Ausstellung bedeutet: Eine Ausstellung im Museum.
Diese Ausstellung bleibt sehr lange da.
Sie ändert sich nicht oft.
Menschen können sie immer besuchen.
Das Projekt kostet rund 16,6 Millionen Euro.
Das Geld kommt von 3 Stellen.
Der Bund gibt Geld.
Das Land Hessen gibt Geld.
Der LWV Hessen gibt auch Geld.
Der Bundes-Beauftragte für Kultur gibt 5,4 Millionen Euro.
Die Hessische Landes-Zentrale gibt 5,6 Millionen Euro.
Susanne Simmler sagte: Nur zusammen können wir das schaffen.
Die neue Dauer-Ausstellung kann die Geschichte gut erzählen.
Die Geschichte von der NS-Euthanasie.
NS-Euthanasie bedeutet: Menschen töten in der Nazi-Zeit.
Das war zwischen 1939 und 1945.
Die Erinnerung bleibt für die Zukunft wach.
In den nächsten Jahren passiert viel.
Das historische Gebäude wird saniert.
Das Gebäude war früher eine Landes-Heil-Anstalt.
Die Nazis haben daraus eine Tötungs-Anstalt gemacht.
Die neue Dauer-Ausstellung wird ganz neu gemacht.
Sie zeigt die Geschichte der NS-Euthanasie.
Es gibt interaktive Medien.
Es gibt Vertiefungs-Stationen.
Interaktive Medien bedeutet: Computer zum Mit-Machen.
Du kannst Knöpfe drücken.
Du kannst den Bild-Schirm berühren.
Dann passiert etwas auf dem Bild-Schirm.
Vertiefungs-Stationen bedeutet: Orte zum genauer Lernen.
Du kannst dort mehr über ein Thema erfahren.
Die Ausstellung zeigt Biografien.
Biografie bedeutet: Lebens-Geschichte von einem Menschen.
Das sind Lebens-Geschichten von getöteten Menschen.
Der historische Ort macht die Geschichte anschaulich.
Während der Bau-Arbeiten bleibt die Gedenk-Stätte offen.
Die Menschen können sie weiter besuchen.
Trotz der Sanierung und der Neu-Gestaltung.
Bild-Unterschrift: Wichtige Menschen beim Bau-Beginn.
Von links: Franziska Kiermeier.
Sie ist Direktorin der Hessischen Landes-Zentrale.
LWV-Landes-Direktorin Susanne Simmler.
Land-Tags-Präsidentin Astrid Wallmann.
Gedenk-Stätten-Leiter Prof. Dr. Jan Erik Schulte.
Dr. Robin Mishra leitet die Abteilung Erinnerungs-Kultur.
Bürger-Meister Michael Ruoff aus Hadamar.
Alle haben eine Zeit-Kapsel verschlossen.
Das Foto ist von der Gedenk-Stätte Hadamar.
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429 geschrieben.

Foto: Gedenkstätte Hadamar
Hadamar (kobinet) Mit einem Festakt wurde am 25. September 2025 der offizielle Baubeginn zur Neugestaltung der Gedenkstätte Hadamar gestartet. In Anwesenheit der Präsidentin des Hessischen Landtages, Astrid Wallmann, der Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Susanne Simmler, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen von Bund und Land, die das Projekt mitfinanzieren, wurde symbolisch eine Zeitkapsel verschlossen. Sie soll in das Fundament des zukünftigen neuen Eingangs zur Gedenkstätte eingelassen werden. Die vom LWV Hessen getragene Gedenkstätte Hadamar erinnert an die fast 15.000 Menschen, die während des Nationalsozialismus in der "Euthanasie"-Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurden.
„Die erfolgreiche und wichtige Arbeit hier in der Gedenkstätte hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren die Besucherzahlen stetig gestiegen sind. Schon längst reichen die Räumlichkeiten nicht mehr aus“, betonte die Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen Susanne Simmler. Zuletzt kamen jährlich über 23.000 Menschen in die Gedenkstätte, darunter vor allem Schülerinnen und Schüler.
Der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer erklärte: „Die Tötungsanstalt Hadamar steht für eines der grausamsten Verbrechen des Nationalsozialismus: den systematischen Mord an Menschen, die als ‚lebensunwert‘ stigmatisiert wurden. Diese ‚Euthanasie‘-Verbrechen offenbaren eine erschütternde Entgrenzung staatlicher Gewalt und müssen uns auf ewig Mahnung sein. Die Gedenkstätte Hadamar ist daher von zentraler Bedeutung für unser ganzes Land. Die Neugestaltung der Gedenkstätte ist eine wichtige Maßnahme, um diesen furchtbaren Teil unserer Geschichte auch künftigen Generationen zu vermitteln. Es war dem Bund daher ein Anliegen, die umfassende Erneuerung der Gedenkstätte zu fördern.“
„Mit dem allmählichen Verstummen der letzten Zeitzeugen sind wir gegenwärtig an einer einschneidenden Schwelle in der Erinnerungskultur angelangt“, sagte die Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann. „Es ist eine der zentralen Herausforderungen der künftigen Bildungsarbeit, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit wach zu halten und diese – trotz wachsender zeitlicher Distanz – eindringlich und in zeitgemäßer Form an die nächste Generation zu vermitteln.“
Franziska Kiermeier, Direktorin der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, erwähnte die bereits bisher unterstützten Vorarbeiten für die Neugestaltung der Dauerausstellung seitens ihrer Einrichtung und sagte: „Wir freuen uns sehr, bei dem Leuchtturmprojekt in Hadamar, das der Landeswohlfahrtsverband vor vielen Jahren zu einem seiner Kernanliegen gemacht hat, die Zukunft der Erinnerungskultur in Hessen mitgestalten zu können.“
Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff betonte die herausragende Bedeutung der Gedenkstätte und ihrer Neugestaltung für die Region: „Die Gedenkstätte Hadamar ist ein unverzichtbarer Ort der Erinnerung an die Opfer der NS-‚Euthanasie‘. Auch wenn wir Hadamarer nicht die Verantwortung tragen für das, was hier geschehen ist, so tragen wir die Verantwortung der Erinnerungskultur, um das Gedenken an die hier verübten Verbrechen wach zu halten und stets daran zu erinnern, damit solche Verbrechen nie wieder vorkommen.“
Dies unterstrich auch der Leiter der Gedenkstätte, Prof. Dr. Jan Erik Schulte: „Die Erinnerung an die Menschen, die in der Euthanasie ermordet wurden, ist umso wichtiger, als es sich bei ihnen um eine über Jahrzehnte verdrängte Opfergruppe handelt.“
Ob Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen behinderter Menschen bei der Veranstaltung zu Wort kamen, geht aus der Presseinformation des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen nicht hervor.
Hintergrund: die Neugestaltung
Die Neugestaltung umfasst die bauliche Sanierung des historischen Gebäudes der ehemaligen Tötungsanstalt, die umfangreiche räumliche Erweiterung der Gedenkstätte und die Umsetzung einer vollständig neuen Dauerausstellung.
Die Gesamtkosten in Höhe von rund 16,6 Millionen Euro teilen sich Bund, Land und der LWV Hessen. Mit dem im November 2024 eingegangenen Zuwendungsbescheid fördern der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien das Projekt mit rund 5,4 Millionen Euro Bundesmitteln und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung mit 5,6 Millionen Euro Landesmitteln. „Nur durch die gemeinsame Förderung kann die Neugestaltung der Dauerausstellung gelingen, die die Geschichte der NS-‚Euthanasie‘ zeitgemäß vermitteln und die Erinnerung für die Zukunft wach halten kann“, sagte Susanne Simmler.
In den kommenden Jahren wird das historische Gebäude der ehemaligen, von den Nationalsozialisten zur Tötungsanstalt umfunktionierten Landesheilanstalt Hadamar denkmalgerecht saniert. Die künftige Dauerausstellung wird auf Grundlage aktueller Forschungen zur Geschichte der NS-„Euthanasie“ grundlegend neu konzipiert und mit interaktiven Medien und Vertiefungsstationen die Besucherinnen und Besucher ansprechen. Biografien stellen die individuellen Lebens- und Leidensgeschichten derjenigen vor, die in der Tötungsanstalt ermordet wurden. Der historische Ort und thematische Ausstellungsobjekte machen die Geschichte anschaulich.
Während der Zeit der Sanierung und Neugestaltung der Dauerausstellung bleibt die Gedenkstätte trotz der Bauarbeiten weiterhin geöffnet.
Bildunterschrift: Symbolischer Akt zum offiziellen Baubeginn (v. l.): Franziska Kiermeier (Direktorin Hessische Landeszentrale für politische Bildung), LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler, Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Gedenkstätten-Leiter Prof. Dr. Jan Erik Schulte, Dr. Robin Mishra (Leiter Abteilung „Erinnerungskultur“ beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) und Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff verschlossen eine Zeitkapsel für das Fundament des künftigen Gedenkstätten-Eingangsbereichs (Foto: Gedenkstätte Hadamar)

Foto: Gedenkstätte Hadamar
Hadamar (kobinet) Mit einem Festakt wurde am 25. September 2025 der offizielle Baubeginn zur Neugestaltung der Gedenkstätte Hadamar gestartet. In Anwesenheit der Präsidentin des Hessischen Landtages, Astrid Wallmann, der Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Susanne Simmler, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen von Bund und Land, die das Projekt mitfinanzieren, wurde symbolisch eine Zeitkapsel verschlossen. Sie soll in das Fundament des zukünftigen neuen Eingangs zur Gedenkstätte eingelassen werden. Die vom LWV Hessen getragene Gedenkstätte Hadamar erinnert an die fast 15.000 Menschen, die während des Nationalsozialismus in der "Euthanasie"-Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurden.
„Die erfolgreiche und wichtige Arbeit hier in der Gedenkstätte hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren die Besucherzahlen stetig gestiegen sind. Schon längst reichen die Räumlichkeiten nicht mehr aus“, betonte die Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen Susanne Simmler. Zuletzt kamen jährlich über 23.000 Menschen in die Gedenkstätte, darunter vor allem Schülerinnen und Schüler.
Der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer erklärte: „Die Tötungsanstalt Hadamar steht für eines der grausamsten Verbrechen des Nationalsozialismus: den systematischen Mord an Menschen, die als ‚lebensunwert‘ stigmatisiert wurden. Diese ‚Euthanasie‘-Verbrechen offenbaren eine erschütternde Entgrenzung staatlicher Gewalt und müssen uns auf ewig Mahnung sein. Die Gedenkstätte Hadamar ist daher von zentraler Bedeutung für unser ganzes Land. Die Neugestaltung der Gedenkstätte ist eine wichtige Maßnahme, um diesen furchtbaren Teil unserer Geschichte auch künftigen Generationen zu vermitteln. Es war dem Bund daher ein Anliegen, die umfassende Erneuerung der Gedenkstätte zu fördern.“
„Mit dem allmählichen Verstummen der letzten Zeitzeugen sind wir gegenwärtig an einer einschneidenden Schwelle in der Erinnerungskultur angelangt“, sagte die Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann. „Es ist eine der zentralen Herausforderungen der künftigen Bildungsarbeit, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit wach zu halten und diese – trotz wachsender zeitlicher Distanz – eindringlich und in zeitgemäßer Form an die nächste Generation zu vermitteln.“
Franziska Kiermeier, Direktorin der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, erwähnte die bereits bisher unterstützten Vorarbeiten für die Neugestaltung der Dauerausstellung seitens ihrer Einrichtung und sagte: „Wir freuen uns sehr, bei dem Leuchtturmprojekt in Hadamar, das der Landeswohlfahrtsverband vor vielen Jahren zu einem seiner Kernanliegen gemacht hat, die Zukunft der Erinnerungskultur in Hessen mitgestalten zu können.“
Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff betonte die herausragende Bedeutung der Gedenkstätte und ihrer Neugestaltung für die Region: „Die Gedenkstätte Hadamar ist ein unverzichtbarer Ort der Erinnerung an die Opfer der NS-‚Euthanasie‘. Auch wenn wir Hadamarer nicht die Verantwortung tragen für das, was hier geschehen ist, so tragen wir die Verantwortung der Erinnerungskultur, um das Gedenken an die hier verübten Verbrechen wach zu halten und stets daran zu erinnern, damit solche Verbrechen nie wieder vorkommen.“
Dies unterstrich auch der Leiter der Gedenkstätte, Prof. Dr. Jan Erik Schulte: „Die Erinnerung an die Menschen, die in der Euthanasie ermordet wurden, ist umso wichtiger, als es sich bei ihnen um eine über Jahrzehnte verdrängte Opfergruppe handelt.“
Ob Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen behinderter Menschen bei der Veranstaltung zu Wort kamen, geht aus der Presseinformation des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen nicht hervor.
Hintergrund: die Neugestaltung
Die Neugestaltung umfasst die bauliche Sanierung des historischen Gebäudes der ehemaligen Tötungsanstalt, die umfangreiche räumliche Erweiterung der Gedenkstätte und die Umsetzung einer vollständig neuen Dauerausstellung.
Die Gesamtkosten in Höhe von rund 16,6 Millionen Euro teilen sich Bund, Land und der LWV Hessen. Mit dem im November 2024 eingegangenen Zuwendungsbescheid fördern der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien das Projekt mit rund 5,4 Millionen Euro Bundesmitteln und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung mit 5,6 Millionen Euro Landesmitteln. „Nur durch die gemeinsame Förderung kann die Neugestaltung der Dauerausstellung gelingen, die die Geschichte der NS-‚Euthanasie‘ zeitgemäß vermitteln und die Erinnerung für die Zukunft wach halten kann“, sagte Susanne Simmler.
In den kommenden Jahren wird das historische Gebäude der ehemaligen, von den Nationalsozialisten zur Tötungsanstalt umfunktionierten Landesheilanstalt Hadamar denkmalgerecht saniert. Die künftige Dauerausstellung wird auf Grundlage aktueller Forschungen zur Geschichte der NS-„Euthanasie“ grundlegend neu konzipiert und mit interaktiven Medien und Vertiefungsstationen die Besucherinnen und Besucher ansprechen. Biografien stellen die individuellen Lebens- und Leidensgeschichten derjenigen vor, die in der Tötungsanstalt ermordet wurden. Der historische Ort und thematische Ausstellungsobjekte machen die Geschichte anschaulich.
Während der Zeit der Sanierung und Neugestaltung der Dauerausstellung bleibt die Gedenkstätte trotz der Bauarbeiten weiterhin geöffnet.
Bildunterschrift: Symbolischer Akt zum offiziellen Baubeginn (v. l.): Franziska Kiermeier (Direktorin Hessische Landeszentrale für politische Bildung), LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler, Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Gedenkstätten-Leiter Prof. Dr. Jan Erik Schulte, Dr. Robin Mishra (Leiter Abteilung „Erinnerungskultur“ beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) und Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff verschlossen eine Zeitkapsel für das Fundament des künftigen Gedenkstätten-Eingangsbereichs (Foto: Gedenkstätte Hadamar)




