Kassel (kobinet)
Anfang 2023 begann das bifos ein neues Projekt.
Das bifos ist das Bildungs- und Forschungs-Institut zum selbst-bestimmten Leben Behinderter.
Bildungs- und Forschungs-Institut bedeutet: Das ist ein Ort zum Lernen und für neue Ideen.
Selbst-bestimmtes Leben bedeutet: Du entscheidest über dein Leben.
Das Projekt heißt: Empowerment zur Selbst-Vertretung behinderter Menschen.
Empowerment bedeutet: Menschen mit Behinderung stark machen.
Selbst-Vertretung bedeutet: Du sprichst für dich selbst.
Das Projekt dauert 3 Jahre.
Es gab 3 Schulungs-Kurse für Menschen mit Behinderungen.
Am 26. und 27. September 2024 war die Abschluss-Veranstaltung.
Abschluss-Veranstaltung bedeutet: Das Ende von einem Kurs mit Feier.
Sie war im Kasseler Zentrum für selbst-bestimmtes Leben.
Die Teilnehmer sagten: Die Schulung hat uns stark gemacht.
Der Austausch mit anderen Menschen war wichtig.
Jetzt kämpfen wir besser für unsere Rechte.
Einige Teilnehmer haben neue Jobs gefunden.
Beim Abschluss-Seminar zeigten die Teilnehmer ihre Projekte.
Sie lernten: Wie macht man eine Demonstration?
Demonstration bedeutet: Viele Menschen treffen sich und sagen laut ihre Meinung.
Mit einem Megafon übten sie das Reden.
Megafon bedeutet: Das macht die Stimme lauter.
Das probierten sie bei der Kasseler Disability Pride Parade aus.
Disability Pride bedeutet: Stolz auf Menschen mit Behinderung.
Die Teilnehmer lernten von Menschen mit anderen Behinderungen.
Ellen Kubica war bei der Abschluss-Veranstaltung.
Sie leitete den ersten Kurs.
Jetzt ist sie Landes-Behindertenbeauftragte in Rheinland-Pfalz.
Landes-Behindertenbeauftragte bedeutet: Sie arbeitet für das Bundes-Land und hilft Menschen mit Behinderung.
Sie erzählte von ihrer Arbeit.
Die Teilnehmer stellten ihr viele Fragen.
Das Projekt will Menschen mit Behinderung stärken.
Diese Menschen arbeiten in der Politik.
Oder sie arbeiten in Gremien.
Gremium bedeutet: Das ist eine Gruppe von Menschen, die zusammen entscheiden.
Die Menschen sollen ihre Arbeit besser machen können.
Sie sollen die UN-Behinderten-Rechts-Konvention umsetzen.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Das ist ein wichtiger Vertrag für gleiche Rechte.
Juliane Harms leitet das Projekt.
Die Aktion Mensch bezahlt das Projekt.
Juliane Harms ist beeindruckt von den Teilnehmern.
Die Teilnehmer haben das Projekt geprägt.
Sie haben viel erreicht.
Das macht Juliane Harms stolz.
Über 100 Menschen wollten an den Kursen teilnehmen.
Nur ein Teil konnte mitmachen.
Deshalb braucht es mehr Empowerment-Schulungen.
Das Projekt endet im Januar 2026.
Viele Referenten und Mentoren haben geholfen.
Referent bedeutet: Das ist ein Mensch, der anderen etwas erklärt.
Mentor bedeutet: Das ist ein erfahrener Mensch, der beim Lernen hilft.
Sie haben ihre Erfahrungen geteilt.

Foto: Juliane Harms - bifos
Kassel (kobinet) Anfang 2023 begann das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit seinem auf drei Jahre angelegten Projekt "Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen". Insgesamt fanden drei Schulungskurse mit Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen statt. Am 26. und 27. September 2024 wurde bei der Abschlussveranstaltung im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen deutlich, wie wichtig solche Empowerment-Angebote sind. In der Abschlussrunde betonten die Teilnehmenden, dass sie aus der Weiterbildung, aber vor allem auch aus dem engagierten Austausch mit anderen aktiven behinderten Menschen, viel Stärkendes mitnehmen konnten und ihr Engagement für die Rechte behinderter Menschen entscheidend beflügelt wurde. Bemerkenswert war auch, dass sich in der Abschlussrunde zeigte, dass einige Teilnehmende in der Zwischenzeit Jobs in der Selbstvertretung behinderter Menschen gefunden hatten.
Beim Abschlussseminar stellten die Teilnehmenden nicht nur eine Reihe ihrer Aktivitäten und Projekte vor, es ging zum Abschluss auch darum, wie man eine Demonstration organisiert. Mittels eines Megafons konnten einige sogar üben, was beim Halten von Reden wichtig ist. Dies wurde anschließend bei der Kasseler Disability Pride Parade von einigen Rednerinnen und Rednern praktisch umgesetzt.
Deutlich wurde aber auch, wie wichtig es ist, sich mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen auszutauschen und seine eigene Expertise ständig zu erweitern. Und zu wissen gibt es genug, je weiter man in behindertenpolitische Aktivitäten einsteigt. Ellen Kubica, die den ersten Kurs als Projektleiterin begleitete, bevor sie zur Landesbehindertenbeauftragten in Rheinland-Pfalz berufen wurde, war zum Abschluss des Projekts nach Kassel gereist. Sie berichtete über ihre Aktivitäten und Möglichkeiten als Landesbeauftragte und beantwortete viele Fragen der Teilnehmenden der Empowermentschulung.
Das Projekt zielt darauf ab, behinderte Menschen, die sich in der Politik oder in Gremien engagieren, zu stärken, um dies effektiver und im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ausüben zu können. Denn gerade in der Politik und als Mitglied von Gremien wie beispielsweise in Beiräten gilt es, sich Gehör zu verschaffen und Kompetenz zu erwerben und zu vermitteln.
Juliane Harms zeigte sich als Leiterin des von der Aktion Mensch geförderten bifos-Projekts zum Empowerment zur Selbstvertretung gegenüber den kobinet-nachrichten beeindruckt von den Entwicklungen und dem Erreichten der Teilnehmenden. „Bei solchen Kursen sind es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Verlauf und die Ergebnisse entscheidend bestimmen. Und was diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemacht haben, das hat mich tief beeindruckt. Es sind so viele Geschichten, die aus Empowerment-Schulungen heraus entstehen und unterstützt werden können, dass ich traurig bin, dass das Projekt Ende Januar 2026 zu Ende geht. Von den über 100 Bewerberinnen und Bewerbern konnten wir in den drei Kursen leider nur einen Teil der Interessierten berücksichtigen. Dies ruft also nach mehr Empowermentschulungen. Ein Dank gebührt aber auch den Referentinnen und Referenten sowie Mentorinnen und Mentoren, die das Projekt unterstützt und ihre behinderungsbedingten und fachlichen Erfahrungen eingebracht haben.“
Link zum von der Aktion Mensch geförderten Empowerment-Projekt des bifos

Foto: Juliane Harms - bifos
Kassel (kobinet) Anfang 2023 begann das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit seinem auf drei Jahre angelegten Projekt "Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen". Insgesamt fanden drei Schulungskurse mit Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen statt. Am 26. und 27. September 2024 wurde bei der Abschlussveranstaltung im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen deutlich, wie wichtig solche Empowerment-Angebote sind. In der Abschlussrunde betonten die Teilnehmenden, dass sie aus der Weiterbildung, aber vor allem auch aus dem engagierten Austausch mit anderen aktiven behinderten Menschen, viel Stärkendes mitnehmen konnten und ihr Engagement für die Rechte behinderter Menschen entscheidend beflügelt wurde. Bemerkenswert war auch, dass sich in der Abschlussrunde zeigte, dass einige Teilnehmende in der Zwischenzeit Jobs in der Selbstvertretung behinderter Menschen gefunden hatten.
Beim Abschlussseminar stellten die Teilnehmenden nicht nur eine Reihe ihrer Aktivitäten und Projekte vor, es ging zum Abschluss auch darum, wie man eine Demonstration organisiert. Mittels eines Megafons konnten einige sogar üben, was beim Halten von Reden wichtig ist. Dies wurde anschließend bei der Kasseler Disability Pride Parade von einigen Rednerinnen und Rednern praktisch umgesetzt.
Deutlich wurde aber auch, wie wichtig es ist, sich mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen auszutauschen und seine eigene Expertise ständig zu erweitern. Und zu wissen gibt es genug, je weiter man in behindertenpolitische Aktivitäten einsteigt. Ellen Kubica, die den ersten Kurs als Projektleiterin begleitete, bevor sie zur Landesbehindertenbeauftragten in Rheinland-Pfalz berufen wurde, war zum Abschluss des Projekts nach Kassel gereist. Sie berichtete über ihre Aktivitäten und Möglichkeiten als Landesbeauftragte und beantwortete viele Fragen der Teilnehmenden der Empowermentschulung.
Das Projekt zielt darauf ab, behinderte Menschen, die sich in der Politik oder in Gremien engagieren, zu stärken, um dies effektiver und im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ausüben zu können. Denn gerade in der Politik und als Mitglied von Gremien wie beispielsweise in Beiräten gilt es, sich Gehör zu verschaffen und Kompetenz zu erwerben und zu vermitteln.
Juliane Harms zeigte sich als Leiterin des von der Aktion Mensch geförderten bifos-Projekts zum Empowerment zur Selbstvertretung gegenüber den kobinet-nachrichten beeindruckt von den Entwicklungen und dem Erreichten der Teilnehmenden. „Bei solchen Kursen sind es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Verlauf und die Ergebnisse entscheidend bestimmen. Und was diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemacht haben, das hat mich tief beeindruckt. Es sind so viele Geschichten, die aus Empowerment-Schulungen heraus entstehen und unterstützt werden können, dass ich traurig bin, dass das Projekt Ende Januar 2026 zu Ende geht. Von den über 100 Bewerberinnen und Bewerbern konnten wir in den drei Kursen leider nur einen Teil der Interessierten berücksichtigen. Dies ruft also nach mehr Empowermentschulungen. Ein Dank gebührt aber auch den Referentinnen und Referenten sowie Mentorinnen und Mentoren, die das Projekt unterstützt und ihre behinderungsbedingten und fachlichen Erfahrungen eingebracht haben.“
Link zum von der Aktion Mensch geförderten Empowerment-Projekt des bifos




