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Haus des Wissen soll Inklusionsmotor werden

Logo der Lebenshilfe
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Foto: Lebenshilfe

OSNABRÜCK (kobinet) Die ehemalige Hauptschule Innenstadt soll zu einer modernen Stadtbibliothek und Begegnungsstätte weiterentwickelt werden. Die Lebenshilfe Osnabrück begrüßt diese aktuellen Überlegungen und hofft darauf, ein barrierefreies "Haus des Wissens" im Zentrum Osnabrücks zu gestalten. Das könnte zu einem offenen, inklusiven Ort für alle werden – mit Raum für Begegnung, Teilhabe und Miteinander.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Lebenshilfe die Idee eines solchen „Dritten Ortes“ ausdrücklich unterstützt. Erfolgreiche Beispiele wie das „Dokk1“ im dänischen Aarhus, das „Oodi“ in Helsinki oder das Forum Groningen belegen, wie solche Einrichtungen zu „Leuchttürmen der gesellschaftlichen Teilhabe“ werden können. „Diese Orte zeigen, dass Kultur und Wissen Menschen verbinden – unabhängig von Herkunft, Bildungshintergrund oder Behinderung. Sie holen Menschen aus der Isolation, schaffen Begegnung und geben Raum für Kreativität“, betont der Vorsitzende der Lebenshilfe Osnabrück, Thomas Schmidt-Benkowitz.

Ein „Haus des Wissens“ könne nach Einschätzung der Lebenshilfe nur dann ein echter Ort für alle werden, wenn Barrierefreiheit von Anfang an konsequent mitgedacht werde – bei Wegeführung, digitaler Ausstattung, Orientierungssystemen und räumlicher Gestaltung. „Dann kann ein solcher Ort ein Ort für alle werden – und damit genau das, was Osnabrück braucht“, erklärt Schmidt-Benkowitz. Die Lebenshilfe bietet an, ihre Expertise einzubringen, damit die Perspektiven von Menschen mit Behinderung von Beginn an berücksichtigt werden. „Nur so kann Osnabrück ein echtes ‚Haus des Wissens für alle‘ schaffen.“

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Verwendung von Fördermitteln appelliert die Lebenshilfe an die politischen Entscheidungsträger, die Chance für ein solches Projekt nicht verstreichen zu lassen. „Ein ‚Haus des Wissens‘ im Herzen Osnabrücks wäre weit mehr als eine Bibliothek. Es wäre ein Symbol für Offenheit, Zusammenhalt und Inklusion – und damit ein Zukunftsprojekt, das die Stadt dauerhaft prägen könnte“, so Thomas Schmidt-Benkowitz.