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Viel zu wenige barrierefreie Arztpraxen in Sachsen-Anhalt

Bid mitdem Text der Aktion sowie Zeinungen von Rollator, Kinderwagen sowie weiteren, denen Barrierefreiheit nutzt
"Stopp! Wo kommst du nicht voran?"
Foto: MDR

MAGDEBURG (kobinet) Arztpraxen in Deutschland sind längst nicht für alle zugänglich – das ist als allgemeines Problem bekannt. Die Sendung des Mitteldeutschen Rundfunks "Sachsen-Anhalt heute" hat jetzt erneut mit einem Fernsehbeitrag aufgezeigt, welche Auswirkungen das auf Patientinnen oder Patienten hat, die mit einem Rollstuhl einen Arzt aufsuchen möchten. Für sie ist nicht die Antwort auf die Frage entscheidend, ob sie im gewünschten Zeitraum einen Termin erhalten können, sondern ob sie denn überhaupt in die Praxis kommen können. So gibt es Bürgerinnen und Bürger, die faktisch keine freie Arztwahl haben.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) erklärt auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT, dass zu 1.240 von 2.683 Arztpraxen die Informationen zur Barrierefreiheit vorliegen. Das Ergebnis: 777 Praxen gelten als rollstuhlgerecht.

So geht es Patientinnen wie Annett Melzer einerseits wie allen: Die 55-Jährige muss auf der Suche nach einem Facharzttermin auch eine doppelte Hürde überwinden. Denn am Anfang steht die Frage: „Gelange ich überhaupt in die Praxis oder ist sie nicht barrierefrei?“

Wie Jutta Hildebrand, die Leiterin der AG Inklusion am Runden Tisch für Menschen mit Behinderung, in dem Fernsehbeitrag berichtet, sollte sich das eigentlich schon längst ändern, denn bereits vor zwei Jahren hat diese AG die Empfehlung gegeben, dass das Land Sachsen-Anhalt ein Förderprogramm auflegt, um die Barrierefreiheit in den Arztpraxen des Landes zu erhöhen.

Sollte wirklich die Initiative eines Arzt-Ehepaars aus Weißenfels, über die in diesem Beitrag berichtet wird, der einzige Weg zu barrierefreien Arztpraxen bleiben? Sie haben sich dazu entschieden, ihren Neubau barrierefrei zu gestalten.

Der ganze Bericht zu dem Thema ist unter diesem Link nachzuschauen.