Berlin
Am 15. September 2025 kam ein neuer Bericht heraus.
Der Bericht heißt Streu-Bomben-Monitor 2025.
Ein Monitor bedeutet: Eine Organisation sammelt Informationen.
Sie schreibt Berichte darüber.
Die Berichte zeigen wichtige Fakten.
Streu-Bomben sind sehr gefährliche Waffen.
Der Bericht zeigt: 2024 gab es mehr Opfer als 2023.
Länder wie Myanmar, Russland und Syrien haben Streu-Bomben benutzt.
In 9 Ländern wurden Menschen getötet oder verletzt.
Die meisten Opfer gab es in der Ukraine.
Litauen ist aus dem Streu-Bomben-Verbots-Vertrag ausgestiegen.
Ein Streu-Bomben-Verbots-Vertrag bedeutet: Viele Länder machen zusammen Regeln.
Die Regel sagt: Streu-Bomben sind verboten.
NATO bedeutet: Eine Gruppe von Ländern.
Sie helfen sich bei Gefahr.
Litauen ist ein NATO-Land.
Die Hilfs-Organisation Handicap International ist dagegen.
Sie sagt: Streu-Bomben sollen verboten bleiben.
Der Streu-Bomben-Monitor kommt von einer großen Gruppe.
Die Gruppe heißt Internationale Koalition gegen Streu-Munition.
Eine Koalition bedeutet: Viele Organisationen arbeiten zusammen.
Sie haben das gleiche Ziel.
Handicap International gehört zu dieser Gruppe.
Streu-Munition ist seit 2009 verboten.
Das Verbot heißt Oslo-Konvention.
Konvention bedeutet: Viele Länder machen zusammen Regeln.
Alle sollen sich daran halten.
123 Länder haben das Verbot unterschrieben.
Zivil-Bevölkerung ist besonders in Gefahr
Zivil-Bevölkerung bedeutet: Alle normalen Menschen in einem Land.
Das sind keine Soldaten.
Das sind Familien und Kinder.
2024 wurden 314 Menschen getötet oder verletzt.
2023 waren es 219 Menschen.
Die Zahlen sind wahrscheinlich noch höher.
In Kriegs-Gebieten ist es schwer zu zählen.
Alle Opfer waren normale Menschen.
42 Prozent waren Kinder.
Dr. Eva Maria Fischer arbeitet bei Handicap International Deutschland.
Sie sagt: Streu-Bomben töten normale Menschen.
Sie zerstören Kranken-Häuser, Wohn-Häuser und Schulen.
Explodiert bedeutet: Eine Bombe geht hoch.
Es gibt einen lauten Knall.
Die Bombe zerstört alles in der Nähe.
Viele kleine Bomben explodieren nicht sofort.
Sie bleiben Jahre lang gefährlich.
Die Räumung ist sehr schwer und gefährlich.
Streu-Bomben-Verbot soll bleiben
Handicap International ist besorgt.
Das Verbot wird schwächer.
Streu-Munition muss verboten bleiben.
Litauen ist das erste Land.
Es ist aus einem Abrüstungs-Vertrag ausgestiegen.
Abrüstung bedeutet: Länder wollen weniger Waffen haben.
Sie bauen bestimmte Waffen ab.
So soll es weniger Kriege geben.
Deutschland und andere Länder müssen weiter arbeiten.
Sie wollen eine Welt ohne Streu-Munition.
Weitere Informationen aus dem Bericht:
Neue Todes-Fälle gab es in 9 Ländern:
Afghanistan, Irak, Jemen, Laos, Libanon, Mauretanien.
Auch Myanmar, Syrien und Ukraine.
17 Länder stellen Streu-Munition her:
Brasilien, Myanmar, China, Pakistan, Ägypten, Polen.
Auch Griechenland, Rumänien, Indien, Russland, Iran, Singapur.
Und Israel, Nord-Korea, Süd-Korea, Türkei und die USA.
Die USA haben 2023 und 2024 Streu-Munition an die Ukraine gegeben.
Das war 7 Mal.
Die USA haben das Verbot nicht unterschrieben.
Aber sie haben sich trotzdem daran gehalten.
Jetzt nicht mehr.
11 Länder haben alle Streu-Bomben weg-geräumt.
Das letzte Land war Bosnien und Herzegowina 2023.
2024 wurden 83.452 nicht-explodierte Streu-Bomben vernichtet.
Das ist die höchste Zahl seit 5 Jahren.
Die Räumung ist sehr gefährlich.
Die Bomben können explodieren.
Man braucht Spezial-Teams und Spezial-Ausrüstung.
Die Arbeit dauert sehr lange.
Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse des Streu-Bomben-Monitors 2025.
Hier finden Sie das Fakten-Blatt auf Deutsch.
Ein Fakten-Blatt bedeutet: Ein Papier mit wichtigen Infos.
Die Infos sind kurz und einfach erklärt.
Hier finden Sie den Streu-Bomben-Monitor 2025.
Hier finden Sie die Zitate von Dr. Eva Maria Fischer als Audio-Datei.
Hier können Sie die Geschichte von Anwalt Volodymyr lesen.
Er wurde durch russische Streu-Munition in Charkiw verletzt.

Foto: HI
Berlin (kobinet) Der am 15. September veröffentlichte Streubomben-Monitor 2025 zeigt, dass die Zahl der Opfer 2024 erneut angestiegen ist. Neue Angriffe mit Streumunition wurden durch Länder wie Myanmar, Russland und Syrien gemeldet. Durch diese Waffen getötete oder verletzte Menschen gab es in neun Ländern, die meisten davon in der Ukraine. Anlässlich des Austritts von NATO-Mitglied Litauen aus dem Streubomben-Verbotsvertrag verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI), Mitherausgeberin des Monitors, die zunehmende Akzeptanz von Streumunition.
Der Streubomben-Monitor wird von der Internationalen Koalition gegen Streumunition (CMC) herausgegeben. Handicap International ist Gründungsmitglied der CMC und Mitglied der Redaktion. Streumunition ist seit 2009 durch die sogenannte Oslo-Konvention verboten. 123 Staaten (Stand August 2025) haben sich dem Verbotsvertrag verpflichtet. Der neue Streubomben-Monitor 2025 umfasst den Berichtszeitraum 2024 und wird ergänzt durch Zahlen aus 2025, wenn verlässliche Daten vorliegen.
Zivilbevölkerung durch Streumunition besonders gefährdet
Der Monitor berichtet, dass im letzten Jahr 314 (219 im Jahr 2023) Menschen durch Streumunition getötet oder verletzt wurden. Angesichts der schwierigen Datenerfassung in Konfliktgebieten und der mangelnden Angaben über militärische Opfer wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Alle im Jahr 2024 im Monitor registrierten getöteten oder verletzten Menschen waren Zivilistinnen und Zivilisten, 42 Prozent davon waren Kinder.
„In bewaffneten Konflikten töten und verletzen Streubomben Zivilistinnen und Zivilisten, beschädigen lebensnotwendige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wohnhäuser oder Schulen und hinterlassen Dutzende von nicht explodierten Submunitionen, die noch Jahrzehnte nach den Angriffen Leben gefährden. Wir wissen aus unserer Projektarbeit, dass die Räumung dieser Munition besonders aufwendig und gefährlich ist“, sagt Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland.
Streubomben-Verbotsvertrag muss internationale Norm bleiben
Besorgt ist Handicap International über die Schwächung des Streubomben-Verbotsvertrags und fordert, dass Streumunition weiterhin stigmatisiert werden muss. „Das Verbot von Streumunition muss eine internationale Norm bleiben. Wir bedauern zutiefst, dass Litauen aus der Oslo-Konvention ausgestiegen ist. Es ist das erste Mal, dass ein Staat einen Abrüstungsvertrag verlassen hat. Deutschland und die anderen Vertragsstaaten müssen weiterhin entschlossen auf eine Welt ohne Streumunition hinarbeiten und ihrer Verpflichtung nachkommen, den Einsatz von Streumunition zu jeder Zeit und durch jede Partei zu verurteilen“, so Fischer.
Weitere Informationen aus dem Streubomben-Monitor 2025:
• Neue Todes- und Verletzungsfälle durch Streumunition wurden in neun Ländern registriert: Afghanistan, Irak, Jemen, Laos, Libanon, Mauretanien, Myanmar, Syrien und Ukraine.
• Der Monitor 2025 listet 17 aktive oder potenzielle Hersteller von Streumunition auf: Brasilien, Myanmar, China, Pakistan, Ägypten, Polen, Griechenland, Rumänien, Indien, Russland, Iran, Singapur, Israel, Nordkorea, Südkorea, Türkei und die USA.
• Die USA lieferten 2023 und 2024 sieben Mal US-Streumunition aus ihren Beständen an die Ukraine, was zu einer Schwächung des Übereinkommens führte, da die USA, obwohl sie nicht Vertragspartei des Übereinkommens sind, sich bisher weitgehend an dessen Verpflichtungen gehalten hatten.
• Insgesamt elf Vertragsstaaten haben die Räumung von mit Streumunition verseuchten Gebieten abgeschlossen – zuletzt Bosnien und Herzegowina im Jahr 2023.
• Mindestens 83.452 Streumunitions-Blindgänger wurden 2024 vernichtet. Diese Zahl ist die höchste, die in den letzten fünf Jahren gemeldet wurde.
• Die Räumung von Streumunition ist aufgrund der hohen Gefahr einer versehentlichen Detonation äußerst gefährlich. Dies erfordert hochqualifizierte Teams, Spezialausrüstung und langfristige Einsätze.
Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse des Streubomben-Monitors 2025 sowie das Faktenblatt auf Deutsch.
Hier finden Sie den Streubomben-Monitor 2025.
Hier finden Sie die Zitate von Dr. Eva Maria Fischer als Audiodatei.
Hier können Sie die Geschichte von Anwalt Volodymyr lesen, der durch russische Streumunition in Charkiw verletzt wurde.

Foto: HI
Berlin (kobinet) Der am 15. September veröffentlichte Streubomben-Monitor 2025 zeigt, dass die Zahl der Opfer 2024 erneut angestiegen ist. Neue Angriffe mit Streumunition wurden durch Länder wie Myanmar, Russland und Syrien gemeldet. Durch diese Waffen getötete oder verletzte Menschen gab es in neun Ländern, die meisten davon in der Ukraine. Anlässlich des Austritts von NATO-Mitglied Litauen aus dem Streubomben-Verbotsvertrag verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI), Mitherausgeberin des Monitors, die zunehmende Akzeptanz von Streumunition.
Der Streubomben-Monitor wird von der Internationalen Koalition gegen Streumunition (CMC) herausgegeben. Handicap International ist Gründungsmitglied der CMC und Mitglied der Redaktion. Streumunition ist seit 2009 durch die sogenannte Oslo-Konvention verboten. 123 Staaten (Stand August 2025) haben sich dem Verbotsvertrag verpflichtet. Der neue Streubomben-Monitor 2025 umfasst den Berichtszeitraum 2024 und wird ergänzt durch Zahlen aus 2025, wenn verlässliche Daten vorliegen.
Zivilbevölkerung durch Streumunition besonders gefährdet
Der Monitor berichtet, dass im letzten Jahr 314 (219 im Jahr 2023) Menschen durch Streumunition getötet oder verletzt wurden. Angesichts der schwierigen Datenerfassung in Konfliktgebieten und der mangelnden Angaben über militärische Opfer wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Alle im Jahr 2024 im Monitor registrierten getöteten oder verletzten Menschen waren Zivilistinnen und Zivilisten, 42 Prozent davon waren Kinder.
„In bewaffneten Konflikten töten und verletzen Streubomben Zivilistinnen und Zivilisten, beschädigen lebensnotwendige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wohnhäuser oder Schulen und hinterlassen Dutzende von nicht explodierten Submunitionen, die noch Jahrzehnte nach den Angriffen Leben gefährden. Wir wissen aus unserer Projektarbeit, dass die Räumung dieser Munition besonders aufwendig und gefährlich ist“, sagt Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland.
Streubomben-Verbotsvertrag muss internationale Norm bleiben
Besorgt ist Handicap International über die Schwächung des Streubomben-Verbotsvertrags und fordert, dass Streumunition weiterhin stigmatisiert werden muss. „Das Verbot von Streumunition muss eine internationale Norm bleiben. Wir bedauern zutiefst, dass Litauen aus der Oslo-Konvention ausgestiegen ist. Es ist das erste Mal, dass ein Staat einen Abrüstungsvertrag verlassen hat. Deutschland und die anderen Vertragsstaaten müssen weiterhin entschlossen auf eine Welt ohne Streumunition hinarbeiten und ihrer Verpflichtung nachkommen, den Einsatz von Streumunition zu jeder Zeit und durch jede Partei zu verurteilen“, so Fischer.
Weitere Informationen aus dem Streubomben-Monitor 2025:
• Neue Todes- und Verletzungsfälle durch Streumunition wurden in neun Ländern registriert: Afghanistan, Irak, Jemen, Laos, Libanon, Mauretanien, Myanmar, Syrien und Ukraine.
• Der Monitor 2025 listet 17 aktive oder potenzielle Hersteller von Streumunition auf: Brasilien, Myanmar, China, Pakistan, Ägypten, Polen, Griechenland, Rumänien, Indien, Russland, Iran, Singapur, Israel, Nordkorea, Südkorea, Türkei und die USA.
• Die USA lieferten 2023 und 2024 sieben Mal US-Streumunition aus ihren Beständen an die Ukraine, was zu einer Schwächung des Übereinkommens führte, da die USA, obwohl sie nicht Vertragspartei des Übereinkommens sind, sich bisher weitgehend an dessen Verpflichtungen gehalten hatten.
• Insgesamt elf Vertragsstaaten haben die Räumung von mit Streumunition verseuchten Gebieten abgeschlossen – zuletzt Bosnien und Herzegowina im Jahr 2023.
• Mindestens 83.452 Streumunitions-Blindgänger wurden 2024 vernichtet. Diese Zahl ist die höchste, die in den letzten fünf Jahren gemeldet wurde.
• Die Räumung von Streumunition ist aufgrund der hohen Gefahr einer versehentlichen Detonation äußerst gefährlich. Dies erfordert hochqualifizierte Teams, Spezialausrüstung und langfristige Einsätze.
Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse des Streubomben-Monitors 2025 sowie das Faktenblatt auf Deutsch.
Hier finden Sie den Streubomben-Monitor 2025.
Hier finden Sie die Zitate von Dr. Eva Maria Fischer als Audiodatei.
Hier können Sie die Geschichte von Anwalt Volodymyr lesen, der durch russische Streumunition in Charkiw verletzt wurde.




