Kassel (kobinet)
Andreas Loose ist seh-behindert.
Seh-behindert bedeutet: Eine Person kann nicht gut sehen.
Oder eine Person kann gar nicht sehen.
Er will mit der Straßen-Bahn fahren.
Eine Straßen-Bahn ist ein langer Zug.
Die Straßen-Bahn fährt auf Schienen.
Die Straßen-Bahn fährt durch die Stadt.
Viele Menschen können mit-fahren.
Aber Andreas Loose hat ein Problem.
Die Straßen-Bahn kommt zur Halte-Stelle.
Eine Halte-Stelle ist ein besonderer Platz.
Dort hält die Straßen-Bahn.
Dort hält auch der Bus.
Menschen steigen dort ein.
Menschen steigen dort aus.
Normal gibt es eine Ansage.
Eine Ansage ist eine Durch-Sage.
Man kann die Ansage hören.
Die Ansage gibt Informationen.
Die Ansage sagt: Das ist Linie 4.
Die Bahn fährt nach Helsa.
Aber oft gibt es keine Ansage.
Andreas Loose hört die Bahn kommen.
Aber er weiß nicht: Ist das seine Bahn?
Das ist ein großes Problem für ihn.
Die Zeitung HNA schreibt über dieses Problem.
Viele blinde Menschen haben das gleiche Problem.
Blind bedeutet: Eine Person kann gar nichts sehen.
Alles ist dunkel für diese Person.
Sie können nicht sehen welche Bahn kommt.
Sie brauchen die Ansagen zum Hören.
Andreas Loose sagt: Ich will einfach fahren.
Von einem Ort zum anderen Ort.
Aber das ist schwer ohne gute Ansagen.
Auch in der Bahn gibt es Probleme.
Die Ansagen funktionieren nicht immer.
Manchmal sind die Ansagen zu leise.
Der Lärm in der Bahn ist zu laut.
Andreas Loose muss dann andere Leute fragen.
Oder er muss die Halte-Stellen mit-zählen.
Das kostet Zeit.
Und alle merken: Er ist seh-behindert.
In Kassel gibt es Gespräche über das Problem.
Menschen mit Behinderungen reden mit den Verkehrs-Betrieben.
Verkehrs-Betriebe sind Firmen.
Diese Firmen fahren Busse und Straßen-Bahnen.
Die Menschen können damit durch die Stadt fahren.
Das nennt man öffentliche Verkehrs-Mittel.
Sie wollen bessere Ansagen.
Das Problem gibt es nicht nur in Kassel.
In vielen anderen Städten ist es genauso.
Blinde Menschen haben überall diese Probleme.

Foto: Aktion Mensch
Kassel (kobinet) "Haltestelle Rathaus, Donnerstagmittag, eine Tram in Fahrtrichtung Innenstadt fährt vor. Nachdem der Zug zum Stehen kommt, sollte jetzt eigentlich eine Ansage ertönen: 'Linie 4, Richtung Helsa.' Doch stattdessen ist nichts zu hören. Für Sehbehinderte wie Andreas Loose ist das ein Problem: Er hört zwar, dass eine Bahn vorfährt, weiß aber nicht, ob es genau die Bahn ist, in die er einsteigen muss." So beschreibt die in Kassel erscheinende Hessisch Niedersächsische Allgemeine (HNA) die Situation, in der sich blinde und sehbehinderte Menschen immer wieder befinden, wenn bei der Nutzung von Bussen und Bahnen keine oder qualitativ schlechte Durchsagen gemacht werden. Ein Thema, das in Kassel schon lange auf der Tagesordnung bei Gesprächen zwischen Interessenvertretern behinderter Menschen mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund und der Kasseler Verkehrsgesellschaft steht.
„‚Ich möchte einfach nur von A nach B kommen‘, wünscht sich Loose. Dabei gibt es aber nicht nur Hürden bei den Außen-, sondern auch bei den Innenansagen der Straßenbahnen: Diese ertönen nicht immer – so auch, als wir gemeinsam vom Rathaus Richtung Altmarkt fahren. Oder sie sind in anderen Situationen durch den Fahrtlärm nur schwer zu verstehen. An welcher Haltestelle er sich genau befindet, weiß Andreas Loose dann nur, indem er die Halte mitzählt oder andere Fahrgäste fragt – das kostet Zeit und ist immer wieder ein Outing seiner Sehbehinderung“, heißt es weiter im HNA-Artikel zur Situation, die in vielen anderen Städten und Regionen Deutschlands nicht viel anders sein dürfte.

Foto: Aktion Mensch
Kassel (kobinet) "Haltestelle Rathaus, Donnerstagmittag, eine Tram in Fahrtrichtung Innenstadt fährt vor. Nachdem der Zug zum Stehen kommt, sollte jetzt eigentlich eine Ansage ertönen: 'Linie 4, Richtung Helsa.' Doch stattdessen ist nichts zu hören. Für Sehbehinderte wie Andreas Loose ist das ein Problem: Er hört zwar, dass eine Bahn vorfährt, weiß aber nicht, ob es genau die Bahn ist, in die er einsteigen muss." So beschreibt die in Kassel erscheinende Hessisch Niedersächsische Allgemeine (HNA) die Situation, in der sich blinde und sehbehinderte Menschen immer wieder befinden, wenn bei der Nutzung von Bussen und Bahnen keine oder qualitativ schlechte Durchsagen gemacht werden. Ein Thema, das in Kassel schon lange auf der Tagesordnung bei Gesprächen zwischen Interessenvertretern behinderter Menschen mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund und der Kasseler Verkehrsgesellschaft steht.
„‚Ich möchte einfach nur von A nach B kommen‘, wünscht sich Loose. Dabei gibt es aber nicht nur Hürden bei den Außen-, sondern auch bei den Innenansagen der Straßenbahnen: Diese ertönen nicht immer – so auch, als wir gemeinsam vom Rathaus Richtung Altmarkt fahren. Oder sie sind in anderen Situationen durch den Fahrtlärm nur schwer zu verstehen. An welcher Haltestelle er sich genau befindet, weiß Andreas Loose dann nur, indem er die Halte mitzählt oder andere Fahrgäste fragt – das kostet Zeit und ist immer wieder ein Outing seiner Sehbehinderung“, heißt es weiter im HNA-Artikel zur Situation, die in vielen anderen Städten und Regionen Deutschlands nicht viel anders sein dürfte.




