Düsseldorf (kobinet)
Die Landes-Regierung von Nord-Rhein-West-Falen hat eine Studie gemacht.
Die Studie ist über Medikamenten-Miss-Brauch.
Medikamenten-Miss-Brauch bedeutet: Menschen nehmen Medikamente falsch.
Sie nehmen zu viele Medikamente.
Oder sie nehmen Medikamente ohne Grund.
Das ist gefährlich.
Der Miss-Brauch war an Kindern und Jugendlichen.
Das war in Nord-Rhein-West-Falen.
Karl-Josef Laumann ist der Sozial-Minister.
Er sagt: Die Menschen haben ein Recht auf Auf-Arbeitung.
Auf-Arbeitung bedeutet: Menschen schauen sich alte Ereignisse an.
Sie wollen verstehen: Was ist passiert?
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:
In Einrichtungen bekamen Kinder und Jugendliche falsche Medikamente.
Das war über Jahr-Zehnte.
Das waren Einrichtungen der Kinder-Hilfe und Jugend-Hilfe.
Das waren auch Einrichtungen der Behinderten-Hilfe.
Das waren auch Kranken-Häuser und Kur-Heime.
Das hatte schwere körperliche Folgen.
Das hatte schwere seelische Folgen.
Die Studie zeigt zum ersten Mal das ganze Ausmaß.
Sie zeigt: Wie schlimm war der Miss-Brauch?
Die Studie fragt die betroffenen Menschen.
Die Studie untersucht die Zeit von 1946 bis 1980.
1946 wurde das Land gegründet.
Die Studie wurde am 10. September 2024 vorgestellt.
Das war im Düsseldorfer Land-Tag.
Sozial-Minister Karl-Josef Laumann sagte:
Kinder und Jugendliche haben Schreckliches erlitten.
Das war in Heimen und Kranken-Häusern.
Sie haben ein Recht darauf: Diese schlimmen Taten werden aufgeklärt.
Sie haben ein Recht auf Auf-Arbeitung.
Diese Taten brauchen maximale Aufmerksamkeit.
Die Studie ist von Professor Dr. Heiner Fangerau.
Er arbeitet an der Universität Düsseldorf.
Auch Forscher der Universität Hildesheim haben mitgearbeitet.
Das Deutsche Institut für Heim-Erziehungs-Forschung hat auch mitgearbeitet.
Die Studie sammelt das bisherige Wissen.
Sie fragt die betroffenen Menschen.
Professor Fangerau sagte:
Wir haben mit betroffenen Menschen gesprochen.
Wir haben alle Bücher und Texte zu diesem Thema gelesen.
Wir haben alte Daten angeschaut.
So haben wir uns ein Bild gemacht.
Das Bild zeigt den falschen Medikamenten-Einsatz bei Kindern.
Wichtig war uns: Was sagen die damaligen Kinder?
Lange hat ihnen niemand zugehört.
Lange hat ihnen niemand geglaubt.
Menschen, die das Unrecht aufdeckten, wurden zum Schweigen gebracht.
Diese Menschen nennt man Whistle-Blower.
Whistle-Blower sind Menschen, die Unrecht aufdecken.
Verantwortliche schauten weg.
Oder sie halfen beim Miss-Brauch.
Sie wussten: Das ist gegen die Regeln.
Das waren Regeln der Medizin-Ethik ihrer Zeit.
Medizin-Ethik bedeutet: Regeln für Ärzte.
Die Regeln sagen: Was ist richtig?
Was ist falsch?
In der Studie konnten frühere Forschungs-Ergebnisse bestätigt werden.
Schwere Formen des falschen Medikamenten-Einsatzes wurden nachgewiesen.
Das waren nicht nur Einzel-Fälle.
Das waren weit verbreitete Praktiken.
Die Praktiken gehörten fest zu den Einrichtungen.
Nach vorsichtigen Schätzungen waren circa 20 Prozent betroffen.
Vorsichtige Schätzungen bedeutet: Man rechnet eher zu wenig.
Das waren 20 Prozent aller jungen Menschen.
Sie waren in den Einrichtungen untergebracht.
Sie bekamen falsche Medikamente.
Der Miss-Brauch umfasst folgende Punkte:
Medikamente wurden systematisch eingesetzt.
Das war, um Kinder und Jugendliche ruhig zu stellen.
Ruhig stellen bedeutet: Die Kinder konnten sich nicht mehr bewegen.
Das war, um sie zu kontrollieren.
Das war, um sie gehorsam zu machen.
Seelen-Medikamente wurden routine-mäßig gegeben.
Seelen-Medikamente sind Medikamente für die Seele.
Sie helfen bei seelischen Krankheiten.
Sie wurden nicht aus medizinischer Not gegeben.
Sie wurden gegeben: Damit das Heim leichter zu führen war.
Einige Medikamente wurden zu Forschungs-Zwecken gegeben.
Kinder und Jugendliche wurden zu Versuchs-Objekten gemacht.
Niemand fragte sie: Bist du einverstanden?
Die Risiken wurden nicht erklärt.
Die Folgen wurden nicht bedacht.
Die falsche Gabe von Medikamenten war oft verbunden.
Sie war verbunden mit anderen Gewalt-Erfahrungen.
Vor allem körperliche Gewalt und sexuelle Gewalt.
Diese sind häufiger als bisher gedacht.
Minister Laumann sagte:
Die Landes-Regierung hat geholfen.
Das war mit Geld aus dem Fonds Heim-Erziehung.
Das war auch mit der Stiftung Anerkennung und Hilfe.
Das Land fördert die Betroffenen-Verbände.
Das Land macht das weiter.
Kein Geld kann wieder-gut-machen, was passiert ist.
Keine Hilfe der Welt kann das wieder-gut-machen.
Es tut mir von Herzen leid.
Einrichtungen sollten ein Zu-Hause sein.
Stattdessen wurden sie zu Orten der Qual.
Die Folgen gibt es bis heute.
Als Sozial-Minister von Nord-Rhein-West-Falen bitte ich um Verzeihung.
Für die gesamte Landes-Regierung bitte ich um Verzeihung.
Ich bitte alle betroffenen Menschen um Verzeihung.
Das ist für das, was ihnen angetan wurde.
Hinter-Grund-Informationen:
Die Studie heißt: Miss-bräuchlicher Einsatz von Medikamenten an Kindern und Jugendlichen in Nord-Rhein-West-Falen seit der Gründung des Landes bis in die 1980er Jahre.
Sie wurde 2022 beauftragt.
Das war durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
Der Untersuchungs-Zeit-Raum umfasst die Zeit von 1946 bis 1980.
1946 wurde das Land gegründet.
Die Studie sammelt die bisherige Forschung.
Sie erweitert diese durch die Ein-Bindung der betroffenen Menschen.
Das waren auch Zeit-Zeuginnen und Zeit-Zeugen.
Das geschah durch Interviews und eine Online-Befragung.
Die Studie ist hier online abrufbar.

Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Düsseldorf (kobinet) Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine Studie zum Medikamentenmissbrauch an Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Sozialministers Karl-Josef Laumann haben Betroffene ein Recht auf Aufarbeitung. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: "In Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der stationären Behindertenhilfe und Psychiatrien sowie in Heilstätten und Kurheimen in Nordrhein-Westfalen wurden Kindern und Jugendlichen über Jahrzehnte missbräuchlich Medikamente verabreicht – mit weitreichenden körperlichen und psychischen Folgen. Eine Studie im Auftrag des Landes gibt nun erstmals einen umfassenden Überblick über das Ausmaß des Missbrauchs und stellt die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt."
Kurz gesagt ()
Eine neue Studie der Landesregierung NRW belegt erstmals das erschreckende Ausmaß von Medikamentenmissbrauch an Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen von 1946 bis 1980. Circa 20 Prozent aller untergebrachten jungen Menschen waren betroffen – sie wurden systematisch mit Psychopharmaka sediert, als Versuchsobjekte missbraucht und oft zusätzlich Opfer von Gewalt und sexueller Gewalt.
Sozialminister Laumann bat die Betroffenen "stellvertretend für die gesamte Landesregierung aufrichtig um Verzeihung" für das erlittene Leid in Einrichtungen, die "ein Zuhause hätten sein sollen, aber zu Orten der Qual wurden".
Der Untersuchungszeitraum der Studie umfasst die Zeitspanne von der Gründung des Landes im Jahr 1946 bis zum Jahr 1980. Die Studie wurde am 10. September 2024 im Düsseldorfer Landtag vorgestellt.
Sozialminister Karl-Josef Laumann erklärte dabei: „Kinder und Jugendliche haben in stationären Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen Unfassbares erlitten. Es steht ihnen zu, dass diese Gräueltaten umfassend beleuchtet und aufgearbeitet werden sowie maximale Aufmerksamkeit bekommen. Die Studie zum Medikamentenmissbrauch der Forscherinnen und Forscher um Prof. Dr. Heiner Fangerau von der Universität Düsseldorf, der Universität Hildesheim und dem Deutschen Institut für Heimerziehungsforschung tut genau das: Sie führt das bisherige Wissen zusammen und stellt die wichtigste Perspektive, die der Betroffenen, in den Fokus. In ihrer Gesamtheit führt sie uns das schreckliche Ausmaß des Missbrauchs vor Augen.“
„Über Gespräche mit Betroffenen und über systematische Literatur- und Archivstudien haben wir uns ein Bild über den missbräuchlichen Medikamenteneinsatz bei Kindern in Nordrhein-Westfalen machen können“, so Professor Fangerau. „Wichtig war uns dabei, die Perspektive der damaligen Kinder abzubilden. Lange wurde ihnen nicht zugehört und nicht geglaubt. Whistleblower wurden zum Schweigen gebracht. Verantwortliche schauten weg oder ermöglichten den Missbrauch, dabei war ihnen wohl bekannt, dass sie gegen Gebote der Medizinethik ihrer Zeit verstießen. Erschreckend war die Vielfalt des missbräuchlichen Medikamenteneinsatzes.“
In der Studie konnten bisherige Forschungsergebnisse bestätigt und zusammengeführt sowie schwerwiegende Formen des missbräuchlichen Medikamenteneinsatzes nachgewiesen werden. Hierbei handelte es sich nicht um Einzelfälle, sondern um weit verbreitete, oft institutionell verankerte Praktiken. Nach konservativen Schätzungen waren circa 20 Prozent aller in den genannten Institutionen in Nordrhein-Westfalen untergebrachten jungen Menschen von missbräuchlichem Medikamenteneinsatz betroffen. Dieser umfasst:
- Medikamente wurden systematisch eingesetzt, um Kinder und Jugendliche zu sedieren, zu kontrollieren und gefügig zu machen.
- Psychopharmaka, die eigentlich der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen vorbehalten sein sollten, wurden routinemäßig verabreicht – nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern zur „Erleichterung des Heimbetriebs“.
- Einige Medikamente wurden zu Forschungszwecken verabreicht. Kinder und Jugendliche wurden zu medizinischen Versuchsobjekten gemacht. Ihr Einverständnis wurde nicht eingeholt, die Risiken wurden nicht erklärt, die Folgen nicht abgeschätzt.
- Die missbräuchliche Gabe von Arzneimitteln war oft verflochten mit anderen Gewalterfahrungen. Vor allem Gewaltpraktiken und sexualisierte Gewalt sind umfassender, als bisher angenommen.
„Mit der Beteiligung am Fonds Heimerziehung und an der Stiftung Anerkennung und Hilfe hat die Landesregierung sich umfassend und aktiv an der Anerkennung erlittenen Leids beteiligt. Darüber hinaus förderte und fördert das Land weiterhin die Betroffenenverbände. Kein Geld und keine Unterstützung der Welt können aber wiedergutmachen, was den Betroffenen angetan wurde. Es tut mir von Herzen leid, dass Einrichtungen, die ein Zuhause hätten sein sollen, zu Orten der Qual wurden – mit Folgen, die bis heute nachwirken. Als Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen und stellvertretend für die gesamte Landesregierung bitte ich alle Betroffenen aufrichtig um Verzeihung für das, was ihnen angetan wurde“, so Minister Laumann.
Hintergrundinformationen
Die Studie „Missbräuchlicher Einsatz von Medikamenten an Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen seit der Gründung des Landes bis in die 1980er Jahre“ wurde 2022 durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Auftrag gegeben.
Der Untersuchungszeitraum umfasst die Zeitspanne von der Gründung des Landes im Jahr 1946 bis zum Jahr 1980. Die Studie führt die bisherige Forschungslage zusammen und erweitert diese durch die umfassende Einbindung der Betroffenen sowie von Zeitzeuginnen und -zeugen mittels Interviews und einer Onlinebefragung.
Die Studie ist hier online abrufbar.

Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Düsseldorf (kobinet) Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine Studie zum Medikamentenmissbrauch an Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Sozialministers Karl-Josef Laumann haben Betroffene ein Recht auf Aufarbeitung. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: "In Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der stationären Behindertenhilfe und Psychiatrien sowie in Heilstätten und Kurheimen in Nordrhein-Westfalen wurden Kindern und Jugendlichen über Jahrzehnte missbräuchlich Medikamente verabreicht – mit weitreichenden körperlichen und psychischen Folgen. Eine Studie im Auftrag des Landes gibt nun erstmals einen umfassenden Überblick über das Ausmaß des Missbrauchs und stellt die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt."
Kurz gesagt ()
Eine neue Studie der Landesregierung NRW belegt erstmals das erschreckende Ausmaß von Medikamentenmissbrauch an Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen von 1946 bis 1980. Circa 20 Prozent aller untergebrachten jungen Menschen waren betroffen – sie wurden systematisch mit Psychopharmaka sediert, als Versuchsobjekte missbraucht und oft zusätzlich Opfer von Gewalt und sexueller Gewalt.
Sozialminister Laumann bat die Betroffenen "stellvertretend für die gesamte Landesregierung aufrichtig um Verzeihung" für das erlittene Leid in Einrichtungen, die "ein Zuhause hätten sein sollen, aber zu Orten der Qual wurden".
Der Untersuchungszeitraum der Studie umfasst die Zeitspanne von der Gründung des Landes im Jahr 1946 bis zum Jahr 1980. Die Studie wurde am 10. September 2024 im Düsseldorfer Landtag vorgestellt.
Sozialminister Karl-Josef Laumann erklärte dabei: „Kinder und Jugendliche haben in stationären Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen Unfassbares erlitten. Es steht ihnen zu, dass diese Gräueltaten umfassend beleuchtet und aufgearbeitet werden sowie maximale Aufmerksamkeit bekommen. Die Studie zum Medikamentenmissbrauch der Forscherinnen und Forscher um Prof. Dr. Heiner Fangerau von der Universität Düsseldorf, der Universität Hildesheim und dem Deutschen Institut für Heimerziehungsforschung tut genau das: Sie führt das bisherige Wissen zusammen und stellt die wichtigste Perspektive, die der Betroffenen, in den Fokus. In ihrer Gesamtheit führt sie uns das schreckliche Ausmaß des Missbrauchs vor Augen.“
„Über Gespräche mit Betroffenen und über systematische Literatur- und Archivstudien haben wir uns ein Bild über den missbräuchlichen Medikamenteneinsatz bei Kindern in Nordrhein-Westfalen machen können“, so Professor Fangerau. „Wichtig war uns dabei, die Perspektive der damaligen Kinder abzubilden. Lange wurde ihnen nicht zugehört und nicht geglaubt. Whistleblower wurden zum Schweigen gebracht. Verantwortliche schauten weg oder ermöglichten den Missbrauch, dabei war ihnen wohl bekannt, dass sie gegen Gebote der Medizinethik ihrer Zeit verstießen. Erschreckend war die Vielfalt des missbräuchlichen Medikamenteneinsatzes.“
In der Studie konnten bisherige Forschungsergebnisse bestätigt und zusammengeführt sowie schwerwiegende Formen des missbräuchlichen Medikamenteneinsatzes nachgewiesen werden. Hierbei handelte es sich nicht um Einzelfälle, sondern um weit verbreitete, oft institutionell verankerte Praktiken. Nach konservativen Schätzungen waren circa 20 Prozent aller in den genannten Institutionen in Nordrhein-Westfalen untergebrachten jungen Menschen von missbräuchlichem Medikamenteneinsatz betroffen. Dieser umfasst:
- Medikamente wurden systematisch eingesetzt, um Kinder und Jugendliche zu sedieren, zu kontrollieren und gefügig zu machen.
- Psychopharmaka, die eigentlich der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen vorbehalten sein sollten, wurden routinemäßig verabreicht – nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern zur „Erleichterung des Heimbetriebs“.
- Einige Medikamente wurden zu Forschungszwecken verabreicht. Kinder und Jugendliche wurden zu medizinischen Versuchsobjekten gemacht. Ihr Einverständnis wurde nicht eingeholt, die Risiken wurden nicht erklärt, die Folgen nicht abgeschätzt.
- Die missbräuchliche Gabe von Arzneimitteln war oft verflochten mit anderen Gewalterfahrungen. Vor allem Gewaltpraktiken und sexualisierte Gewalt sind umfassender, als bisher angenommen.
„Mit der Beteiligung am Fonds Heimerziehung und an der Stiftung Anerkennung und Hilfe hat die Landesregierung sich umfassend und aktiv an der Anerkennung erlittenen Leids beteiligt. Darüber hinaus förderte und fördert das Land weiterhin die Betroffenenverbände. Kein Geld und keine Unterstützung der Welt können aber wiedergutmachen, was den Betroffenen angetan wurde. Es tut mir von Herzen leid, dass Einrichtungen, die ein Zuhause hätten sein sollen, zu Orten der Qual wurden – mit Folgen, die bis heute nachwirken. Als Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen und stellvertretend für die gesamte Landesregierung bitte ich alle Betroffenen aufrichtig um Verzeihung für das, was ihnen angetan wurde“, so Minister Laumann.
Hintergrundinformationen
Die Studie „Missbräuchlicher Einsatz von Medikamenten an Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen seit der Gründung des Landes bis in die 1980er Jahre“ wurde 2022 durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Auftrag gegeben.
Der Untersuchungszeitraum umfasst die Zeitspanne von der Gründung des Landes im Jahr 1946 bis zum Jahr 1980. Die Studie führt die bisherige Forschungslage zusammen und erweitert diese durch die umfassende Einbindung der Betroffenen sowie von Zeitzeuginnen und -zeugen mittels Interviews und einer Onlinebefragung.
Die Studie ist hier online abrufbar.




