Ich habe eine wichtige Nachricht für euch.
Aber zuerst stelle ich eine Frage.
Die Frage ist schwer.
Machen die Deutschen bald bei einem Krieg mit?
Werden wir so stark wie Putin und Netanyahu?
Diese Fragen denken deutsche Politiker jeden Tag.
Die russische Armee kämpft seit 3 Jahren in der Ukraine.
Das steht in der NZZ.
NZZ bedeutet: Neue Züricher Zeitung.
Das ist eine Schweizer Zeitung.
Die Zeitung schreibt: Russland lernt viel über das Kämpfen.
Die deutschen Politiker fragen sich:
Sollen junge Menschen freiwillig zum Militär gehen?
Freiwillig bedeutet: Du machst etwas gerne.
Du musst es nicht machen.
Du entscheidest selbst.
Militär bedeutet: Das sind die Soldaten von Deutschland.
Oder sollen wir eine Wehr-Pflicht machen?
Wehr-Pflicht bedeutet: Alle jungen Menschen müssen Soldat werden.
Die taz hat am gleichen Tag etwas geschrieben.
Taz bedeutet: Tages-Zeitung aus Berlin.
Die taz schreibt: Junge Männer sollen wieder zur Musterung.
Musterung bedeutet: Man prüft die jungen Männer.
Man schaut: Sind sie für das Militär geeignet?
Geeignet bedeutet: Sie können gut Soldat sein.
Das ist kein Fort-schritt für unsere Gesellschaft.
Fort-schritt bedeutet: Etwas wird besser.
Gesellschaft bedeutet: Alle Menschen leben zusammen.
Die jungen Menschen sollen wieder lernen: Wie man andere Menschen tötet.
Jetzt kommt meine gute Nachricht der Woche.
Es gibt ein neues Hör-Buch.
Das Buch heißt: Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde.
Der Autor heißt Ole Nymoen.
Autor bedeutet: Ein Mensch schreibt Bücher.
Er ist Ende 20 Jahre alt.
Er erklärt in dem Buch: Warum er nicht beim Militär mitmachen will.
Blinde Menschen können das Hör-Buch bekommen.
Sie können es bei den Blinden-Hör-Büchereien ausleihen.
Andere Menschen können das Buch im Buch-Laden kaufen.
Sie können es auch in Stadt-Büchereien ausleihen.
Ole Nymoen hat gute Gründe gegen das Militär.
Diese Gründe sind überzeugend.
Überzeugend bedeutet: Die Gründe sind sehr stark.
Man glaubt sie sofort.
Das Militär bringt jungen Menschen bei: Wie man andere Menschen tötet.
Das kann im schlimmsten Fall bedeuten: Die ganze Menschheit wird vernichtet.
Vernichtet bedeutet: Alles ist kaputt.
Es gibt nichts mehr.
Das passiert durch Atom-Waffen.
Atom-Waffen bedeutet: Sehr gefährliche Bomben.
Die Bundes-Wehr versucht junge Menschen zu locken.
Bundes-Wehr bedeutet: Die Soldaten von Deutschland.
Sie bietet ihnen an: Den Führer-Schein günstig zu machen.
Das ist ein schlechtes Angebot.
Die jungen Menschen sollen das durch-schauen.
Durch-schauen bedeutet: Du verstehst die Wahrheit.
Jemand will dich täuschen.
Aber du merkst es.
Es ist eine Beleidigung für ihren Verstand.
Verstand bedeutet: Das Denken im Kopf.
Der Verstand macht Menschen klug.

Foto: ht
Staufen (kobinet) Ehe ich zu meiner eigentlichen Nachricht komme, um es spannend zu machen, die Frage: Werden wir Deutsche rechtzeitig imstande sein, uns auf Augenhöhe mit führenden Kriegsherren wie Putin und Netanyahu am Menschheitsverbrechen Krieg zu beteiligen? Dies fragt sich die Politik hierzulande täglich und geradezu obsessiv. "Die russische Arme sammelt seit mehr als drei Jahren Kampferfahrung in der Ukraine", liest man in der NZZ (Neue Züricher Zeitung vom 28.08. 2025). Ob man sich da noch Freiwilligkeit leiste könne – gemeint ist, es jungen Menschen anheim zu stellen, ob sie das kriegerische Tötungshandwerk erlernen wollen oder nicht – und nicht sofort eine Wehrpflicht her müsse, um nicht "wertvolle Zeit zu verschwenden". Der Kommentar in der taz (Tageszeitung aus Berlin) tritt am selben Tag ein wenig auf die Bremse mit den Worten, "dass wie früher junge Männer künftig zur Musterung gezwungen werden sollen, ist zwar nicht gerade ein zivilisatorischer Fortschritt und auch nicht, dass sie wieder zwangsweise das Töten von Menschen lernen sollen". Doch Fortschritt hin oder her, es werde wohl darauf hinauslaufen, so der taz-Kommentar, das verpflichtende Lernen zum Menschentöten.
Jetzt erst einmal durchatmen. Und dann zur Belohnung meine gute Nachricht der Woche: Ole Nymoens Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde – gegen die Kriegstüchtigkeit“ gibt es als Hörbuch im Verbund der Blindenhörbüchereien. Nichtsehbehinderte oder Blinde können es über den Buchhandel beziehen oder in Stadtbüchereien ausleihen und lesen. Alle können somit lesen oder hören, was der Autor Ole Nymeon, mit Ende zwanzig noch ein junger Mensch, an Gründen vorbringt, sich einer Teilnahme am von der Bundesregierung geplanten zivilisatorischen Rückschritt zu verweigern. Es sind meines Erachtens triftige und überzeugende Gründe, die dafür sprechen, sich als junger Mensch gegen die Teilnahme an einem Curriculum zu entscheiden, das, wie man es auch dreht und wendet, auf „Menschen töten lernen“ hinausläuft. Und zwar auf die Tötung von Menschen im großen Maßstab, bis hin zur Vernichtung der Menschheit im Fall der nuklearen Abschreckungsdoktrin. – Der Versuch, junge Menschen mit Lockangeboten wie „günstig den Führerschein bei der Bundeswehr machen“ zum militärischen Dienst am Zivilisationsbruch zu gewinnen, wird hoffentlich durch möglichst viele von ihnen als das durchschaut, was es ist: Eine Beleidigung ihres Verstandes und der Versuch, ihr Denkorgan auf die Kapazität eines Spatzenhirns zu reduzieren.

Foto: ht
Staufen (kobinet) Ehe ich zu meiner eigentlichen Nachricht komme, um es spannend zu machen, die Frage: Werden wir Deutsche rechtzeitig imstande sein, uns auf Augenhöhe mit führenden Kriegsherren wie Putin und Netanyahu am Menschheitsverbrechen Krieg zu beteiligen? Dies fragt sich die Politik hierzulande täglich und geradezu obsessiv. "Die russische Arme sammelt seit mehr als drei Jahren Kampferfahrung in der Ukraine", liest man in der NZZ (Neue Züricher Zeitung vom 28.08. 2025). Ob man sich da noch Freiwilligkeit leiste könne – gemeint ist, es jungen Menschen anheim zu stellen, ob sie das kriegerische Tötungshandwerk erlernen wollen oder nicht – und nicht sofort eine Wehrpflicht her müsse, um nicht "wertvolle Zeit zu verschwenden". Der Kommentar in der taz (Tageszeitung aus Berlin) tritt am selben Tag ein wenig auf die Bremse mit den Worten, "dass wie früher junge Männer künftig zur Musterung gezwungen werden sollen, ist zwar nicht gerade ein zivilisatorischer Fortschritt und auch nicht, dass sie wieder zwangsweise das Töten von Menschen lernen sollen". Doch Fortschritt hin oder her, es werde wohl darauf hinauslaufen, so der taz-Kommentar, das verpflichtende Lernen zum Menschentöten.
Jetzt erst einmal durchatmen. Und dann zur Belohnung meine gute Nachricht der Woche: Ole Nymoens Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde – gegen die Kriegstüchtigkeit“ gibt es als Hörbuch im Verbund der Blindenhörbüchereien. Nichtsehbehinderte oder Blinde können es über den Buchhandel beziehen oder in Stadtbüchereien ausleihen und lesen. Alle können somit lesen oder hören, was der Autor Ole Nymeon, mit Ende zwanzig noch ein junger Mensch, an Gründen vorbringt, sich einer Teilnahme am von der Bundesregierung geplanten zivilisatorischen Rückschritt zu verweigern. Es sind meines Erachtens triftige und überzeugende Gründe, die dafür sprechen, sich als junger Mensch gegen die Teilnahme an einem Curriculum zu entscheiden, das, wie man es auch dreht und wendet, auf „Menschen töten lernen“ hinausläuft. Und zwar auf die Tötung von Menschen im großen Maßstab, bis hin zur Vernichtung der Menschheit im Fall der nuklearen Abschreckungsdoktrin. – Der Versuch, junge Menschen mit Lockangeboten wie „günstig den Führerschein bei der Bundeswehr machen“ zum militärischen Dienst am Zivilisationsbruch zu gewinnen, wird hoffentlich durch möglichst viele von ihnen als das durchschaut, was es ist: Eine Beleidigung ihres Verstandes und der Versuch, ihr Denkorgan auf die Kapazität eines Spatzenhirns zu reduzieren.




