Falkensee / Potsdam (kobinet)
Carola Szymanowicz wohnt in Falkensee.
Sie hat eine Petition geschrieben.
Petition bedeutet: Eine Bitte an Politiker.
Sie hat die Petition an den Land-Tag Brandenburg geschickt.
In der Petition geht es um taube Menschen.
Taube Menschen können nicht hören.
Sie sprechen mit den Händen.
Das nennt man Gebärden-Sprache.
Carola Szymanowicz will 2 Dinge erreichen:
- Mehr Hilfe für die deutsche Gebärden-Sprache
- Eine Entschuldigung vom Land-Tag Brandenburg
Der Land-Tag soll sich entschuldigen.
Früher wurden taube Menschen schlecht behandelt.
Das war nicht richtig.
Hamburg hat sich schon entschuldigt.
Die Hamburger Bürger-Schaft hat gesagt:
Wir haben Fehler gemacht.
Das war bei einem Treffen mit tauben Menschen.
Im Jahr 1880 gab es einen wichtigen Kongress.
Kongress bedeutet: Eine große Tagung.
Viele Menschen kommen zusammen.
Der Kongress war in Mailand.
Dort haben Menschen eine schlechte Entscheidung getroffen.
Sie haben gesagt:
Taube Menschen sollen nicht gebärden.
Sie sollen nur sprechen lernen.
Sie sollen von den Lippen ablesen.
Das war sehr schlecht für taube Menschen.
In vielen Schulen wurde die Gebärden-Sprache verboten.
Taube Menschen durften nicht mehr gebärden.
Sie mussten heimlich gebärden.
Das hat der Kultur von tauben Menschen geschadet.
Kultur bedeutet: Alles was Menschen machen.
Zum Beispiel Musik und Kunst.
Ihre Sprache wurde unterdrückt.
Unterdrückt bedeutet: Schlecht behandelt werden.
Die Folgen gibt es noch heute.
Sprach-Deprivation bedeutet:
Menschen bekommen keine richtige Sprache.
Das passiert oft bei tauben Kindern.
Sie bekommen keine Gebärden-Sprache.
Dann können sie schlecht sprechen.
Das hat schlimme Folgen für taube Menschen:
Taube Kinder brauchen früh eine vollständige Sprache.
Sonst haben sie später große Probleme.
Carola Szymanowicz fordert in ihrer Petition:
- Taube Kinder sollen früh Gebärden-Sprache lernen
- Es soll überall Dolmetscher geben
Dolmetscher bedeutet: Menschen die übersetzen.
- Barriere-Freiheit in Medien und Gerichten
- Barriere-Freiheit in Schulen und Kranken-Häusern
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können mit-machen.
- Taube Menschen sollen bei politischen Entscheidungen mit-reden
- Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention soll umgesetzt werden
Das bedeutet: Ein Vertrag für Menschen mit Behinderung.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben gleiche Rechte.
Carola Szymanowicz hofft auf viel Unterstützung.
Alle Menschen in der Demokratie sollen helfen.
Demokratie bedeutet: Das Volk bestimmt mit.
Das Volk wählt die Politiker.

Foto: ht
Falkensee / Potsdam (kobinet) Carola Szymanowicz aus Falkensee hat vor kurzem beim Petitionsausschuss des Landtags von Brandenburg eine Petition eingereicht. Ziel der Petition ist die Förderung der Verwendung und Vermittlung der Deutschen Gebärdensprache und die Abgabe einer Erklärung durch den Landtag und die Landesregierung von Brandenburg zum Umgang mit tauben Menschen in der Vergangenheit. Anlass für die Petition ist u.a., dass vor kurzem nach einem vorhergehenden Treffen mit tauben Menschen in der Hamburger Bürgerschaft zum Thema Sprachdeprivation (Sprachentzug) und dessen Auswirkungen bei tauben Menschen eine entsprechende Erklärung abgegeben wurde.
„Im Jahr 1880 fand in Mailand ein Kongress statt, der weitreichende Folgen für die Gehörlosengemeinschaft hatte. Auf diesem Kongress wurde eine Resolution verabschiedet, die den Oralismus, also das Sprechen und Lippenlesen, gegenüber der Gebärdensprache bevorzugte. Dies führte dazu, dass in vielen Schulen und Institutionen der Welt die Gebärdensprache verboten wurde und Gehörlose hauptsächlich mündlich unterrichtet wurden. Als Konsequenz wurde die Gebärdensprache in vielen Schulen und Institutionen verboten, was zu einer Unterdrückung der Gehörlosenkultur und Identität führte. Durch diesen Beschluss wurden taube Menschen gezwungen, heimlich zu gebärden, um ihre Sprache zu erhalten. Die Folgen dieses Verbots wirken noch heute nach“, teilte Carola Szymanowicz mit.
Sprachdeprivation hat nach Informationen von Carola Szymanowicz erhebliche Auswirkungen,
- Sie kann kognitive, soziale und emotionale Schwierigkeiten verursachen.
- Sie kann sich auf die Lese- und Schreibfähigkeiten, das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Beziehungsaufnahme auswirken.
- Gerade bei tauben Kindern kann ein späterer Zugang zu einer vollständigen Sprache zu Problemen bei der Inklusion in Bildungseinrichtungen führen.
Sie fordert in ihrer Petition u.a.:
- Recht auf frühen Zugang zur Gebärdensprache
- Verbindliche DGS-Dolmetschdienste in allen Bereichen
- Barrierefreiheit in Medien, Justiz, Bildung und Gesundheit
- Beteiligung tauber Menschen bei allen politischen Entscheidungen
- Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in deutsches Recht
Carola Szymanowicz hofft auf Unterstützung und Zustimmung der Petition aus der gesamten demokratischen Gesellschaft.

Foto: ht
Falkensee / Potsdam (kobinet) Carola Szymanowicz aus Falkensee hat vor kurzem beim Petitionsausschuss des Landtags von Brandenburg eine Petition eingereicht. Ziel der Petition ist die Förderung der Verwendung und Vermittlung der Deutschen Gebärdensprache und die Abgabe einer Erklärung durch den Landtag und die Landesregierung von Brandenburg zum Umgang mit tauben Menschen in der Vergangenheit. Anlass für die Petition ist u.a., dass vor kurzem nach einem vorhergehenden Treffen mit tauben Menschen in der Hamburger Bürgerschaft zum Thema Sprachdeprivation (Sprachentzug) und dessen Auswirkungen bei tauben Menschen eine entsprechende Erklärung abgegeben wurde.
„Im Jahr 1880 fand in Mailand ein Kongress statt, der weitreichende Folgen für die Gehörlosengemeinschaft hatte. Auf diesem Kongress wurde eine Resolution verabschiedet, die den Oralismus, also das Sprechen und Lippenlesen, gegenüber der Gebärdensprache bevorzugte. Dies führte dazu, dass in vielen Schulen und Institutionen der Welt die Gebärdensprache verboten wurde und Gehörlose hauptsächlich mündlich unterrichtet wurden. Als Konsequenz wurde die Gebärdensprache in vielen Schulen und Institutionen verboten, was zu einer Unterdrückung der Gehörlosenkultur und Identität führte. Durch diesen Beschluss wurden taube Menschen gezwungen, heimlich zu gebärden, um ihre Sprache zu erhalten. Die Folgen dieses Verbots wirken noch heute nach“, teilte Carola Szymanowicz mit.
Sprachdeprivation hat nach Informationen von Carola Szymanowicz erhebliche Auswirkungen,
- Sie kann kognitive, soziale und emotionale Schwierigkeiten verursachen.
- Sie kann sich auf die Lese- und Schreibfähigkeiten, das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Beziehungsaufnahme auswirken.
- Gerade bei tauben Kindern kann ein späterer Zugang zu einer vollständigen Sprache zu Problemen bei der Inklusion in Bildungseinrichtungen führen.
Sie fordert in ihrer Petition u.a.:
- Recht auf frühen Zugang zur Gebärdensprache
- Verbindliche DGS-Dolmetschdienste in allen Bereichen
- Barrierefreiheit in Medien, Justiz, Bildung und Gesundheit
- Beteiligung tauber Menschen bei allen politischen Entscheidungen
- Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in deutsches Recht
Carola Szymanowicz hofft auf Unterstützung und Zustimmung der Petition aus der gesamten demokratischen Gesellschaft.




