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Opfer von Blut-Skandal vor 40 Jahre fordern Gerechtigkeit

Opfer von Blutskandal vor dem Reichstag
Opfer von Blutskandal vor dem Reichstag
Foto: Arne Anderssohn

Wentorf bei Hamburg (kobinet) Seit über 40 Jahren kämpfen HIV-infizierte Blutopfer in Deutschland um Gerechtigkeit. Trotz medizinischer Fortschritte leiden viele Betroffene unter Pflegebedürftigkeit, sozialer Isolation und finanzieller Not. Die aktuelle Prognos-Studie 2025 bestätigt nach Informationen von Andreas Bemeleit, dass die Lebenssituation der Betroffenen "vielfach fragil" bleibt – und dass die Stiftung "Humanitäre Hilfe" und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ihre Verantwortung nicht ausreichend wahrnehmen.

Andreas Bemeleit führt in einer Presseinformationen folgende Fakten an:

• Kein Inflationsausgleich seit 1995: Die Stiftungsleistungen wurden nicht an die Inflation angepasst – ein Kaufkraftverlust von über 40%.

• Zwei Drittel der Betroffenen erwarten eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands (z. B. durch Leberzirrhose als Spätfolge von Hepatitis C).

• Rund ein Viertel lebt in finanziell herausfordernden Situationen – trotz medizinischer Fortschritte.

• Politisches Versagen: Das BMG ignoriert die eigenen Handlungsempfehlungen der Prognos-Studie 2025.

Die Forderungen werden erhoben:
1. Sofortige rückwirkende Anpassung der Stiftungsleistungen an die Inflation (1995–2019).
2. Erhöhung der finanziellen Unterstützung für pflegebedürftige Betroffene.
3. Öffentliche Stellungnahme des BMG zu den Ergebnissen der Prognos-Studie 2025.

Andreas Bemeleit, Betroffener aus Wentorf bei Hamburg erklärte zudem: „Wir kämpfen seit Jahrzehnten um Würde und Gerechtigkeit. Die Politik ignoriert uns – dabei brauchen wir dringend Hilfe!“ In der Prognos-Studie 2025 (S. VIII) heißt es: „Die finanzielle Unterstützung der Stiftung ist von zentraler Bedeutung und sollte hinsichtlich ihrer Höhe überprüft und gegebenenfalls erhöht werden.“

Hintergrund:

Blutskandal der 1980er: Tausende Menschen wurden durch verseuchte Blutprodukte mit HIV und Hepatitis C infiziert.

Link zur aktuellen Petition auf change.org für die Betroffenen um Unterstützung bitten