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„Inklusion by Müselmulm“ – Aufarbeitung sichtbar machen

Plakat mit einem bunten Vogel, Text Iklusion und Aufarbeitung sichtbar machen und Webadresse
Logo und Plakat
Foto: Mathias Kruck,

Boppard (kobinet) Mein Name ist Mathias Kruck, ich engagiere mich ehrenamtlich mit meinen Talenten im Bereich Mediengestaltung für verschiedene Gemeinwohlprojekte – und war viele Jahre Rehabilitand in der Rheinwerkstatt Boppard, nachdem ich meinen geliebten Beruf als Rettungsassistent aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr ausüben konnte.

Meine Website „Inklusion by Müselmulm“ ist ein persönlicher, aber zugleich strukturkritischer Blog über Inklusion, Teilhabe und das, was daraus in der Realität manchmal gemacht wird. Die Seite ist aus dem Bedürfnis entstanden, das Schweigen zu brechen – über das, was meiner Lebensgefährtin Janina und mir in acht Jahren Reha widerfahren ist.
Sie wurde Opfer sexueller Übergriffe durch einen leitenden Mitarbeiter. Ich selbst erlebte Ausgrenzung, Abwertung, Nichtbeachtung, fehlende Förderung und strukturelle Entwertung meiner kreativen Arbeit.

Wir haben mehrfach um Aufarbeitung gebeten – und stattdessen institutionelles Schweigen erlebt. Heute dokumentieren wir. Auf unserer Seite. Öffentlich. Mit Haltung. Und mit der Hoffnung, dass Sichtbarkeit Veränderung anstoßen kann – oder zumindest das Verdrängen unmöglich macht. „Inklusion by Müselmulm“ vereint Erfahrungsberichte, politische Beobachtung, Kritik an Werkstättenstrukturen, Reaktionen auf Gesetzesinitiativen – und den Versuch, in Sprache etwas zu schaffen, das bleibt. Denn was in Akten oft fehlt, findet hier Raum: Kontexte, Zusammenhänge, Emotionen – und ganz einfache Fragen:

  • Warum dokumentiert eine Einrichtung sexualisierte Gewalt nicht in der Rehabilitandenakte?
  • Warum werden kritische Stimmen systematisch ignoriert?
  • Warum ist Teilhabe oft nur Theorie – und Schutz ein Schweigekonstrukt?

Wir möchten mit unserer Seite nicht nur berichten, sondern verbinden. Uns ist wichtig, dass auch andere ihre Erfahrungen sichtbar machen können – und sich in dem wiederfinden, was wir teilen. „Inklusion by Müselmulm“ ist keine Plattform im klassischen Sinne – noch nicht. Aber vielleicht wird sie eine. Sie ist ein Ort, an dem Sprache zum Widerstand wird. Und an dem das, was lange im Dunkeln lag, ans Licht darf.

www.mueselmulm.de
Kontakt: [email protected]