Berlin (kobinet)
Der Sozial-Verband VdK hat 1.000 Menschen befragt.
Sozial-Verband bedeutet: Eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen.
Sie kämpfen für die Rechte von Menschen.
Zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen.
Diese Menschen haben körperliche Beeinträchtigungen.
Beeinträchtigungen bedeutet: Manche Dinge sind schwerer für eine Person.
Die Person kann nicht alles so gut machen.
Das kann den Körper betreffen.
Das kann auch das Denken betreffen.
Zum Beispiel: schlecht sehen oder schwer lernen.
Die Beeinträchtigungen bleiben für immer.
Die Befragung war über Barriere-Freiheit in Deutschland.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Niemand wird behindert.
Verena Bentele ist die Präsidentin vom VdK.
Präsidentin bedeutet: Die wichtigste Person in einer Gruppe.
Sie leitet die Gruppe.
Sie trifft wichtige Entscheidungen.
Eine Präsidentin ist eine Frau.
Sie sagt: 63 Prozent der Menschen fühlen sich schlecht vertreten.
Die Politik vertritt sie schlecht.
Manche sagen sogar: sehr schlecht.
Das ist ein Armuts-Zeugnis für Deutschland.
Armuts-Zeugnis bedeutet: Jemand macht etwas sehr schlecht.
Es ist peinlich für diese Person.
Man sagt auch: Das ist ein schlechtes Zeichen.
Zum Beispiel wenn ein Land seine Bürger nicht gut behandelt.
Die Bundes-Regierung wollte ein Gesetz ändern.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das ist ein Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Es soll ihnen helfen.
Es soll für mehr Gerechtigkeit sorgen.
Das sollte in den ersten 100 Tagen passieren.
Aber es ist nicht passiert.
Das zeigt: Menschen mit schweren Behinderungen sind der Politik nicht wichtig.
Die befragten Menschen kritisieren besonders Barrieren bei der Mobilität.
Mobilität bedeutet: Sich fort-bewegen können.
Von einem Ort zu einem anderen Ort kommen.
Über 40 Prozent sagen das.
Verena Bentele erklärt das Problem: Öffentliche Verkehrs-Mittel haben oft keine Aufzüge.
Oder die Roll-Treppen fahren nur in eine Richtung.
Das ist für Roll-Stuhl-Fahrer ein großes Problem.
Menschen mit Denk-Problemen haben auch Probleme.
Denk-Probleme bedeutet: Das Denken fällt schwer.
Die Person kann nicht so gut lernen.
Verstehen ist schwierig.
Merken ist schwierig.
Probleme lösen ist nicht einfach.
Menschen mit Seh-Behinderungen können Fahr-Pläne nicht lesen.
Viele Apps sind nicht barriere-frei.
Fahr-Karten-Automaten sind oft nur digital.
Das können viele Menschen nicht nutzen.
Verena Bentele sagt: Millionen Menschen stehen jeden Tag vor Barrieren.
Viele andere Menschen verstehen das Problem nicht.
Sie wissen nicht, wie groß das Problem ist.
Barrieren gibt es überall.
Fast 30 Prozent der befragten Menschen sagen das.
Der Freizeit-Bereich hat viele Hindernisse.
Jeder 6. kritisiert Barrieren im Arbeits-Leben.
Die Ergebnisse zeigen etwas Wichtiges.
Deutschland ist noch weit von einer Gesellschaft für alle entfernt.
Gesellschaft für alle bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Menschen mit und ohne Behinderung leben zusammen.
Alle haben die gleichen Rechte.
Alle können überall mit-machen.
Verena Bentele fordert klare gesetzliche Regeln.
Diese Regeln müssen auch private Anbieter verpflichten.
Sie müssen Barriere-Freiheit umsetzen.
Nur so können alle Menschen mit-machen.
Nur so können alle Menschen am Leben in der Gesellschaft teilnehmen.
Sie fordert eine große politische Strategie.
Strategie bedeutet: Ein Plan für etwas Wichtiges.
Man überlegt vorher gut.
Man geht Schritt für Schritt vor.
Menschen mit Behinderungen müssen besser einbezogen werden.
Ihre Bedürfnisse müssen beachtet werden.
Das muss geplant und geordnet passieren.
Geplant und geordnet bedeutet: Man macht etwas nach einem Plan.
Man geht Schritt für Schritt vor.
Man vergisst nichts Wichtiges.
Man arbeitet überlegt.
Die Reform des Behinderten-Gleichstellungs-Gesetzes muss endlich richtig angegangen werden.
Informationen zur Befragung:
Die Befragung war vom 31.7. bis 3.8.2025.
Es wurden 1.000 Personen befragt.
Diese Menschen haben körperliche Beeinträchtigungen.
Die Beeinträchtigungen bleiben für immer.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK hat 1.000 Menschen mit dauerhaften körperlichen Beeinträchtigungen zu ihrer Einschätzung der Barrierefreiheit in Deutschland befragt. Verbandspräsidentin Verena Bentele bringt die Ergebnisse auf den Punkt: "Wenn sich rund 63 Prozent der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen von der Politik derzeit schlecht bis sehr schlecht vertreten fühlen, ist das ein Armutszeugnis für Deutschland. Und es wird künftig auch nicht besser: Die Bundesregierung hatte in ihrem Sofortprogramm der ersten 100 Tage eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes geplant. Dass dies nicht auf den Weg gebracht wurde, zeigt erneut, dass Millionen schwerbehinderter Menschen auf der politischen Agenda keine Rolle spielen."
Besonders kritisierten die Befragten nach Informationen des VdK mit über 40 Prozent Barrieren im Bereich Mobilität. „Nehmen wir die öffentlichen Verkehrsmittel als Beispiel: Fehlende Aufzüge oder nur einseitig fahrende Rolltreppen sind für Rollstuhlfahrer ein KO-Kriterium. Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Sehbehinderungen können Fahrpläne oder Haltestellenanzeigen oft nicht erfassen, und viele Apps sowie Fahrkartenautomaten sind nicht barrierefrei entwickelt oder oft nur digital vorhanden. Millionen Menschen in Deutschland stehen rund um die Uhr vor Barrieren, deren Ausmaß viele nicht erfassen können“, betont Verena Bentele.
Barrieren sind überall
Und weiter führt die VdK-Präsidentin im Hinblick auf die Umfrage aus: „Barrieren sind überall: Fast 30 Prozent der Befragten geben an, dass der Bereich Freizeit vielfältige Hindernisse bereithält, für das Arbeitsleben bemängelt dies jeder sechste. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland in Sachen Barrierefreiheit noch weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt ist. Klare gesetzliche Regelungen sind notwendig, die auch private Anbieter verpflichten, Barrierefreiheit umfassend umzusetzen. Nur so kann eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen sichergestellt werden. Ich fordere eine umfassende politische Strategie, die Menschen mit Behinderungen besser einbezieht und ihre Bedürfnisse systematisch berücksichtigt. Und vor allem: Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes muss endlich ernsthaft angegangen werden.“
Informationen zur Befragung:
Befragungszeitraum: 31.7. bis 3.8.2025
Befragte Grundgesamtheit (Stichprobengröße): 1000 Personen, die dauerhaft durch körperliche Beeinträchtigung in ihrem Leben eingeschränkt sind.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK hat 1.000 Menschen mit dauerhaften körperlichen Beeinträchtigungen zu ihrer Einschätzung der Barrierefreiheit in Deutschland befragt. Verbandspräsidentin Verena Bentele bringt die Ergebnisse auf den Punkt: "Wenn sich rund 63 Prozent der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen von der Politik derzeit schlecht bis sehr schlecht vertreten fühlen, ist das ein Armutszeugnis für Deutschland. Und es wird künftig auch nicht besser: Die Bundesregierung hatte in ihrem Sofortprogramm der ersten 100 Tage eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes geplant. Dass dies nicht auf den Weg gebracht wurde, zeigt erneut, dass Millionen schwerbehinderter Menschen auf der politischen Agenda keine Rolle spielen."
Besonders kritisierten die Befragten nach Informationen des VdK mit über 40 Prozent Barrieren im Bereich Mobilität. „Nehmen wir die öffentlichen Verkehrsmittel als Beispiel: Fehlende Aufzüge oder nur einseitig fahrende Rolltreppen sind für Rollstuhlfahrer ein KO-Kriterium. Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Sehbehinderungen können Fahrpläne oder Haltestellenanzeigen oft nicht erfassen, und viele Apps sowie Fahrkartenautomaten sind nicht barrierefrei entwickelt oder oft nur digital vorhanden. Millionen Menschen in Deutschland stehen rund um die Uhr vor Barrieren, deren Ausmaß viele nicht erfassen können“, betont Verena Bentele.
Barrieren sind überall
Und weiter führt die VdK-Präsidentin im Hinblick auf die Umfrage aus: „Barrieren sind überall: Fast 30 Prozent der Befragten geben an, dass der Bereich Freizeit vielfältige Hindernisse bereithält, für das Arbeitsleben bemängelt dies jeder sechste. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland in Sachen Barrierefreiheit noch weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt ist. Klare gesetzliche Regelungen sind notwendig, die auch private Anbieter verpflichten, Barrierefreiheit umfassend umzusetzen. Nur so kann eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen sichergestellt werden. Ich fordere eine umfassende politische Strategie, die Menschen mit Behinderungen besser einbezieht und ihre Bedürfnisse systematisch berücksichtigt. Und vor allem: Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes muss endlich ernsthaft angegangen werden.“
Informationen zur Befragung:
Befragungszeitraum: 31.7. bis 3.8.2025
Befragte Grundgesamtheit (Stichprobengröße): 1000 Personen, die dauerhaft durch körperliche Beeinträchtigung in ihrem Leben eingeschränkt sind.




