Berlin (kobinet)
Das Wort Behinderung gibt es noch nicht so lange.
Aber Schrift-Steller schreiben schon immer über Menschen mit Behinderungen.
Sie schreiben darüber in ihren Büchern.
Sie schreiben darüber in ihren Geschichten.
Heute schauen Forscher anders auf Behinderung.
Forscher bedeutet: Menschen die neue Sachen heraus-finden.
Sie arbeiten an Unis oder in Instituten.
Sie wollen Wissen sammeln.
Sie sagen: Behinderung ist nicht nur ein medizinisches Problem.
Behinderung entsteht auch durch die Gesellschaft.
Gesellschaft bedeutet: Alle Menschen zusammen.
Menschen leben zusammen in einer Gruppe.
Die Gesellschaft macht Menschen zu behinderten Menschen.
Es gibt Forscher für Disability Studies.
Disability Studies bedeutet: Behinderten-Forschung.
Forscher schauen: Wie leben Menschen mit Behinderung?
Was brauchen sie?
Diese Forscher schauen sich Bücher an.
Diese Forscher schauen sich Geschichten an.
Sie fragen: Wie werden Menschen mit Behinderungen gezeigt?
An der Freien Universität Berlin gab es Vorträge.
Die Vorträge waren zu diesem Thema.
Die Vorträge hießen: Ring-Vorlesung.
Ring-Vorlesung bedeutet: Viele verschiedene Experten halten Vorträge.
Jede Woche kommt ein anderer Experte.
Die Vorträge gehören alle zu einem Thema.
Die Experten haben über Bücher gesprochen.
Sie haben über Kunst gesprochen.
Sie haben über Medien gesprochen.
Dabei ging es immer um Menschen mit Behinderungen.
Die Experten haben gezeigt: Wie werden Menschen mit Behinderungen dargestellt?
Dargestellt bedeutet: gezeigt.
Zum Beispiel: In einem Film wird eine Geschichte gezeigt.
Die Ring-Vorlesung ist jetzt zu Ende.
Aber die Vorträge kann man im Internet anschauen.
Sie sind in der Mediathek gespeichert.
Mediathek bedeutet: Ein Ort für Medien im Internet.
Dort kann man Videos schauen.
Alles ist kostenlos.

Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) "Auch wenn der Begriff 'Behinderung' jüngeren Datums ist, beschäftigen sich literarische Texte seit jeher mit der gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständigung über Phänomene verkörperter Differenz. Vor diesem Hintergrund berücksichtigt die gegenwärtige Literaturwissenschaft vermehrt Perspektiven der Disability Studies, die Behinderung weniger als individuell-medizinische denn als soziokulturelle Differenzkategorie verstehen, und untersucht im Sinne der Literary Disability Studies, welche bedeutungsstiftenden Funktionen Repräsentationen von Behinderung in literarischen Texten besitzen. Die Vorträge über Verhandlungen körperlicher oder psychischer Behinderungen in Literatur, Kunst und Medien der Gegenwart verbinden Einzelanalysen mit theoretischen Standortbestimmungen und gesellschaftspolitischen Überlegungen." So heißt es in der Ankündigung einer interdisziplinären Ringvorlesung des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, die in Kooperation mit dem DFG-Netzwerk "Inklusive Philologie. Literary Disability Studies im deutschsprachigen Raum" durchgeführt und vor kurzem zu Ende gegangen ist. Die Beiträge werden nun aber ins Internet eingestellt.
Link zu Informationen zur Ringvorlesung mit den Aufzeichnungen der Vorträge in der Mediathek

Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) "Auch wenn der Begriff 'Behinderung' jüngeren Datums ist, beschäftigen sich literarische Texte seit jeher mit der gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständigung über Phänomene verkörperter Differenz. Vor diesem Hintergrund berücksichtigt die gegenwärtige Literaturwissenschaft vermehrt Perspektiven der Disability Studies, die Behinderung weniger als individuell-medizinische denn als soziokulturelle Differenzkategorie verstehen, und untersucht im Sinne der Literary Disability Studies, welche bedeutungsstiftenden Funktionen Repräsentationen von Behinderung in literarischen Texten besitzen. Die Vorträge über Verhandlungen körperlicher oder psychischer Behinderungen in Literatur, Kunst und Medien der Gegenwart verbinden Einzelanalysen mit theoretischen Standortbestimmungen und gesellschaftspolitischen Überlegungen." So heißt es in der Ankündigung einer interdisziplinären Ringvorlesung des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, die in Kooperation mit dem DFG-Netzwerk "Inklusive Philologie. Literary Disability Studies im deutschsprachigen Raum" durchgeführt und vor kurzem zu Ende gegangen ist. Die Beiträge werden nun aber ins Internet eingestellt.
Link zu Informationen zur Ringvorlesung mit den Aufzeichnungen der Vorträge in der Mediathek




