München (kobinet)
Der Bayerische Jugend-Ring hat ein neues Computer-Programm gemacht.
Das Programm heißt Inklusio-MAT.
Mit dem Programm können Jugend-Gruppen prüfen: Können alle Kinder und Jugendliche bei uns mitmachen?
Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung?
Das Programm ist kostenlos.
Jugend-Gruppen können das Programm selbst benutzen.
Das Programm stellt viele Fragen.
Zum Beispiel: Können Rollstuhl-Fahrer in euer Gebäude?
Gibt es ruhige Räume?
Sind eure Informationen leicht zu verstehen?
Philipp Seitz ist der Chef vom Bayerischen Jugend-Ring.
Er hat gesagt: Der Inklusio-MAT ist sehr wichtig.
Das Programm zeigt: Wo gibt es noch Barrieren?
Barrieren sind Hindernisse.
Barriere-Freiheit bedeutet: Jeder Mensch soll überall mitmachen können und alles verstehen können.
Wenn es keine Hindernisse gibt, ist etwas barrierefrei.
Das Programm hilft dabei: Mehr junge Menschen mit Behinderung können bei Jugend-Gruppen mitmachen.
Das Computer-Programm stellt wichtige Fragen.
Die Fragen sind manchmal schwer zu beantworten.
Aber die Fragen sind ehrlich.
Die Fragen helfen dabei: Jugend-Gruppen können besser werden.
Das Programm macht dann ein besonderes Zeichen.
Das Zeichen zeigt: Diese Jugend-Gruppe ist gut für Menschen mit Behinderung.
Es gibt 17 verschiedene Zeichen.
Jedes Zeichen bedeutet etwas anderes.
Nico Wunderle arbeitet an dem Projekt.
Er hat gesagt: Das Programm stellt ehrliche Fragen.
Die Fragen sind manchmal unbequem.
Aber die Fragen zeigen auch: Was können Jugend-Gruppen schon gut machen?
Lillith Fendt hat eine Behinderung.
Sie hat das Programm getestet.
Sie findet das Programm gut.
Sie hat gesagt: Das Programm zeigt sofort: Wo gibt es keine Barrieren?
Das hilft Menschen mit Behinderung sehr.
Uwe Bopp trainiert Fußball-Jugend.
Er hat ein Beispiel erzählt: In ihrem Bier-Garten gibt es eine Speise-Karte in Blinden-Schrift.
Viele Sachen vom Inklusio-MAT sind dort schon gemacht.
Das Programm funktioniert gut.
Man kann es auch in anderen Bereichen benutzen.
Johannes Richtmann kennt sich gut mit Inklusion aus.
Inklusion bedeutet: Jeder Mensch darf überall mitmachen.
Alle sollen gleich behandelt werden, egal ob mit oder ohne Behinderung.
Er hat gesagt: Eine Party ist nur dann gut, wenn alle mitfeiern können.
Der Inklusio-MAT hilft dabei: Genau hinschauen.
Sind alle Türen breit genug?
Gibt es ruhige Räume?
Sind die Informationen leicht zu verstehen?
Inklusion beginnt auf der Tanz-Fläche.
Das Programm gibt es seit einem Monat.
Viele Jugend-Gruppen in Bayern haben das Programm schon benutzt.
Über 100 Gruppen haben schon ein Zeichen gemacht.
Das zeigt: Viele Jugend-Gruppen wollen inklusiv werden.
Das Programm ist einfach zu benutzen.
Das Programm kostet nichts.
Man kann das Programm oft benutzen.
Junge Menschen mit Behinderung haben bei der Entwicklung geholfen.
Sie haben ihre Erfahrungen eingebracht.
Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung wollen:
- Ins Zelt-Lager fahren
- Bei Jugend-Gruppen mitmachen
- In der Freizeit andere junge Menschen treffen
Das Bayerische Inklusions-Label soll helfen.
Eltern und Jugendliche können sehen: Welche Jugend-Gruppen sind barriere-frei?
Der Bayerische Jugend-Ring beschäftigt sich schon lange mit Inklusion.
Seit 2016 macht der Jugend-Ring Projekte mit Aktion Mensch.
Seit 2020 gibt es eine Fach-Frau für Inklusion.
Die bisherigen Projekte waren:
- "Selbstverständlich Inklusion" (2016-2019): Grund-Lagen für inklusive Jugend-Arbeit schaffen
- "Inklusion – geht klar!" (2019-2022): Schulungen für Jugend-Leiter
- "Jugend-Arbeit wird inklusiv" (jetzt): Entwicklung vom Inklusio-MAT
2024 hat der Jugend-Ring ein Heft gemacht.
Das Heft heißt "Einmaleins Inklusion in der Jugend-Arbeit".
Im September 2025 kommt ein großes Handbuch.
Das Handbuch erklärt alles über Inklusion in der Jugend-Arbeit.
Weitere Informationen:

Foto: BJR Daniele Koeberle
München (kobinet) Der Bayerische Jugendring (BJR) hat ein neuartiges digitales Tool zur Förderung der Inklusion in der Jugendarbeit vorgestellt: den "Inklusio-MAT". Das im Rahmen des Bayerischen Inklusionslabels "Jugendarbeit wird inklusiv" entwickelte kostenlose Selbstcheck-Tool ermöglicht es Trägern der Jugendarbeit, ihre Angebote, Einrichtungen und Veranstaltungen auf Barrierefreiheit zu prüfen und individuelle Inklusionslabels zu erstellen. BJR-Präsident Philipp Seitz erklärte bei der Präsentation des Inklusio-Mat im PresseClub in München: "Der Inklusio-MAT ist ein wichtiger Schritt für eine inklusive Gesellschaft. Ein modernes, zukunftweisendes Tool für mehr Inklusion. Es macht Barrierefreiheit sichtbar. So können wir es schaffen, mehr junge Menschen mit Behinderung mit Angeboten der Jugendarbeit zu erreichen."
Ehrliche Fragen für echte Barrierefreiheit
Das digitale Tool stellt Einrichtungen, Verbänden und Fachkräften der Jugendarbeit gezielt Reflexionsfragen zur Barrierefreiheit ihrer Angebote – von der Anreise über die räumliche Ausstattung bis hin zu pädagogischen Konzepten. Basierend auf den Antworten erstellt der Inklusio-MAT automatisch ein individuelles Inklusionslabel aus 17 verschiedenen Icons, das Menschen mit Behinderung auf einen Blick erkennen lässt, welche Angebote für sie geeignet sind.
Projektkoordinator Nico Wunderle erläuterte: „Der Inklusio-MAT hilft dabei, diesen Weg bewusst zu gehen: Er stellt ehrliche, manchmal unbequeme Fragen, macht aber zugleich sichtbar, was Jugendarbeit heute schon leisten kann – und was echte Barrierefreiheit bedeutet.“ Lillith Fendt engagiert sich in der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung und testete das Tool aus Betroffenensicht. Für sie liegt der besondere Wert in der Transparenz: „Der Inklusio-MAT macht Barrierefreiheit sofort nach außen sichtbar. Dadurch gibt er Organisationen der Jugendarbeit den Anstoß, die eigene Jugendarbeit weiterzuentwickeln und im Denken inklusiver zu werden.“
Aus der Praxis: Inklusion funktioniert bereits
Dass das Konzept in der Realität funktioniert, zeigt Uwe Bopp, Fußball-Jugendtrainer beim SSV Biburg und TSV Offenstetten und Sonderpreisträger des Demografiepreises, anhand eines konkreten Beispiels: „Unser Biergarten in Biburg: Dort gibt es eine Speisekarte in Brailleschrift, und viele Punkte des Inklusio-MAT sind bereits umgesetzt. Das Modell funktioniert – und lässt sich auch auf Gaststätten, Veranstaltungen oder andere Betriebe übertragen, die Inklusion aktiv leben wollen.“
Johannes Richtmann, Experte für inklusive Jugendarbeit, betonte: „Eine Party ist erst dann wirklich gut, wenn alle mitfeiern können. Der Inklusio-MAT hilft dabei, genau hinzuschauen: Ist der Zugang stufenfrei? Gibt’s Rückzugsräume? Sind Informationen verständlich? Barrierefreiheit bedeutet, aktiv einzuladen – und Räume zu schaffen, in denen niemand ausgeschlossen wird. Inklusion beginnt auf der Tanzfläche.“
Über 100 Labels bereits generiert
Der Inklusio-MAT wurde bereits vor einem Monat intern in der Jugendarbeit vorgestellt. Seither haben Akteure aus ganz Bayern über 100 Logos „Jugendarbeit wird inklusiv“ generiert – ein Zeichen für das große Interesse an inklusiver Jugendarbeit. Das Tool ist niedrigschwellig, kostenlos und mehrfach nutzbar und wurde praxisnah entwickelt – mit der Jugendarbeit, nicht nur für sie, gemeinsam mit verschiedenen Akteur:innen der Jugendarbeit. Besonders wichtig war dabei die Mitwirkung junger Menschen mit Behinderung, die ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Entwicklung einbrachten.
Auch behinderte Kinder und Jugendliche möchten ins Zeltlager reisen, an Jugendgruppen teilnehmen und in ihrer Freizeit Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben. Das Bayerische Inklusionslabel „Jugendarbeit wird inklusiv“ soll künftig ein verlässlicher Wegweiser für Betroffene, Eltern und alle Interessierten sein, die sich mehr barrierefreie Angebote in der Jugendarbeit wünschen.
BJR als Vorreiter für inklusive Jugendarbeit
Der Bayerische Jugendring beschäftigt sich bereits seit Jahren systematisch mit dem Thema Inklusion. Seit 2016 führt der BJR-Projekte mit Aktion Mensch durch und hat seit 2020 eine eigene Referentin für Inklusion. Die bisherigen Projekte zeigen die kontinuierliche Entwicklung:
- „Selbstverständlich Inklusion“ (2016-2019): Schaffung der Grundlagen für inklusive Jugendarbeit und Vernetzung zwischen Jugendarbeit und Behindertenhilfe
- „Inklusion – geht klar!“ (2019-2022): Qualifizierung von Aktiven aus der Jugendarbeit mit Schwerpunkt auf Juleica-Schulungen und digitalen Wissenssnacks
- „Jugendarbeit wird inklusiv“ (aktuell): Entwicklung des Inklusio-MAT und von 17 Barrierefreiheits-Icons
Zusätzlich veröffentlichte der BJR 2024 ein kompaktes „Einmaleins Inklusion in der Jugendarbeit“ mit praktischen Informationen zur barrierefreien Gestaltung. Im September 2025 folgt ein umfassendes Handbuch „Inklusion in der Jugendarbeit“ mit theoretischen Grundlagen, historischen Hintergründen und Good-Practice-Beispielen aus Bayern.
Weitere Informationen:
https://www.bjr.de/handlungsfelder/inklusion/inklusio-mat

Foto: BJR Daniele Koeberle
München (kobinet) Der Bayerische Jugendring (BJR) hat ein neuartiges digitales Tool zur Förderung der Inklusion in der Jugendarbeit vorgestellt: den "Inklusio-MAT". Das im Rahmen des Bayerischen Inklusionslabels "Jugendarbeit wird inklusiv" entwickelte kostenlose Selbstcheck-Tool ermöglicht es Trägern der Jugendarbeit, ihre Angebote, Einrichtungen und Veranstaltungen auf Barrierefreiheit zu prüfen und individuelle Inklusionslabels zu erstellen. BJR-Präsident Philipp Seitz erklärte bei der Präsentation des Inklusio-Mat im PresseClub in München: "Der Inklusio-MAT ist ein wichtiger Schritt für eine inklusive Gesellschaft. Ein modernes, zukunftweisendes Tool für mehr Inklusion. Es macht Barrierefreiheit sichtbar. So können wir es schaffen, mehr junge Menschen mit Behinderung mit Angeboten der Jugendarbeit zu erreichen."
Ehrliche Fragen für echte Barrierefreiheit
Das digitale Tool stellt Einrichtungen, Verbänden und Fachkräften der Jugendarbeit gezielt Reflexionsfragen zur Barrierefreiheit ihrer Angebote – von der Anreise über die räumliche Ausstattung bis hin zu pädagogischen Konzepten. Basierend auf den Antworten erstellt der Inklusio-MAT automatisch ein individuelles Inklusionslabel aus 17 verschiedenen Icons, das Menschen mit Behinderung auf einen Blick erkennen lässt, welche Angebote für sie geeignet sind.
Projektkoordinator Nico Wunderle erläuterte: „Der Inklusio-MAT hilft dabei, diesen Weg bewusst zu gehen: Er stellt ehrliche, manchmal unbequeme Fragen, macht aber zugleich sichtbar, was Jugendarbeit heute schon leisten kann – und was echte Barrierefreiheit bedeutet.“ Lillith Fendt engagiert sich in der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung und testete das Tool aus Betroffenensicht. Für sie liegt der besondere Wert in der Transparenz: „Der Inklusio-MAT macht Barrierefreiheit sofort nach außen sichtbar. Dadurch gibt er Organisationen der Jugendarbeit den Anstoß, die eigene Jugendarbeit weiterzuentwickeln und im Denken inklusiver zu werden.“
Aus der Praxis: Inklusion funktioniert bereits
Dass das Konzept in der Realität funktioniert, zeigt Uwe Bopp, Fußball-Jugendtrainer beim SSV Biburg und TSV Offenstetten und Sonderpreisträger des Demografiepreises, anhand eines konkreten Beispiels: „Unser Biergarten in Biburg: Dort gibt es eine Speisekarte in Brailleschrift, und viele Punkte des Inklusio-MAT sind bereits umgesetzt. Das Modell funktioniert – und lässt sich auch auf Gaststätten, Veranstaltungen oder andere Betriebe übertragen, die Inklusion aktiv leben wollen.“
Johannes Richtmann, Experte für inklusive Jugendarbeit, betonte: „Eine Party ist erst dann wirklich gut, wenn alle mitfeiern können. Der Inklusio-MAT hilft dabei, genau hinzuschauen: Ist der Zugang stufenfrei? Gibt’s Rückzugsräume? Sind Informationen verständlich? Barrierefreiheit bedeutet, aktiv einzuladen – und Räume zu schaffen, in denen niemand ausgeschlossen wird. Inklusion beginnt auf der Tanzfläche.“
Über 100 Labels bereits generiert
Der Inklusio-MAT wurde bereits vor einem Monat intern in der Jugendarbeit vorgestellt. Seither haben Akteure aus ganz Bayern über 100 Logos „Jugendarbeit wird inklusiv“ generiert – ein Zeichen für das große Interesse an inklusiver Jugendarbeit. Das Tool ist niedrigschwellig, kostenlos und mehrfach nutzbar und wurde praxisnah entwickelt – mit der Jugendarbeit, nicht nur für sie, gemeinsam mit verschiedenen Akteur:innen der Jugendarbeit. Besonders wichtig war dabei die Mitwirkung junger Menschen mit Behinderung, die ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Entwicklung einbrachten.
Auch behinderte Kinder und Jugendliche möchten ins Zeltlager reisen, an Jugendgruppen teilnehmen und in ihrer Freizeit Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben. Das Bayerische Inklusionslabel „Jugendarbeit wird inklusiv“ soll künftig ein verlässlicher Wegweiser für Betroffene, Eltern und alle Interessierten sein, die sich mehr barrierefreie Angebote in der Jugendarbeit wünschen.
BJR als Vorreiter für inklusive Jugendarbeit
Der Bayerische Jugendring beschäftigt sich bereits seit Jahren systematisch mit dem Thema Inklusion. Seit 2016 führt der BJR-Projekte mit Aktion Mensch durch und hat seit 2020 eine eigene Referentin für Inklusion. Die bisherigen Projekte zeigen die kontinuierliche Entwicklung:
- „Selbstverständlich Inklusion“ (2016-2019): Schaffung der Grundlagen für inklusive Jugendarbeit und Vernetzung zwischen Jugendarbeit und Behindertenhilfe
- „Inklusion – geht klar!“ (2019-2022): Qualifizierung von Aktiven aus der Jugendarbeit mit Schwerpunkt auf Juleica-Schulungen und digitalen Wissenssnacks
- „Jugendarbeit wird inklusiv“ (aktuell): Entwicklung des Inklusio-MAT und von 17 Barrierefreiheits-Icons
Zusätzlich veröffentlichte der BJR 2024 ein kompaktes „Einmaleins Inklusion in der Jugendarbeit“ mit praktischen Informationen zur barrierefreien Gestaltung. Im September 2025 folgt ein umfassendes Handbuch „Inklusion in der Jugendarbeit“ mit theoretischen Grundlagen, historischen Hintergründen und Good-Practice-Beispielen aus Bayern.
Weitere Informationen:
https://www.bjr.de/handlungsfelder/inklusion/inklusio-mat




