BERLIN (kobinet)
Deutschland braucht mehr Arbeits-Kräfte aus anderen Ländern.
Das gilt besonders für soziale Berufe.
Zum Beispiel in der Alten-Pflege.
Oder in der Eingliederungs-Hilfe.
Der Staat hilft Menschen, die im Alltag Unterstützung brauchen.
Das Geld oder die Hilfe nennt man Eingliederungshilfe.
2 Verbände haben eine Umfrage gemacht.
Die Verbände heißen BeB und DEVAP.
Sie wollten wissen:
Wie viele ausländische Mitarbeiter arbeiten schon in sozialen Einrichtungen?
Das Ergebnis der Umfrage:
Viele Einrichtungen haben schon Mitarbeiter aus anderen Ländern.
Bei manchen Einrichtungen sind es zwischen 20 und 50 von 100 Mitarbeitern.
Diese Mitarbeiter sind sehr wichtig.
Ohne sie würde die Arbeit nicht funktionieren.
Die neue Bundes-Regierung sagt:
Deutschland soll ein einwanderungs-freundliches Land bleiben.
Qualifizierte Menschen aus anderen Ländern sollen nach Deutschland kommen können.
Aber es gibt viele Probleme:
Die Abschlüsse aus anderen Ländern werden oft nicht anerkannt.
Das sagen 71 von 100 Einrichtungen.
Es gibt Probleme mit dem Aufenthalts-Status.
Das sagen 63 von 100 Einrichtungen.
Es gibt zu viel Bürokratie.
Das sagen 66 von 100 Einrichtungen.
Die Visa-Verfahren dauern oft länger als 3 Monate.
Das sagen 76 von 100 Einrichtungen.
Viele Einrichtungen helfen ihren ausländischen Mitarbeitern:
- 60 von 100 Einrichtungen helfen bei Behörden-Gängen.
- 52 von 100 Einrichtungen helfen bei der Wohnungs-Suche.
- 49 von 100 Einrichtungen bieten Sprach-Kurse an.
- Viele Einrichtungen machen Orientierungs-Tage.
- Oder sie machen Schulungen für das Team.
Wilfried Wesemann ist der Vorsitzende vom DEVAP.
Er sagt:
Die Einrichtungen machen viel für die Integration.
Menschen aus anderen Ländern werden Teil unserer Gemeinschaft.
Sie leben mit uns zusammen und gehören dazu.
Aber sie bekommen zu wenig Geld dafür.
Die Behörden müssen die Einrichtungen mehr unterstützen.
Frank Stefan ist der Vorsitzende vom BeB.
Er sagt:
Vielfalt gehört zum Alltag in vielen Einrichtungen.
Unsere Mitglieder arbeiten schon lange mit Menschen aus anderen Ländern.
Sie machen das mit viel Engagement.
Aber die Bedingungen sind schwierig.
Besonders in der Eingliederungs-Hilfe gibt es Probleme:
Der Beruf Heil-Erziehungs-Pflege ist in anderen Ländern nicht bekannt.
Deshalb brauchen wir andere Lösungen.
Frank Stefan fordert:
- Die Anerkennungs-Verfahren müssen einfacher werden.
- Es muss mehr Weiterbildungs-Angebote geben.
- Es muss eine bundes-weite Anlauf-Stelle geben.
Diese Stelle soll sich speziell um die Eingliederungs-Hilfe kümmern.
Die Politik muss die Realität vor Ort beachten.
Nur dann kann Integration gelingen.

Foto: Hansuan_Fabregas In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Sozialwirtschaft zwingend auf Personal aus dem Ausland angewiesen. Eine aktuelle Blitzumfrage des Evangelischen Bundesfachverbands für Teilhabe (BeB) und des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) zeigt, wie zentral diese Arbeitskräfte bereits heute sind: Bei 44 Prozent der DEVAP-Mitgliedseinrichtungen liegt der Anteil ausländischer Mitarbeitender zwischen 20 Prozent und 50 Prozent. Bei 80 Prozent der BeB-Mitglieder liegt der Anteil bei knapp 20 Prozent und es wird ein klar wachsender Bedarf an internationalem Personal verzeichnet. Die Verbände betonen: Fachkräfte aus dem Ausland sind schon jetzt eine unverzichtbare Säule für soziale Teilhabe und Langzeitpflege in Deutschland.
Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung unterstreicht, dass Deutschland ein einwanderungsfreundliches Land bleiben und die qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt weiter gefördert werden soll. Die Blitzumfrage von BeB und DEVAP zum Thema Vielfalt und Integration zeigt jedoch, dass die Gewinnung von ausländischem Personal bei zwei Drittel der Träger massiv erschwert wird. Als Hauptgründe werden die fehlende Anerkennung von Abschlüssen (71 Prozent), Probleme mit dem Aufenthaltsstatus (63 Prozent) und der bürokratische Aufwand (66 Prozent) genannt. Von den 191 Trägern berichten 76 Prozent von Visa-Prozessen, die deutlich länger als drei Monate dauern.
Die Umfrage zeigt zudem ein hohes Engagement der Träger im Einsatz von strukturierten Integrationsmaßnahmen:
- Die häufigsten Maßnahmen sind Hilfestellung bei Behördengängen (60 Prozent);
- Unterstützung bei der Wohnungssuche (52 Prozent)
- Sprachkurse (49 Prozent).
- Orientierungstagen beziehungsweise Einführungsseminaren und Schulungen für das Team zur besseren Integration.
Der Vorsitzende des DEVAP, Wilfried Wesemann, stellt zu diesen Resultaten fest „Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass bei den Trägern ein hohes Maß an Engagement für eine gute Integration vorhanden ist. Die strukturierten Integrationsmaßnahmen sind jedoch oft unterfinanziert und es wird dringend Unterstützung von Seiten der zuständigen Stellen für die Anerkennungsverfahren gefordert.“
Und Pfarrer Frank Stefan, der Vorsitzende des BeB ergänzt dazu: „Vielfalt gehört längst zum Alltag in vielen Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie. Unsere Mitglieder beschäftigen bereits seit Jahren Mitarbeitende mit internationalen Biografien und gestalten Integration mit viel Engagement- oft unter schwierigen Bedingungen. Gerade in der Eingliederungshilfe brauchen wir endlich passgenaue Lösungen: Der Beruf der Heilerziehungspflege ist international kaum bekannt, so dass Lösungen für Quereinsteiger notwendig sind. Wir fordern daher modulare und praxisnahe Anerkennungsverfahren, zielgerichtete Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote sowie eine bundesweite Anlaufstelle, die auf die besonderen Anforderungen der Eingliederungshilfe zugeschnitten ist. Wenn Integration gelingen soll, müssen die politischen Rahmenbedingungen die Realität vor Ort abbilden – nicht umgekehrt.“

Foto: Hansuan_Fabregas In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Sozialwirtschaft zwingend auf Personal aus dem Ausland angewiesen. Eine aktuelle Blitzumfrage des Evangelischen Bundesfachverbands für Teilhabe (BeB) und des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) zeigt, wie zentral diese Arbeitskräfte bereits heute sind: Bei 44 Prozent der DEVAP-Mitgliedseinrichtungen liegt der Anteil ausländischer Mitarbeitender zwischen 20 Prozent und 50 Prozent. Bei 80 Prozent der BeB-Mitglieder liegt der Anteil bei knapp 20 Prozent und es wird ein klar wachsender Bedarf an internationalem Personal verzeichnet. Die Verbände betonen: Fachkräfte aus dem Ausland sind schon jetzt eine unverzichtbare Säule für soziale Teilhabe und Langzeitpflege in Deutschland.
Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung unterstreicht, dass Deutschland ein einwanderungsfreundliches Land bleiben und die qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt weiter gefördert werden soll. Die Blitzumfrage von BeB und DEVAP zum Thema Vielfalt und Integration zeigt jedoch, dass die Gewinnung von ausländischem Personal bei zwei Drittel der Träger massiv erschwert wird. Als Hauptgründe werden die fehlende Anerkennung von Abschlüssen (71 Prozent), Probleme mit dem Aufenthaltsstatus (63 Prozent) und der bürokratische Aufwand (66 Prozent) genannt. Von den 191 Trägern berichten 76 Prozent von Visa-Prozessen, die deutlich länger als drei Monate dauern.
Die Umfrage zeigt zudem ein hohes Engagement der Träger im Einsatz von strukturierten Integrationsmaßnahmen:
- Die häufigsten Maßnahmen sind Hilfestellung bei Behördengängen (60 Prozent);
- Unterstützung bei der Wohnungssuche (52 Prozent)
- Sprachkurse (49 Prozent).
- Orientierungstagen beziehungsweise Einführungsseminaren und Schulungen für das Team zur besseren Integration.
Der Vorsitzende des DEVAP, Wilfried Wesemann, stellt zu diesen Resultaten fest „Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass bei den Trägern ein hohes Maß an Engagement für eine gute Integration vorhanden ist. Die strukturierten Integrationsmaßnahmen sind jedoch oft unterfinanziert und es wird dringend Unterstützung von Seiten der zuständigen Stellen für die Anerkennungsverfahren gefordert.“
Und Pfarrer Frank Stefan, der Vorsitzende des BeB ergänzt dazu: „Vielfalt gehört längst zum Alltag in vielen Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie. Unsere Mitglieder beschäftigen bereits seit Jahren Mitarbeitende mit internationalen Biografien und gestalten Integration mit viel Engagement- oft unter schwierigen Bedingungen. Gerade in der Eingliederungshilfe brauchen wir endlich passgenaue Lösungen: Der Beruf der Heilerziehungspflege ist international kaum bekannt, so dass Lösungen für Quereinsteiger notwendig sind. Wir fordern daher modulare und praxisnahe Anerkennungsverfahren, zielgerichtete Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote sowie eine bundesweite Anlaufstelle, die auf die besonderen Anforderungen der Eingliederungshilfe zugeschnitten ist. Wenn Integration gelingen soll, müssen die politischen Rahmenbedingungen die Realität vor Ort abbilden – nicht umgekehrt.“




