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Ohrenkuss-Ausgabe 54: Ein Magazin voller Einhörner und fantastischer Ideen

Screenshot von der Pressekonferenz von Ohrenkuss am 21.3.2023
Screenshot von der Pressekonferenz von Ohrenkuss am 21.3.2023
Foto: omp

Bonn (kobinet) Jede Menge Einhörner finden sich in der aktuellen Ausgabe von Ohrenkuss - die mittlerweile 54. Wie könnten sie aussehen, diese wundersamen Fabelwesen? Ein Pferdeleib mit einem aus der Stirn sprießenden Horn, am besten noch wie ein Korkenzieher in sich gewunden? Ein Seepferdchen vielleicht mit einem Horn zwischen den Augen? Könnte man sich sicherlich vorstellen. Oder sogar ein knallgrüner Frosch mit einem witzigen Horn mitten im Gesicht? In der aktuellen Ausgabe von Ohrenkuss geht auch das – denn das neue Heft ist voller bunter, lustiger und inspirierender Zeichnungen von, genau, Einhörnern, heißt es in der Ankündigung der neuen Ausgabe des Ohrenkuss. Menschen mit Down-Syndrom zeigen im Magazin "Ohrenkuss", was ihnen zum Thema "Einhorn" einfällt – eingerahmt von fantasievollen und lustigen Zeichnungen des preisgekrönten Illustrators Nikolaus Heidelbach.

Nikolaus Heidelbach hat die vielen Illustrationen zu dieser Ausgabe beigetragen. „Es ist eine große Ehre, dass meine Bilder neben den Texten der Ohrenkuss-Autor*innen stehen dürfen“, sagt der Künstler. So hat sich eine fantastische Zusammenarbeit zwischen dem vielfach preisgekrönten Illustrator Nikolaus Heidelbach und dem ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Magazin Ohrenkuss ergeben. Das gesamte Werk von Heidelbach ist sehr vielfältig. Er verschafft den Erzählungen, Märchen und Gedichten mit seinen einzigartigen Zeichnungen ein fantastisches Eigenleben – und genauso scheinen die Einhörner im neuen Ohrenkuss-Heft einem Wirklichkeit gewordenen märchenhaften Traum zu entspringen.

Den Autor*innen von Ohrenkuss hat das Thema Einhorn jedenfalls jede Menge kreativer Ideen eingehaucht. Dennoch bleiben manche der Autor*innen durchaus auf dem Boden der Tatsachen, wenn sie sich mit diesem fantastischen Sujet beschäftigen. „Meiner Meinung nach gibt es keine Einhörner“, stellt Autor Fynn Heinemann sachlich fest. „Wenn ich mir aber vorstelle, das es sie geben könnte würden sie Gras essen.“ Welch friedliches Bild!  Dabei könnten die Fantasiewesen durchaus auch eine unheimliche Seite haben. „Pferde mag ich“, sagt Autorin Magdalene Strunz zwar. „Aber mit Horn macht es Angst. Es ist eine Waffe …“ Fynn Heinemann, der Autor von gerade eben, dagegen betont, dass er in diesen Wesen nichts Bedrohliches sieht. Stattdessen macht er sich Gedanken, welche Fertigkeiten sie haben könnten. „Die Einhörner können nicht schwimmen“, sagt er, „aber dafür können sie wunderbar Karaoke singen.“ Sportlich sind sie offenbar zwar auch: „Die Einhörner können aber nicht Fußball spielen, weil sie sich mit ihren Beinen verhaken.“

Das Besondere an Ohrenkuss ist: Im Heft stehen Texte von Autor*innen, die alle das Down-Syndrom haben. Die Texte in diesem Magazin werden dabei genauso wiedergegeben, wie ihre Schöpfer*innen sie geschaffen haben. Viele schreiben auf Papier oder am Rechner, andere diktieren ihre Ideen und Gedanken. Und gerade durch die fantasievollen Zeichnungen von Nikolaus Heidelbach erhalten sie in dieser Ausgabe des Magazins einen besonders wundervollen und anregenden Rahmen. Die Kölner Grafikerin Maya Hässig begleitet den Ohrenkuss seit 27 Jahren. In dieser 46. Ausgabe hat sie sich selbst übertroffen. „Einfach genial!“ sagt Angela Fritzen, Gründungsmitglied des Magazins, heißt es in der Ankündigung der aktuellen Ausgabe des Magazins.

Ohrenkuss bekommt man zwar nicht am Kiosk, aber man kann das Magazin abonnieren. Es erscheint zweimal im Jahr, ist werbefrei und unabhängig – und das schon seit 1998. Es ist natürlich auch möglich, einzelne Ohrenkuss Ausgaben online zu bestellen, so auch die Ausgabe „Einhorn“. Mehr Informationen, Bilder, Texte und Bestellungen unter:

www.ohrenkuss.de

www.instagram.com/ohrenkuss

www.facebook.com/ohrenkuss