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Amman-Berlin-Erklärung umsetzen

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann - 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Der Global Disability Summit 2025 hat am 2. April 2025 in Berlin begonnen und wird heute fortgesetzt. Er bringt dringend notwendige Forderungen mit sich. Während der Gipfel als Chance gesehen wird, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen voranzubringen und die UN-Behindertenrechtskonvention endlich in die Praxis umzusetzen, werden eklatante Defizite deutlich. Dies betonte Sören Pellmann, Vorsitzender der Linken im Bundestag, und führte aus: "Die Amman-Berlin-Erklärung zur weltweiten Inklusion ist ein symbolischer Schritt, der aber nur dann Wirkung zeigt, wenn Kanzler Scholz und seine Regierung endlich handeln - statt mit hohlen Worten vorliebnehmen zu wollen. Wir fordern konkrete Fortschritte: mehr Barrierefreiheit, echte Teilhabe und eine stärkere Beteiligung der Behindertenorganisationen - auch auf internationaler Ebene. Die künftige Bundesregierung und ihre Koalitionspartner müssen diese Ziele verbindlich im Koalitionsvertrag verankern und konsequent umsetzen."

Sören Pellmann betonte zudem: „Dass bei fast 28 Millionen Euro, die für den Gipfel bereitgestellt wurden, das Datenmanagement miserabel bleibt und Transparenz vermissen lässt. Zudem ist die beschämend geringe Zahl der angebotenen Konferenzsprachen inakzeptabel – ein Umstand, der zahlreiche NGO-Vertreter unnötig vor zusätzliche Hürden stellt. Nur durch entschlossenes Handeln kann sichergestellt werden, dass niemand – vor allem niemand mit Behinderung – weiterhin systematisch zurückgelassen wird.“

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2 Lesermeinungen
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Silvia Hauser
03.04.2025 09:47

„Inklusionstheater de Luxe“, meine Spottverse über die Kanzlerrede beim Global Summit

Ist die Kanzlerschaft erst ruiniert, lebt und labert es sich ungeniert.
Ist alles halb so wild, dies Kanzlerwort, das gilt:
Behinderte, ihr werdet inkludiert,
nun guckt gefälligst nicht so irritiert!
Da kommt auch schon Applaus, Pfeifkonzerte bleiben aus.
Behinderte, mit denen kann man´s machen,
drum ist das leider nicht zum Lachen.

I.A. von koninet-Kolumnist Hans-Willi Weis

Uwe Heineker
Antwort auf  Silvia Hauser
03.04.2025 19:54

was für eine Heuchelei: INKLUSION predigen, während in Deutschland Sondereinrichtungen stetig aus- anstatt abgebaut werden – es ist schlichtweg eine Ignoranz des UNO-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung! Hierzu auch hintergründig lesenswert https://www.die-tagespost.de/politik/inklusion-kann-man-nur-durch-begegnung-erfahren-art-261794