
Foto: DBV
BERLIN (kobinet) Im Rückblick auf den diesjährigen Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen hat auch der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) wieder seine Aufmerksamkeit auf die immer noch zahlreich bestehenden Barrieren im öffentlichen Personenverkehr gelenkt. Barrierefreiheit: Bis dahin ist auch aus Sicht dieses Verbandes ein noch ein langer Weg ! Von erschwerten oder fehlenden barrierefreien Zugängen zu Bahnsteigen, defekte oder nicht vorhandene Fahrzeugausstattungen, bis hin zu unzureichenden Informationen. Dies betrifft Menschen, etwa mit Seh-, Hör-, motorischen Behinderungen – oder etwa auch kognitiven Bedarfen erheblich.
Die Herausforderungen sind oft nach wie vor – vorsichtig ausgedrückt – vielfältig, sagt Klaus Honold, DBV-Bundesvorstand für barrierefreie Mobilität. Auch der Einsatz von Technik vermag hier nicht immer zu helfen. Anzeigetafeln, Apps oder Buchungssysteme sind oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonderen Bedarfen abgestimmt, wenn diese nicht digital barrierefrei gestaltet sind. „Es ist ernüchternd zu sehen, dass bei vielen Institutionen, öffentlichen wie privaten, z.B. Verkehrs- oder Infrastruktur-Unternehmen und auch in der Politik, trotz existierender und zukünftig bevorstehender gesetzlicher Vorgaben, offensichtlich immer noch ein entsprechendes Bewusstsein fehlt“ so Honold.
Barrierefreiheit herzustellen ist nicht nur als gesetzliche Pflicht zu betrachten, betont der DBV-Sprecher, sondern ist vor allem ein Menschenrecht und zentraler Bestandteil der UN-Behindertenrechtskonvention. Sowohl Deutschland als auch die Europäische Union haben diese ratifiziert und sich damit verpflichtet diese umzusetzen. Ein inklusives Verkehrssystem für alle, da alle profitieren.
Ziel muss ein Verkehrssystem sein, welches allen Fahrgästen – unabhängig von ihren Einschränkungen – gleichberechtigte Mobilität ermöglicht. Dies gilt auch hinsichtlich der demographischen Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Aus diesem Blickwinkel sieht der DBV Handlungsbedarf auf allen Ebenen
- Der Infrastruktur: Weiterer Ausbau sowie stärkere Berücksichtigung von Barrierefreiheit bei allen bestehenden und zukünftigen Planungen
- Bei den Fahrzeuge: Barrierefreie Fahrzeuge und deren nachhaltige Wartung
- Hinsichtlich der Schulung: Regelmäßige Schulungen und Qualifizierung von Personal
- Und mit dem Blick auf die Technologie: Gewährleistung von räumlicher wie digitaler Barrierefreiheit.




