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4. Treffen der Selbstvertretung junger Menschen mit Beeinträchtigungen in Uder

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Foto: ht

Uder (kobinet) An diesem Wochenende, also vom 6. - 8. Dezember 2024, treffen sich junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren, die sich in der Selbstvertretung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen (jumemb) engagieren, zum 4. Treffen in der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld in Uder (Eichsfeld-Thüringen). Dort tauschen sie ihre Erfahrungen im Leben mit Behinderung aus. Sie überlegen auch, was sich ändern muss, damit Inklusion im Alltag möglich wird. "Wir sind junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zwischen 12 und 27 Jahren und haben uns seit 2023 mehrfach getroffen, um unsere eigene Selbstvertretung zu organisieren! In unseren Treffen haben wir schon einige Themen gesammelt, die uns für ein inklusives Leben wichtig sind. Wir haben diese Themen mit der Politik besprochen und die große Konferenz junger Menschen mit Behinderung und ihrer Familien in Berlin aktiv mitgestaltet", heißt es in der Ankündigung der Tagung.

Link zu weiteren Infos zur Tagung

Bereits beim ersten Treffen der Selbstvertretung junger Menschen mit Beeinträchtigungen haben diese einige Forderungen formuliert, die diese an die Politik und die Gesellschaft stellen, wie beispielsweise:

• Wir möchten in inklusive Schulen gehen. Wir wollen nicht separiert werden. Die Lehrkräfte sollen dafür qualifiziert sein. Die Klassen sollen kleiner sein, damit alle gut lernen können.

• Wir möchten die Freizeitangebote für alle Jugendlichen besser nutzen können. Die Mitarbeitenden dort sollen besser geschult sein, um Begegnung zu fördern. Es soll mehr inklusive Angebote geben.

• Assistenz und Hilfsmittel sollen nach unseren Bedarfen einkommensunabhängig und ohne Altersbeschränkung bewilligt werden.

• Beratungsstellen für Jugendliche sollen auch für Jugendliche mit Behinderung offen sein. Sie sollen auch zu unseren Themen qualifiziert sein.

• Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung sollen auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung ansprechen.

• Wir wollen später im ersten Arbeitsmarkt eine Arbeit finden. Dafür müssen wir die notwendige Unterstützung erhalten.

• Solange es noch WfbM und Förderstätten gibt, sollen „Beschäftigte“ dort als Arbeitnehmer*innen anerkannt werden. Sie sollen eine faire Bezahlung bekommen (mindestens Mindestlohn).

• Es braucht dringend mehr Assistenz, die in Unterstützter Kommunikation geschult ist. Nur so wird Inklusion für Menschen, die unterstützte Kommunikation brauchen, möglich. Schulabschlüsse müssen auch mit Unterstützter Kommunikation möglich sein.

• Wir brauchen mehr Barrierefreiheit. Dazu gehören zum Beispiel barrierefreie Wohnungen, Schrift- und Gebärdensprachdolmetscher*innen, Leichte Sprache auch im Internet oder barrierefreie Toiletten im öffentlichen Raum. So können wir leben, wie wir wollen und überall teilnehmen.

• Auch bei Fahrdiensten soll das Personal geschult werden. Wir wollen ohne Angst und Diskriminierung befördert werden.

Link zur Presseinformation zu den Forderungen von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen