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Ausstellung Schauen erlaubt? Vielfalt Mensch im Schloss Ambras

Symbol Information

Hamburg / Innsbruck (kobinet) Seit dem 20. Juni und noch bis 6. Oktober 2024 wird im Schloss Ambras bei Innsbruck die Ausstellung "Schauen erlaubt? Vielfalt Mensch" gezeigt. Die Ausstellung zeigt Bilder von Menschen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Diese stammen aus den Sammlungen von Erzherzog Ferdinand II. Sie wurden damals gesammelt, um die Vielfalt der Welt darzustellen. Viele ungewöhnliche Gemälde, interessante Beschreibungen und wissenschaftliche Objekte aus dieser Zeit sind bis heute erhalten geblieben. Darauf wird im neuesten Newsletter von "bidok - behinderung inklusion dokumentation" hingewiesen.



Hinsehen oder Wegsehen? Ist Schauen erlaubt?

Die Ausstellung zeigt Bilder von Menschen, die nicht den damaligen Normen entsprachen. Zum Beispiel „Elisabet“ oder das „Bildnis eines behinderten Mannes“. Es werden, wenn möglich, die Lebens-Geschichten der dargestellten Menschen erzählt. Auch wird die Darstellungs-Weise kritisch hinterfragt: Warum wurden solche Bilder gesammelt? Warum berühren uns diese Geschichten auch heute noch?

Die Ausstellung fordert die Besucher*innen auf, darüber nachzudenken, ob es in Ordnung ist, solche Bilder anzuschauen. Sie verwendet moderne Techniken wie Audio- und Video-Beiträge, um die historischen Objekte mit aktuellen Ansichten zu verbinden. Es gibt Texte in einfacher Sprache und verschiedene Hilfsmittel, um die Ausstellung für alle Besucher:innen zugänglicher zu machen. Vom „Bildnis eines behinderten Mannes“ gibt es etwa ein Tast-Modell.

Außerdem wurde ein Aufzug eingebaut, um die Ausstellungsräume im zweiten Stock für alle leichter erreichbar zu machen.

(Quelle: Schloss Ambras, KHM-Museumsverband) Siehe: https://www.schlossambras-innsbruck.at/ausstellungen/schauen-erlaubt#c4667

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Siehe: https://www.buchhandlung-walther-koenig.de/koenig2/index.php?mode=details&showcase=1&art=1658781

Dr. Volker Schönwiese und Christian Mürner haben auch einen Beitrag im Katalog zur Ausstellung veröffentlicht.