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Schüler mit Down Syndrom aus Evangelischer Schule ausgeschlossen

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Foto: Irina Tischer

Schmalkalden (kobinet) In einigen Bundesländern hat die Schule nach den Sommerferien bereits wieder begonnen, so auch in Thüringen. Doch nicht für alle, wie gewünscht. Über eine "unfassbare Geschichte im thüringischen Schmalkalden" berichteten verschiedene Medien, so auch der FOCUS: "Der elfjährige Thorben ist mit dem Gendefekt Trisomie - genannt Down-Syndrom - geboren und geht auf die evangelische Martin-Luther-Schule. Doch nicht mehr nach den Schulferien, denn der Schulträger hat den Jungen von der Schule genommen. Die Eltern sind verzweifelt", heißt es in einem FOCUS-Bericht vom 31. Juli 2024. Und weiter berichtet FOCUS: "Die Eltern des elfjährigen Jungen wurden kurz vor der Zeugnisvergabe in die Schule gebeten. Dort wurde ihnen mitgeteilt, dass ihr Sohn dem Fachkräftemangel zum Opfer fällt und nach den Sommerferien nicht mehr am Unterricht teilnehmen darf."



Die Mutter sieht dem Bericht zufolge in dem Grund der Ausbootung ihres Jungen nur eine fadenscheinige Ausrede: „An diesem Tag ist für mich die Inklusion gestorben (…) Thorben wird im Unterricht von einer Schulbegleiterin des Sozialamts betreut, damit die Lehrer normal unterrichten können“, wird die Mutter im FOCUS-Bericht zitiert. „Nun muss Thorben die Schule wechseln, geht künftig auf eine Förderschule. Die Mutter ist besorgt, da ihr Sohn ’sein gewohntes Umfeld‘ braucht. ‚Stattdessen werden ihm die Freunde genommen, und er weiß noch gar nicht, was los ist‘, sagt sie ‚Bild‘ gegenüber verzweifelt“, heißt es im FOCUS-Bericht

Link zum FOCUS-Bericht vom 31. Juli 2024

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AnnaLutz
05.08.2024 09:11

Als Mutter habe ich selbst 13 Jahre Erfahrung mit schulischer Inklusion eines Jungen mit DS. Er hatte die ganze Zeit einen Vollzeitintegrationshelfer, der ihn erfolgreich durchgeschleust hat. Ketzerisch möchte ich behaupten, dass ich dabei von Fachkräften oder Fachkräftemangel kaum etwas mitbekommen habe. Anders wird es bei dem Jungen hier auch nicht sein. Also ist der Fachkräftemangel wahrscheinlich auch ein fadenscheiniger Grund.
Was ich allerdings erlebe, ist dass die Schüler*innen mit Beeinträchtigung weniger willkommen sind und die Schulen „Probleme“ erwarten – durch deren Verhalten, durch Eltern, zusätzliche Gespräche…